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4 days ago
Dieses Gemälde ist über 300 Jahre alt.

Gemalt wurde es um 1724 vom französischen Künstler Jean François de Troy. Der Titel: The Declaration of Love (Die Liebeserklärung).

Zu sehen ist ein Mann, der um eine Frau wirbt und ihr seine Liebe erklärt. Eine romantische Szene aus einer Zeit, in der Frauen Männern rechtlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich untergeordnet waren. Ihre Selbstbestimmung war massiv eingeschränkt. Die Ehe war nicht nur eine romantische Verbindung, sondern auch eine Institution, die patriarchale Machtverhältnisse absicherte.

Und in genau dieser Gesellschaft wurde Frauen die romantische Liebe als großes Glück präsentiert: Von einem Mann begehrt, geliebt und ausgewählt zu werden. Obwohl sie keineswegs selbstverständlich selbst entscheiden konnten, wen sie heirateten oder wie sie leben wollten.

Über 300 Jahre später haben Frauen viele Rechte erkämpft. Doch die patriarchalen Vorstellungen von Liebe sind nicht einfach verschwunden.

Noch immer wird Frauen vermittelt, dass es ein großes Glück sei, von einem Mann geliebt und ausgewählt zu werden.

Nur reicht es Frauen heute nicht mehr, die Auserwählte zu sein. Sie erwarten mehr von einer Beziehung.

Und genau hier setzt feministische Paartherapie an. Sie fragt nicht nur, wie Paare besser kommunizieren können, sondern auch, wer Verantwortung trägt, wer sich anpasst, wessen Bedürfnisse zählen und welche patriarchalen Rollenbilder unsere Beziehungen prägen.

Denn „Ich würde alles für dich tun“ klingt vielleicht romantisch. Aber was ist dieses Versprechen wert, wenn Gleichberechtigung offenbar nicht dazugehört?

Original: Jean François de Troy, The Declaration of Love, ca. 1724. Metropolitan Museum of Art, New York.
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Posted On: November 2nd 2026, 05:27 am
Dieses Gemälde ist über 300 Jahre alt.

Gemalt wurde es um 1724 vom französischen Künstler Jean François de Troy. Der Titel: The Declaration of Love (Die Liebeserklärung).

Zu sehen ist ein Mann, der um eine Frau wirbt und ihr seine Liebe erklärt. Eine romantische Szene aus einer Zeit, in der Frauen Männern rechtlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich untergeordnet waren. Ihre Selbstbestimmung war massiv eingeschränkt. Die Ehe war nicht nur eine romantische Verbindung, sondern auch eine Institution, die patriarchale Machtverhältnisse absicherte.

Und in genau dieser Gesellschaft wurde Frauen die romantische Liebe als großes Glück präsentiert: Von einem Mann begehrt, geliebt und ausgewählt zu werden. Obwohl sie keineswegs selbstverständlich selbst entscheiden konnten, wen sie heirateten oder wie sie leben wollten.

Über 300 Jahre später haben Frauen viele Rechte erkämpft. Doch die patriarchalen Vorstellungen von Liebe sind nicht einfach verschwunden.

Noch immer wird Frauen vermittelt, dass es ein großes Glück sei, von einem Mann geliebt und ausgewählt zu werden.

Nur reicht es Frauen heute nicht mehr, die Auserwählte zu sein. Sie erwarten mehr von einer Beziehung.

Und genau hier setzt feministische Paartherapie an. Sie fragt nicht nur, wie Paare besser kommunizieren können, sondern auch, wer Verantwortung trägt, wer sich anpasst, wessen Bedürfnisse zählen und welche patriarchalen Rollenbilder unsere Beziehungen prägen.

Denn „Ich würde alles für dich tun“ klingt vielleicht romantisch. Aber was ist dieses Versprechen wert, wenn Gleichberechtigung offenbar nicht dazugehört?

Original: Jean François de Troy, The Declaration of Love, ca. 1724. Metropolitan Museum of Art, New York.
Comments (6)
womensyogaka 3 days ago

womensyogaka

Sehr wahr!! Wenn wir diese Themen in der Therapie vernachlässigen würden, würden wir Frauen durch und mit unserer Arbeit benachteiligen.

daughter.of.metis 3 days ago

daughter.of.metis

😭😭😭!!

_oh_julia 3 days ago

_oh_julia

🔥

lustfaktor 4 days ago

lustfaktor

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