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a year ago
Heute haben wir Abschied von Marcel Mann genommen. Ein paar Fans haben die Möglichkeit ergriffen und wir haben uns austauschen können. In den ersten Kommentaren folgen ein paar meiner gesammelten Gedanken, die sich aufgestaut haben und an diesem besonderen Tag seiner eigentlich Premiere bei uns sich nochmal Gehör verschaffen wollen. #dankbar
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Posted On: February 8th 2025, 09:00 pm
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Heute haben wir Abschied von Marcel Mann genommen. Ein paar Fans haben die Möglichkeit ergriffen und wir haben uns austauschen können. In den ersten Kommentaren folgen ein paar meiner gesammelten Gedanken, die sich aufgestaut haben und an diesem besonderen Tag seiner eigentlich Premiere bei uns sich nochmal Gehör verschaffen wollen. #dankbar
Comments (12)
julia.gamez.martin a year ago

julia.gamez.martin

Danke für deine Worte ❤️

hamburger_pooopertze a year ago

hamburger_pooopertze

Ohne Marcel ist die Welt eine andere. Ich wäre soo gerne heute dabei gewesen, leider bin ich krank zu Hause.

hamburger_pooopertze a year ago

hamburger_pooopertze

Ich wäre sooo gerne dabei gewesen. Leider bin ich krank geworden.

itsniclippert a year ago

itsniclippert

Ich bin tief berührt und dankbar für Deine Worte. Für Dein Wirken mit Marcel in den letzten Jahren. Für Deine Geste heute. 🙏 Ich weiß, wie sehr er Dich geschätzt hat. ❤️ Von Herzen danke, Henning!

susi_banzhaf a year ago

susi_banzhaf

Danke für deine wundervollen Worte. Und dass du Marcels Geist und seine "Botschaft" weiter in die Welt trägst. Ich kannte ihn nicht besonders gut und dennoch hat mich sein Tod sehr berührt. Mir kamen in den Tagen direkt danach immer wieder die Zeilen aus Katja Ebsteins Lied "Theater" in den Sinn: Sie sind König, Bettler, Clown im Rampenlicht. Doch wie's tief in ihnen aussieht, weiß man nicht. So kitschig das aus klingen mag, es ist viel Wahres dran. Und wie du schreibst: Lasst uns aufeinander acht geben. Lieber einmal zu viel nachfragen, als einmal zu wenig. Und lasst uns weiterhin für unsere Werte, für Menschlichkeit, Vielfalt, Toleranz und so vieles mehr einstehen. Auch wenn das bedeutet, Gegenwind aushalten zu müssen. Lasst uns, wo es nur geht, Tag für Tag ein bißchen Liebe in die Welt bringen. Grade jetzt wichtiger denn je. Und bestimmt in Marcels Sinne. ❤️

schmidtchensschleicher a year ago

schmidtchensschleicher

(6/6) DANKE MARCEL FÜR DEINE ZEIT MIT MIR UND UNS! ❤️

schmidtchensschleicher a year ago

schmidtchensschleicher

(5/6) Jetzt habe ich doch spekuliert und interpretiert, aber das alles lässt mich nicht unberührt, denn auch ich bin einer von denen, die einen Sinn oder eine Erklärung haben wollen oder einen Schuldigen. Marcels Tod ging wie ein Ruck durch die Szene. Und wenn es nur einem Teil so ging wie mir, der seine eigene Leere mal hinterfragt, jeden nicht mitgeteilten schwarzen Gedanken oder jede Minute, wo man sich denkt: Ach, das schaffe ich schon alleine,… dann ist auch Marcels Abschied ein Appell an uns, nicht nur besser zuzuhören, sondern vor allem… Früher erkennen, wann einem sein Spiegelbild nicht mehr ausreicht, um ein Problem in den Griff zu bekommen. Und bei aller Trauer, bei allem Verlust und bei allem Schmerz und vielleicht auch bei allem Hass auf etwas unbekanntes und befürchtetem… Ich finde es wahnsinnig schön, dass jemand wie Marcel NIE wirklich von uns gehen kann, selbst wenn er uns nicht mehr mit seiner UNFASSBAR FUCKING HERRLICHEN Ironie in den Wahnsinn treibt,… Ein Suchwort im Internet und schon ist er da! Kunst hat die Möglichkeit, jemanden unsterblich zu machen, dafür braucht es aber Menschen, die dafür sorgen, dass er unsterblich bleibt. Also teilt ab und zu etwas von ihm und macht in seinem Sinne diese Welt besser! Lasst uns auch und besonders für Marcel aber vor allem für uns selbst laut und bunt bleiben. Und achtsam!

