Posted On: October 13th 2026, 10:18 am
📖 Der erste Satz:
"Theo blieb nur ein Jahr in Golden, von einem Frühling bis zum nächsten."
Allen Levi: Theo in Golden
📝 Meine Meinung:
Theo, ein 86jähriger geheimnisvoller Fremder, zieht ins Städtchen Golden im amerikanischen Süden. Niemand weiß, wer er ist oder woher er kommt. Als er im Café Chalice fast 100 Porträts Einheimischer entdeckt, macht er es sich zum Ziel, alle Bilder ihren "rechtmäßigen" Besitzern zu schenken. Auf diese Weise knüpft Theo zahlreiche neue Freundschaften und verändert das Leben vieler Menschen zum Guten.
Allen Levi schreibt gefällig und es ist ein Leichtes, sein Buch zu lesen. Anfangs folgte ich Theo gerne, doch allzu bald stellte sich leider Langeweile ein. Die Geschichte mäandert vor sich hin, und die Figuren sind arg klischeehaft - der psychisch versehrte Vietnamveteran, die Tochter, die es ihrem ehrgeizigen Vater nicht recht machen kann, der Straßenmusiker, der eigentlich an der Universität lehren könnte...
Auch die Lebensweisheiten, die ausgetauscht werden, hat man schon in zig Kalendersprüchen gelesen.
Das Ende schließlich wirkt abrupt und alles klärt sich auf ziemlich konstruierte Weise auf.
Ich kann verstehen, was manche Menschen an diesem Buch begeistert. Die Suche nach dem Guten im Menschen als zentrales Element ist durchaus eine schöne Idee. Für mich allerdings waren es nur die angenehme Schreibweise und einige schöne Momente, die mich bei der Stange gehalten haben.
Übersetzt von Bernhard Robben
Gelesen in der Leserunde zur Bestseller-Challenge bei
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