Posted On: September 18th 2026, 11:49 am
Was fehlt für die Überholspur im deutschsprachigen Raum?
Nicht Studien, nicht Argumente.
Der Wille, Machtstrukturen tatsächlich zu verändern.
Das Thema „Frauen an die Spitze – Wirtschaftlicher Erfolg ist weiblich“ wurde heute in den Räumlichkeiten von Accenture diskutiert, moderiert von Mag.a Karen Fanto M.S., Vorstandsvorsitzende Zukunft.Frauen Alumnae Club und Gerlinde Tröstl-Katinger, Vorstandsmitglied ZFAC.
Am Podium: Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, Christian Winkelhofer (Accenture Österreich), Angelika Sommer-Hemetsberger (Vorständin der OeKB), Michael Sigmund (ÖNB).
Der Studienautor der ÖNB legte die Fakten auf den Tisch: Diversität an der Spitze führt zu wirtschaftlichem Erfolg. Warum sich daran grundlegend nichts ändert, liegt an Machtstrukturen und Netzwerken und an einer Agendaverteilung, die strukturell unfair ist.
Der Country Managing Director von Accenture Österreich nannte es beim Namen: kulturell tief verankert im deutschsprachigen Raum, gesellschaftlicher Gegenwind.
Die Ministerin selbst sagte es unumwunden: Ohne Konsequenzen warten wir noch lange.
Wissen ist also nicht das Problem. Das Problem ist, dass Machtstrukturen sich nicht von selbst verändern, sondern nur, wenn jemand bereit ist, sie aktiv infrage zu stellen, und das erzeugt Widerstand. Auf Gegenwind muss man vorbereitet sein.
Kann man zu jung sein für Führung? Fachlich, meiner Meinung nach, höchstwahrscheinlich nicht. Psychologisch schon: wenn man noch nicht gut genug gewappnet ist für Provokationen, Untergriffe, Mikroaggressionen, offene Übergriffe. Wenn die persönliche und soziale Kompetenz für genau diesen Widerstand noch fehlt.
Wer bestehende Machtstrukturen herausfordert, ohne darauf vorbereitet zu sein, verliert dort, wo es zählt, im ersten echten Gegenwind.
Das ist lernbar. Link zum Webinar in Bio für die 4 Schlüssel der Konfliktlösung!