schmidtchensschleicher a year ago

schmidtchensschleicher

(4/6) Wie schon prominentere Beispiele uns schonunsglos gezeigt haben, sind es wieder einmal Menschen, die uns zum Lachen bringen, die an sich selbst gescheitert sind, bzw. an einem äußeren Einfluss, dessen Ausmaß man nicht unterschätzen darf. Und auch das hat mich und viele meiner Gesprächspartner*innen der letzten zwei Wochen beschäftigt. Wieviel halten wir selber aus, wieviel Einfluss DARF so ein beschissener Spielplatz wie Social Media auf uns haben und wieviel halten wir nicht nur als Künstler*innen aus, sondern auch als Mensch. Marcel hat die Segel gesetzt obwohl er Gegenwind ausgesetzt war. Er hat sich entschieden, den Kurs mit voller Kraft in einen Sturm zu setzen. Seine Rubriken „Entschuldigung, ich komme in Frieden“ war so bezeichnend für ihn. Er WOLLTE FRIEDEN. Vielleicht auch für sich, aber vor allem für diejenigen, die nicht seine Stimme hatten und nicht selbst kämpfen konnten. Und diese Stimme ist nun leider verstummt. Ich für meinen Teil sehe da als Auftrag, selbst etwas lauter zu werden. Und genausowenig, wie ich diesen Anlass nehmen möchte, für Spekulationen und für Schuldzuweisungen, genausowenig möchte ich diesen Anlass nehmen, um politisch zu werden, aber in einer Welt, in der HASS und GEWALT mehr Nachrichtenfläche einnehmen, als LIEBE und HOFFNUNG und in einer Welt, in der Milliardäre aktiv versuchen, FAKE NEWS salonfähig zu machen, in der KONSERVATIVES GEDANKENGUT nicht mehr nur harmlos am Stammtisch ausgetauscht wird, sondern Freiräume schafft für EXTREME, AUSGRENZENDE und VORVERURTEILENDE BRANDSATZIDIOLOGIEN,… in einer solchen Welt jemanden wie Marcel nicht mehr an seiner Seite zu wissen, oder vor mir als leuchtendes Beispiel, wie wir miteinerander umgehen sollten,… fällt es mir nicht schwer, den Finger auf eine Gesellschaft zu zeigen, die aus freien oder aus manipulierten Stücken immer mehr Lust am GEGENEINANDER finden zu scheint.

schmidtchensschleicher a year ago

schmidtchensschleicher

(3/6) Es ist jenseits des Wortes „Freund“ selten, dass man Menschen hat, wo es sich einfach RICHTIG anfühlt, dass man mit ihnen Zeit verbringt. Das man mit ihnen Spass hat und das man sie gerne um sich hat. Weiß, dass man sich freuen darf, dass man sich regelmäßig sieht und gemeinsam einfach hemmungslos machen darf, worauf man Lust hat, Leute zu unterhalten. Ich habe Marcel als jemanden kennen und ja, lieben gelernt, der sich in erster Linie bemüht hat, eine Haltung einzunehmen und diese auszustrahlen um auf seine Umwelt POSITIV Einfluss zu nehmen. Und das als Person, nicht NUR als Comedian. Doch auch auf der Bühne: Wo andere Witze machen, schwang bei ihm IMMER noch eine Ebene mit, die soviel mehr Tiefe erreicht haben, weil sie uns jemanden gezeigt haben, der in einem großen Kampf mit seiner Umwelt steckt, aber daraus die Kraft und Sorgfalt generiert hat, eine Botschaft in jede Pointe zu verpacken. Eine persönliche. Und das manchmal subtil, manchmal bitterböse, aber immer direkt und offen und ehrlich. Und auch sein Auftritt in Social Media war geprägt von HALTUNG. Von Offenlegung von Dingen, die er für FALSCH gehalten hat. Aber serviert mit dem Seziermesser der Satire. Immer irgendwie fröhlich entwaffnend und schonungslos gegen das was er anprangert, auch wenn es zweifelsohne auch Überwindung gekostet haben muss, insbesondere wenn es darum ging, wenn er HASSNACHRICHTEN an sich und seine Person, seine Haltung oder seinen Lebensstil verarbeitet hat. Marcel scheint an einen Punkt gekommen zu sein, an dem diese Haltung und vor allem dieser Humor an eine Grenze gestoßen ist, die für ihn unüberwindbar war. Ich weigere mich weiterhin mich anmaßen zu wollen, mich einer oder einer anderen Spekulation hinzugeben. Letzten Endes ist auch Marcel ein warnendes wie tragisches Beispiel dafür, dass wir unseren Mitmenschen nie 100% in den Kopf schauen können.

