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Nieuwpoort (Km 960) 
Angekommen in Nieuwpoort, am letzten Demarkationsstein der Westfront. Dazwischen lagen auch heute wieder hunderte Eindrücke und ich frage mich: Wieviel passt in einen Tag und wieviel davon kann man verarbeiten? Wir sind heute unserer Strecke im Korridor der Westfront in Richtung Norden weiter gefolgt.  An der Somme und in Richtung Flandern verdichtet sich, was wir zuvor in größeren Abständen gesehen haben. Wir haben heute unzählige Friedhöfe und Monumente passiert. Wir konnten aus Zeitgründen gar nicht mehr überall anhalten. Über 110 am Krieg beteiligte Nationen hat das Museum „In Flanders Fields“ in Ypern ermittelt, das wir netterweise kurz besuchen durften. Hier wird auch weiter nach Einzelschicksalen gesucht und Quellenarbeit geleistet. Die Ausstellung muss man unbedingt einmal gesehen haben!  Es lohnt sich! Genau wie das Canadian Monument, der Ring of Rememberance, der Lochnagar Crater, der Tyne Cot Cemetery und vieles mehr. Besonders wenn man sieht, wie wichtig das auch heute noch für die Hinterbliebenen ist. Wir haben auch heute erfahren, wo uns Nationalismus hinführt, welches Leid und welche zerstörerische Kraft er für alle Seiten mit sich bringt. Im Krieg gewinnt niemand! Es wird eine Weile dauern, diese Eindrücke zu verarbeiten. #niewiederistjetzt #gedenken #keinvergessen #westfront by @bikesandbees
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22 days ago
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Canadian National Vimy Memorial (KM 780) 
Dieses Monument ist ein wahrhaft beeindruckendes Bauwerk. Wenn man den Hügel hochfährt, sieht man die beiden Türme schon von weitem. Wenn Sie mehr kommen, entfaltet dieses Monument seine ganze Pracht. Wir trafen hier mit einer Gruppe Kanadier zusammen und unterhielten uns mit ihnen. Sie hatten Vorfahren, die im ersten Weltkrieg ihr Leben ließen. Hier, wo 1917 Kanadier und andere Nationen alles aufboten, um den Vormarsch der Deutschen zu stoppen. Heute stehen wir hier gemeinsam, als sei es das normalste der Welt. 
Als sie uns am Ende noch einen Pin mit der Mohnblume, dem Symbol des Gedenkens in Flandern, schenken, verschlägt es mir die Sprache. #westfront #gedenken #keinvergessen taken in Canadian National Vimy Memorial by @bikesandbees
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23 days ago
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Nauroy an der Marne (Km 540)
Dieses Dorf wurde im Verlauf des Ersten Weltkriegs vollständig dem Erdboden gleichgemacht. Durch die Lage auf einem Höhenzug kam das von den Deutschen besetzte Dorf immer wieder unter schwerem Beschuss.  1919 wurde es aufgegeben, da es in der sogenannten roten Zone lag. Heute bemüht sich der Verein „Die Freunde von Nauroy“ darum, in den Überresten nach Spuren der Vergangenheit zu suchen. Mehr durch Zufall wurden z.B. hinter der Kirche 106 bestattete deutsche Soldaten gefunden. Aus dem Projekt ist auch eine Freundschaft und Zusammenarbeit mit deutschen Akteuren, darunter Schulklassen, geworden, die bei der Spurensuche nach über 100 Jahren helfen. 
Erschreckend ist, dass Nauroy  bei weitem kein Einzelfall ist. Etliche Dörfer wurden nach Ende des Kriegs für zerstört erklärt und aufgegeben. #volksbunddeutschekriegsgräberfürsorge #gedenken #westfront taken in Les Amis de Nauroy et de l'église de Beine by @bikesandbees
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24 days ago
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Die Hand von Massiges (KM 480) 
Dieser unscheinbare Hügel in der Champagne war Schauplatz eines erbitterten Stellungskriegs. Aus der Luft betrachtet sieht das Plateau aus wie eine linke Hand – weshalb die einzelnen Stellungen von den Soldaten nach den Fingern benannt wurden („Daumen“, „Zeigefinger“, …).1915 verschanzten sich deutsche Truppen auf dieser natürlichen Festung, während französische Einheiten versuchten, die „Finger“ unter extremen Verlusten zurückzuerobern. Es folgten monatelange, blutige Nahkämpfe und brutaler Minenkrieg unter der Erde. 
