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Photo by maria on September 10, 2025.
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Posted On: September 10th 2025, 07:45 pm
Während des Besuchs im Kunsthaus Zürich sticht die Sammlung von Emil Bührle (1890-1956) besonders hervor. Beim Betreten der Sammlung Bührle stößt man auf eine Informationstafel, die darauf hinweist, dass er in der Schweiz als einer der umstrittensten Personen des 20 Jhd. gilt. Zwischen den Jahren 1936 und 1956 sammelte er eine große Kunstsammlung an (633 Werke), die zur Zeit des NS-Kunstraubs geschah! Das bedeutet, dass viele Werke ursprünglich aus den verfolgten jüdischen Familien stammten. Die Kunstwerke erhielt er über die Galerie Fischer in Luzern. Des Weiteren, basierte sein Vermögen insbesondere auf den Waffenverkauf, u. a. auch an NS-Deutschland.

Das Museum stellte sich dabei die Frage, ob diese Kunstsammlung ethisch vertretbar sei und gab Raum für Diskussion zwischen unterschiedlichen Experten und Expertinnen als auch für die Besucherinnen und Besucher, die ihre Meinungen aufschreiben und symbolisch auf eine Wand aufhängen konnten.

Im Bild #1 ist das Porträt von Irène Cahen d’Anvers zu sehen, die der Künstler Auguste Renoir 1880 malte. Die Tochter Béatrice erhielt 1933 das Bild von ihrer Mutter. Im Jahr 1941 wird das Portrait vom “Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg” (ERR) beschlagnahmt und dem Nazi Hermann Göring übergeben. 1942 wird Béatrice gemeinsam mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Auschwitz ermordet. Nach dem Krieg wurde das Portrait von den Alliierten an die Erbin zurückgegeben, die es später an Bührle verkaufte.

Im Bild #2 ist Emil Bührle abgebildet mit der Aufschrift “Weapons and art: Emil Bührle and the Kunsthaus Zürich”

Bild #3: Vincent Van Gogh, Selbstbildnis 1887, Hinweis auf NS-Raubkunst!

Bild #4: Vincent Van Gogh, Der Sämann bei untergehender Sonne, 1888

Ab diesem Zeitpunkt hinterfragte ich erstmals die Neutralität der Schweiz zum Zeitpunkt des 2. Weltkriegs.

Die hier angeführten Informationen stammen aus den Informationstafeln des Kunsthaus Zürich.

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