Posted On: October 31st 2026, 07:00 pm
Durchschlafen. Das Wort, das müde Eltern am meisten unter Druck setzt — und das so, wie es alle benutzen, gar nicht existiert.
Kein Mensch schläft durch. Du auch nicht.
Du wachst nachts mehrmals kurz auf, am Ende jedes Schlafzyklus. Du drehst dich um, ziehst die Decke zurecht, schläfst weiter. Am Morgen weißt du nichts davon — und genau das ist der Unterschied. Nicht das Aufwachen, sondern das Wiedereinschlafen.
Dein Baby wacht genauso auf. Es kann nur noch nicht allein wieder einschlafen. Also sucht es, was ihm dabei hilft: dich, die Brust, das Schaukeln. Das ist keine Gewohnheit, die man ihm abtrainieren müsste — das ist der Punkt, an dem es noch Unterstützung braucht.
Wann sich das ändert: Die Fähigkeit, sich selbst wieder in den Schlaf zu bringen, entwickelt sich frühestens ab vier bis sechs Monaten. Vorher ist sie schlicht nicht da. Danach entsteht sie Schritt für Schritt — bei manchen Kindern von allein, bei anderen mit etwas Begleitung.
Und was medizinisch gilt: Als Durchschlafen zählen fünf Stunden am Stück. Nicht zwölf. Wer dir sagt, sein Baby schlafe mit drei Monaten von 19 bis 7 Uhr, erzählt dir entweder nicht alles — oder hat ein Kind, das nachts wach wird, ohne zu rufen.
Dass dein Kind dich nachts ruft, heißt nicht, dass bei euch etwas falsch läuft.
Für die ersten Monate: mein Guide „Mein Baby verstehen“ im Highlight.
Ab fünf Monaten: Highlight „Angebote“, oder schreib mir SCHLAF.
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