Wir blicken auf dieses menschenleere Chaos. Im Hintergrund hören wir Explosion und Maschinengewehrfeuer vom naheliegenden Truppenübungsplatz. Es könnte sich gerade in dem wunderbaren Licht des frühen Morgens nicht surrealer anfühlen. #gedenken #westfront #keinvergessen taken in La Main De Massiges by @bikesandbees
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24 days ago
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Vauquois (Km 440)
Auch um den Hügel von Vauquois (Butte de Vauquois), wenige Kilometer nordwestlich von Verdun, wurde in den Jahren 1914 bis 1918 erbittert gekämpft. Die Anhöhe war Schauplatz eines der größten Minenkrieges. 519 Minensprengungen sind bekannt, 199 deutsche und320 französische. Im Laufe der Schlacht von Vauquois verloren ungefähr 14.000 Soldaten ihr Leben. Das Dorf selbst wurde dabei völlig ausgelöscht, heute erinnert dieses Denkmal an die Tragödie. Ein weiterer Ort des sinnlosen Sterbens, wie so viele in dieser Region. #gedenken #keinvergessen #westfront taken in Butte de Vauquois - Association Les Amis de Vauquois by @bikesandbees
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25 days ago
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Verdun (KM 390)
Verdun. Kaum ein anderer Name hat eine derartige Symbolkraft wie diese kleine Stadt an der Maas, die zum Epizentrum des Krieges im Jahre 1916 wurde. Am 21. Februar 1916 begann hier die deutsche Operation „Gericht“ mit dem Ziel, Fort Douaumont einzunehmen
und die französische Armee “auszubluten”. Es folgte eine mörderische Abnutzungsschlacht mit über 700.000 getöteten und verwundeten Soldaten, die im Dezember 1916 ohne militärischen Erfolg endete. Wenn wir heute vor diesem Meer an Kreuzen stehen, läuft uns ein kalter Schauer den Rücken runter, denn jedes einzelne Kreuz steht für ein menschliches Schicksal. Die Menschenverachtung dieses Krieges wird hier greifbar, aber es fällt uns schwer, unsere Gefühle im Angesicht dieses Ortes in Worte zu fassen. #westfront #gedenken taken in Ossuaire de Douaumont by @bikesandbees
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25 days ago
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Montsec American Monument (KM 313)
Wir befinden uns mittlerweile bei KM 313 und stehen am
American Monument auf dem Hügel von Montsec kurz vor Saint-Mihiel. Hier waren die deutschen Truppen weit vorgedrungen. Der entstandene Bogen, der die Stadt  Saint-Mihiel umschloss, schnitt wichtige französische Nachschublinien ab und sicherte 1916 die linke Flanke der deutschen Angriffsarmee vor Verdun. Er blieb bis Spätsommer 1918 eine permanente Bedrohung und konnte erst 2 Monate vor Kriegsende durch amerikanische Truppen und der größten Luftoperation des 1. Weltkriegs erobert werden.
