Gedanken einer Lehrerin, die wahrscheinlich viele von uns kennen … 🤍
Manchmal gehe ich nach Hause und frage mich, ob ich heute wirklich jedem Kind gerecht geworden bin. Ob ich das stille Kind genug gesehen habe. Ob ich dem Kind, das meine Geduld auf die Probe gestellt hat, trotzdem mit genug Verständnis begegnet bin. Ob ich die richtigen Worte gefunden und vielleicht auch etwas übersehen habe.
Und manchmal nehme ich diese Gedanken mit nach Hause. Weil mir meine Kinder am Herzen liegen. Weil ich möchte, dass sich jedes einzelne gesehen, verstanden und wertvoll fühlt. Und weil ich weiß, dass hinter jedem kleinen Menschen so viel mehr steckt, als wir im oft stressigen Schulalltag sehen können.
Aber bei all dem vergessen wir manchmal uns selbst. Auch wir sind nur Menschen. Auch wir machen Fehler, haben Zweifel und wünschen uns manchmal, wir hätten etwas anders gemacht.
Wir können nicht jeden Tag alles auffangen. Wir können nicht immer die richtigen Worte finden und nicht jedem Kind so viel Zeit schenken, wie wir es gerne würden.
Und trotzdem geben wir jeden Tag unser Bestes. Wir versuchen es morgen erneut. Wir denken nach, lernen dazu und tragen so viele kleine Herzen in unseren Gedanken mit nach Hause.
Vielleicht müssen wir uns manchmal selbst daran erinnern, dass wir nicht perfekt sein müssen, um gute Lehrerinnen und Lehrer zu sein. Dass wir Fehler machen dürfen. Und dass es etwas bedeutet, wenn wir uns überhaupt so viele Gedanken machen.
Denn am Ende sind wir nicht nur Menschen, die Kindern Lesen, Schreiben und Rechnen beibringen. Wir sind Menschen, die andere Menschen begleiten. Mit allem, was wir haben. Und manchmal auch mit Zweifeln, die niemand sieht.
Geht es euch auch so? Dass ihr nach einem Schultag manchmal mehr über das nachdenkt, was ihr vielleicht nicht geschafft habt, als über all das, was ihr mit ganzem Herzen gegeben habt? 🤍
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