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3 months ago
Photo by maria on July 22, 2026.
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Posted On: July 23rd 2026, 12:45 am
Die Exkursion im November 2025 widmete sich dem Thema der Erinnerungspolitik, also der Art und Weise, wie sich ein Staat mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt. Im Fokus stand dabei der Umgang mit den physischen Zeugnissen des Holocausts und des Nationalsozialismus.

Dieser Beitrag skizziert den Umgang mit dem nationalsozialistischen Zwangsarbeits- und Konzentrationslager Plaszow in Krakau, Polen.

Vor der Errichtung des KZ Plaszow befanden sich auf dem Gelände zwei jüdische Friedhöfe.
Den älteren Friedhof gab es seit 1887, der neuere Friedhof wurde 1932 angelegt.
Nach der Besetzung und Annexion Polens durch das nationalsozialistische Deutsche Reich (1939), wurde das Gelände der Friedhöfe gewaltsam in ein Arbeits- und Konzentrationslager umgewandelt. Dabei wurden Gräber geschändet, Grabsteine als Baumaterial für die Errichtung von Baracken, Stufen und Wege verwendet; sowie bedeutende Monumente der jüdischen Gemeinschaft zerstört.
Die genaue Anzahl der in KZ Plaszow festgehaltenen und getöteten Menschen ist nicht bekannt. Nationalsozialisten vernichteten zahlreiche Dokumente, um Beweise zu beseitigen. Man schätzt, dass mehr als 35000 Menschen festgehalten und etwa 6000 Menschen von den Nationalsozialisten dort getötet wurden.
1945 wurde das KZ Plaszow von der Roten Armee übernommen und verwüstet. Nach Abzug der Roten Armee wurde das Gelände für die Öffentlichkeit frei zugänglich.

Heute (bzw. zum Zeitpunkt der Exkursion) ist das Gelände nach wie vor für alle zugänglich und wirkt von Außen wie ein Freizeitpark, mit vielen Bäumen, Sträuchern und weite Wiesenflächen. Von dem damaligen KZ Plaszwow ist heute kaum noch was zu sehen. Nur einige Fragmente, sowie Informationstafeln und ein Mahnmal.

Während der Führung berichtete die Gedenkstättenführerin über respektloses Verhalten von Besucher:innen im Gelände sowie über fehlende Grünflächen in der Stadt, wo sich Menschen treffen und entspannen können.
Hier treffen unterschiedliche Interessen zusammen. Das Interesse nach einem grünen Erholungsraum für die AnwohnerInnen. Das Interesse, das Gelände zu einem geschlossenen Erinnerungsraum zu gestalten. Das Interesse, eine Zwischenlösung zu finden. [1/2]
Comments (1)
marixfm 3 months ago

marixfm

Bild (1 und 2): Auf Bild 1 ist das Graue Haus zu sehen, das ursprünglich als Verwaltungsgebäude des jüdischen Gemeindefriedhofs in Krakau errichtet wurde. Während der Zeit des Konzentrationslagers wurde es als Verwaltungsgebäude für die Lagerleitung der Nationalsozialisten genutzt. Der Keller wurde zu einem Gefängnis. Bild 2 zeigt die Informationstafel zum Grauen Haus. Bild 3: Auf dem Foto der Informationstafel sieht man die Bestattungshalle eines jüdischen Friedhofs. Heute Ruinen im Hintergrund. Bild 4 und 5: Bild 4 zeigt eine schneebedeckte Wiesenfläche, mit einem Hund und Steinblöcke. Die länglichen Steinblöcke sollten dabei eine Grenze ziehen. Denn: Hinter den Steinblöcken lag einst der alte jüdische Friedhof. Auf Bild 5 sieht man die Informationstafel mit einem Foto, auf dem man sieht, wie der alte Friedhof mit den Grabsteinen ausgesehen hat. Bild 6: Auf diesem Bild ist eine Gruppe von Menschen zu sehen, die auf einem schneebedeckten Boden gehen. Links und rechts davon sind schneebedeckte Bäume. So idyllisch das Bild auch aussehen mag. Wir gingen hier auf einem jüdischen Friedhof. Auf einem Gelände in dem Nazis Menschen folterten, ermordeten und zu Arbeit zwangen. Von all diesen Gräueltaten sind nur mehr Fragmente zu sehen. Ruinen. Gräber. zerstörte Grabsteine. Und Informationstafeln, ein Mahnmal sowie Steinblöcke um zu Erinnern. Fragmente. In diesem Moment wurde mir bewusst, wie vergänglich -auch- Orte sind, insbesondere jene, die solch grauenvolle Geschichten erzählen. Gräueltaten zu vertuschen, verschwinden zu lassen, das passiert. Die Folgen: das Vergessen. Quellen: Mündliche Informationen aus der Führung, Schriftliche Informationen aus den Informationstafeln sowie aus der Webseite https://plaszow.org/de/geschichte-des-lagers. HINWEIS: Der Beitrag erzählt und zeigt nur einen Bruchteil! Keine Vollständigkeit! [2/2]

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