Die Inschriften der Namen der amerikanischen Einheiten, die 1918 gekämpft haben, bewahren die Erinnerung an diejenigen, die Frankreich in seinen Schlachten zur Seite standen. #westfront #keinvergessen #gedenken taken in Mémorial Américain 1914-18 by @bikesandbees
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25 days ago
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Hohrod und Wettstein (KM 120)
Es ist inzwischen dunkel und wir befinden uns auf dem Lingekopf, genauer gesagt stehen wir vor dem deutschen Soldatenfriedhof Hohrod-Bärenstall, wo die Gebeine von 2438 deutschen Soldaten begraben wurden. Die Anlage wird vom Volksbund gepflegt. In wenigen Kilometern erreichen wir am Wettsteinpass das französische Pendant, mit über 3.500 Gräbern französischer Soldaten von den Schlachtfeldern der Umgebung. #westfront #gedenken #keinvergessem taken in Collet du Linge by @bikesandbees
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a month ago
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Hartmannswillerkopf (KM 67)
Wir befinden uns am Hartmannswillerkopf (Französisch Vieil-Armand), der durch die Höhe von fast 1.000m strategische Bedeutung im Ersten Weltkrieg hatte. Er war daher einer der am erbittertsten umkämpften Punkte an der Westfront. 30.000 Menschen ließen am „Menschenfresserberg“ ihr Leben in einem völlig sinnlosen Stellungskrieg, allein 8 Mal wechselte die Kuppe den “Besitzer”, bevor die Front 1916 erstarrte. Heute ist hier ein französisch-deutscher Erinnerungsort. by @bikesandbees
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a month ago
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Kilometer 0
Hier beginnt es. Der Kilomètre Zéro markiert den südlichen Anfangspunkt der Westfront des Ersten Weltkriegs und damit den Beginn unserer 1000 Km langen Tour bis an die Küste Belgien entlang der Front. Vor dem Ausbruch des Krieges 1914 trafen hier 3 Territorien aufeinander: Das neutrale Schweizer Voralpenland, das französische Territorium (Region Burgund-Franche-Comté) und das damals zum Deutschen Kaiserreich gehörende Elsass. Von diesem präzisen Punkt im Wald von Pfetterhouse aus zog sich die Frontlinie über rund 750 Kilometer Luftlinie durch Frankreich bis an die Nordsee nach Nieuwpoort in Belgien. Für uns geht es ab hier Nordwärts. Nächster Halt: Vogesen! #westfront #keinvergessen taken in Le Circuit Du Kilometre Zero by @bikesandbees
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a month ago
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Ultras on Tour
Einmal eine Bergetappe bei der Tour de France zu erleben, hatte ich mir schon sehr lange vorgenommen. Nach der Veröffentlichung der Strecke war klar, daß ich in den Vogesen dabei sein wollte. Um das Ganze noch etwas spezieller zu machen, sollte es mit dem Rad aus Köln zur Markstein Etappe gehen und auch mit dem Rad wieder zurück nach Köln. In unserem großartigen Verein finden sich immer ein paar Verrückte, die bei so etwas sofort dabei sind. Also ging es Donnerstag Abend nach der Arbeit mit @hokmann , @fabianvaube_visconde und @ironbud13 aufs Rad und durch die Nacht und den Vormittag des nächsten Tages nach Gerardmer in den Vogesen. 430km und etwas über 4000hm waren bei Gegenwind und ordentlichen Regengüssen am Morgen nicht immer ein Kinderspiel, aber einmal angekommen war die Vorfreude auf den nächsten Tag am Col du Haag schon wieder riesig. Zusammen mit @l1y9d8i2a sind wir am nächsten Tag früh gestartet und alle den Schlussanstieg schon mal für die Profis Probe gefahren - ein ziemliches Brett, aber schon am frühen Morgen eine grandiose Stimmung mit Menschenmassen am Straßenrand. Kurz vor der Bergankunft haben wir es uns auf dem Hügel gemütlich gemacht und nach Sonne, Platzregen und Hagel die Pros den Berg hochgebrüllt - Absolute Gänsehautstimmung. Nachdem alle Fahrer durch waren haben sich die Veranstalter an so etwas ähnlichem wie einer Orga probiert - leider ziemlich erfolglos. Endloses Warten, bis wir endlich Richtung Markstein auf die Route des Cretes gelassen wurden. Pünktlich zum übelsten Gewitter mit Wolkenbruch. Wieder überall Gänsehaut, nur anders und viel länger. Aber irgendwann haben wir es im Sonnenuntergang zur Unterkunft geschafft. Heute morgen ging es dann wieder zurück in Richtung Köln - für mich mit dem Zwischenziel Ludwigshafen am Rhein, wo mich meine Frau empfangen hat und wir gemeinsam mit dem Auto das letzte Stück nach Köln gefahren sind. Ein unglaublich schönes und anstrengendes Wochenende, das für mich genau das gehalten hat, was ich mir erhofft hatte! Vor allem war es aber eine tolle Zeit mit tollen Menschen 🫶🏻 by @bikesandbees
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2 months ago
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Ein Sonntag in der Flora. taken in Flora Köln by @bikesandbees
0
3 months ago
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