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23 days ago
Ich rede gern. Über die Dinge, die mich beschäftigen. Die mich aufwühlen. Die mir den Schlaf in der Nacht rauben. Ich rede aber auch über Dinge, die mich glücklich machen. Die mein Herz schneller schlagen oder mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Ich rede. Mal über Belangloses und Mal über Themen, die am Grunde meiner Existenz kratzen. Und ich bin davon überzeugt, dass das Reden so unendlich gut tun kann. Weil es die Dinge, die in Endlosschleife in meinem Kopf zirkulieren, in geordnete Bahnen lenkt. Die Schubladen der Grammatik lassen mich das Zimmer meiner Selbstbetrachtung aufräumen, Stück für Stück. 

Ich glaube, dass das unter anderem ein Grund ist, warum das Su*zidrisiko bei Männern so viel höher als bei anderen Geschlechtern: Weil Reden nie Thema war. Bei Frauen wurde dieses so unendlich wichtige Tool degradiert: Zum Kaffeeklatsch. Zum Tratsch. Zum Lästern. Männer brauchen dieses emotionale Gehabe nicht. Naja.

Rede. Über die Dinge, die dich belasten. Es wird wieder dunkler und Möglichkeiten, mit Menschen in Kontakt zu kommen, müssen wieder aktiver gestaltet werden. Rede mit Menschen, denen du vertraust. Vielleicht mit Familie, Freund*innen oder mit Gott oder dir selbst. Und ja: Auch mit Pastor*innen, Diakon*innen und Prädikant*innen kannst du reden, dazu sind wir ausgebildet. Reden tut gut. 

#Talkaboutit #reden #mentalhealth #mentalegesundheit #seelsorge
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Posted On: October 13th 2026, 05:13 pm
Ich rede gern. Über die Dinge, die mich beschäftigen. Die mich aufwühlen. Die mir den Schlaf in der Nacht rauben. Ich rede aber auch über Dinge, die mich glücklich machen. Die mein Herz schneller schlagen oder mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Ich rede. Mal über Belangloses und Mal über Themen, die am Grunde meiner Existenz kratzen. Und ich bin davon überzeugt, dass das Reden so unendlich gut tun kann. Weil es die Dinge, die in Endlosschleife in meinem Kopf zirkulieren, in geordnete Bahnen lenkt. Die Schubladen der Grammatik lassen mich das Zimmer meiner Selbstbetrachtung aufräumen, Stück für Stück.

Ich glaube, dass das unter anderem ein Grund ist, warum das Su*zidrisiko bei Männern so viel höher als bei anderen Geschlechtern: Weil Reden nie Thema war. Bei Frauen wurde dieses so unendlich wichtige Tool degradiert: Zum Kaffeeklatsch. Zum Tratsch. Zum Lästern. Männer brauchen dieses emotionale Gehabe nicht. Naja.

Rede. Über die Dinge, die dich belasten. Es wird wieder dunkler und Möglichkeiten, mit Menschen in Kontakt zu kommen, müssen wieder aktiver gestaltet werden. Rede mit Menschen, denen du vertraust. Vielleicht mit Familie, Freund*innen oder mit Gott oder dir selbst. Und ja: Auch mit Pastor*innen, Diakon*innen und Prädikant*innen kannst du reden, dazu sind wir ausgebildet. Reden tut gut.

#Talkaboutit #reden #mentalhealth #mentalegesundheit #seelsorge
Comments (1)
ute.richterschauwecker 22 days ago

ute.richterschauwecker

... und wenn gerade keiner zum Reden da ist, gibt es noch Organisationen wie die @telefonseelsorge_deutschland, die Dir ein Ohr leihen. Falls Reden gerade nicht geht, dann kannst Du die MitarbeiterInnen per Mail oder im Chat erreichen.

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