schmidtchensschleicher a year ago

schmidtchensschleicher

(2/6) Wir haben Marcel verloren. Marcel hat sich, wie es so leer wie folgenreich heißt, selbstbestimmt aus diesem Leben verabschiedet. Und genau diese Tatsache ist es, die uns allen glaube ich, komplett den Boden unter den Füßen weggerissen hat. Das jemand, der so FÜR das Leben seiner Mitmenschen eingestanden ist, auf einmal GEGEN sein eigenes war. Ich möchte mich an dieser Stelle und zu diesem Anlass hier in keine der unzähligen Spekulationen ergehen, die verständlicherweise auch immer nach so einem tragischen Schritt einhergehen, besonders bei Menschen, die versuchen einen Sinn, eine Erklärung, eine Entschuldigung für ihre eigenen Gefühle oder vielleicht sogar einen Schuldigen zu finden. Man ist in unserer Szene immer recht schnell mit der Vergabe des Wortes Freund. Ich habe hier das wahnsinnige Glück gehabt, regelmäßig und viel mit ihm zusammen zu arbeiten, wir haben eine tolle Chemie gehabt, unfassbaren Respekt für einander und – das liegt auch in der improvisierten Natur unserer Zusammenarbeit – auch großes Vertrauen. Oft haben wir die Zeit vor der Show – auch zur Ablenkung der Nervösität, also meiner, Marcel war da mein kleiner Fels, der mich immer wieder runtergeholt hat – wir haben die Zeit genutzt, um auch privates auszutauschen. Besonders in einer Zeit, in der in meiner Familie auf einmal das Thema „selbstbestimmtes Leben“ und „geschlechtliche Identität“ Einzug gehalten haben, Themen, die für Marcel mehr waren als nur ein Lebensstil. Für sein Ohr und seine Ratschläge und auch seine Witze – VOR ALLEM FÜR SEINE UNFASSBAR FUCKING HERRLICHE IRONIE – bin ich ihm auf ewig dankbar und wird auch nachhaltig noch Einfluss auf meine Familie haben. Und dennoch ist das Wort FREUND ein so unfassbar großes. Ich weiß nicht, ob er mich als Freund bezeichnet hat und ich tue mich alleine durch eine gewisse Professionalität, die uns ja dann letzten Endes verbunden hat auch schwer damit, aber – was ich damit sagen will, manchmal braucht es solche benannten limitierenden Bezeichnungen gar nicht, um auszudrücken, wie viel einem ein anderer Mensch bedeuten kann.

schmidtchensschleicher a year ago

schmidtchensschleicher

(1/6) Disclaimer: Im folgenden geht es um selbstmord und dem Umgang damit. Wenn ihr hilfe sucht und braucht, NEHMT SIE EUCH BITTE. / Alle, die sich schon einmal von einem lieben Menschen haben trennen müssen, weil er oder sie oder – Hey, Marcel, guck mal, ich inkludiere alle, er fiel mir bei der begrüßenden Stelle „Meine Damen und Herren“ manchmal berichtigenderweise ins Wort – alle, die dazwischen oder über dieses Spektrum hinaus liegen und sich lieben – nicht mehr da sind, aus welchen Gründen auch immer,… Wir alle, die wir um jemanden getrauert haben, sind sehr schnell mit den Worten: Er – ich münze das jetzt auf Dich Marcel – Er war etwas besonderes. Das wirkt zu solchen unschönen, traurigen Anlässen und sei es noch so ernst gemeint, fast schon wie eine Floskel, etwas, dass man sagen muss, auch wenn man es aus tiefstem Herzen sagen will. Ich kann aber glaube ich mit Fug und Recht behaupten, Marcel IST etwas besonderes! In den letzten zwei Wochen war mein Social Media Feed voll von Geschichten, persönlichen Anekdoten, wahnsinnig warmherzigen Erinnerungen und vor allem eins: Liebe! Und das hat dieser Mensch geschafft: Das jeder oder jede, die das Glück hatten, ihn wie kurz oder wie lange auch immer, kennenzulernen, man nicht sofort von seiner einnehmenden Art eingenommen wurde. Dieser Mensch war und ist es immer noch, eine Inspiration für gelebte Zwischenmenschlichkeit. Und dennoch… ohne sich selbst zu verbiegen. Er war sehr klar und sehr deutlich, wenn ihn Dinge und Mitmenschen nicht in den Kram gepasst haben, wenn sie seiner Meinung und vor allem seiner Überzeugung nach, wenn sie sich FALSCH verhalten haben. Und meiner bescheidenen Wahrnehmung nach, lagen diese Menschen dann auch tatsächlich immer FALSCH. Doch auch hier hatte ich nie den Eindruck, es ginge ihm persönlich um eine Wertung, sondern immer um eine Haltung. Gelästert haben wir trotzdem! Aber das war Teil Deiner unfassbar fucking herrlichen Ironie!

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