Posted On: September 20th 2026, 04:34 pm
Letzte Woche haben wir SOPHIA ODER DAS ENDE DER HUMANISTEN am
@oldenburgischesstaatstheater zur Premiere gebracht.
Ein Stück über eine Frage, die uns längst betrifft: Was macht die fortschreitende Technologisierung mit uns Menschen und wie gehen wir damit um?
Dabei geht es nicht um eine weitere Warnung vor den vermeintlichen Gefahren der KI. Viel spannender ist die Frage, was mit uns geschieht, wenn Technologie immer tiefer in unser Denken, unsere Beziehungen und unser Selbstverständnis eingreift und wie weit wir uns dadurch entmenschlichen.
Hinter uns liegt eine sehr spannende Probenzeit und vor allem eine intensive Arbeit mit den Kolleg:innen des Ensembles an ihren Figuren. Gemeinsam haben wir gesucht, ausprobiert, verworfen und präzisiert. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Es war anstrengend aber gut.
Auch weil diese Arbeit für mich etwas Wesentliches über Theater und Regie bestätigt hat: Inszenieren bedeutet nicht, das eigene Regie-Ego auf die Bühne zu stellen. Und es bedeutet auch nicht, allen gefallen zu wollen/zu müssen.
Es bedeutet, die gemeinsame Probenzeit ernst zu nehmen. Figuren zu entwickeln, Widersprüche auszuhalten, Situationen genau zu untersuchen und den Text eines Autors nicht auseinanderzupflücken, nur um ihm zwanghaft etwas Eigenes überzustülpen oder damit es zu n irgend ein Zeitgeistkunstgelaber passt.
Theater entsteht für mich dort, wo wir uns wirklich mit einem Text und miteinander auseinandersetzen. Wo Schauspieler:innen Raum bekommen ihre Figuren lebendig werden zu lassen und ein Stück seine Fragen an ein heutiges Publikum stellen kann. Auf welche Art und Weise auch immer.
Regie: Ich
Bühne und Kostüme: Nina Aufderheide
@nina_aufderheide
Musik: Henrik Demcker
@demckergram
Licht: Philipp Sonnhoff
Dramaturgie: Reinar Ortmann
@reinarortmann Helena: Paulina Hobratschk
@pow.lina.h
Jonas: Florian Heise
@floheise
Wolfgang: Andreas Spaniol
Sophia: Marlene Goksch
@marlenko.g Fotos:
@stephanwalzl