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So, mir reicht´s, ich mag net mehr! 😡

Vor garnicht langer Zeit hatte ich angefangen, meine Beiträge auch auf Instagram zu posten. Damit ist jetzt Schluss. Experiment gescheitert.

Grund dafür sind die völlig sinnfreien und praxisfremden Formatierungsvorgaben für Bilder, sowie die Textbegrenzung. Ich habe weder Zeit noch Lust, meine Bilder, die sich aufgrund der Motive naturgemäß an keine Vorgaben halten, entweder zu verstümmeln oder mit schwarzen Balken zu versehen, um sie so auf die Instagram-Vorgaben zurechtzubiegen. Das gleiche gilt für die Texte. 

Meine Beiträge sind ab sofort wieder nur auf meiner Facebokseite 'Bembelfan' zu sehen. by @granus_64
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3 years ago
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„Der größte Feind der Frauenschönheit ist der Alkohol!“

So titelt eine großformatige Werbeanzeige der Georg Schicht AG aus Aussig a.d. Elbe, die am 6. Juli 1907 in der ‚Kur- u. Bade-Zeitung der Österreichischen Riviera‘ erschien.

Weiter heißt es: „Schön sind nur gesunde Menschen. Das gesündeste Getränk ist Ceres-Apfelsaft“. Aha…

Im ‚Polaer Tageblatt‘ vom 19. März 1907 erschien folgender Artikel: „Keine nervösen Menschen mehr. Man frage den Arzt, er wird es bestätigen, daß ein Gläßchen ‚Ceres-Apfelsaft‘ zu jeder Mahlzeit die Gesundheit des Kindes außerordentlich festigt. ‚Ceres-Apfelsaft‘ ist flüssiges Obst. Ohne jede Beschwerde gehen die köstlichen Nährstoffe des Apfels in den kindlichen Körper über, heben Appetit, erleichtern die Verdauung und stärken die Nerven in ganz außerordentlicher Weise. Dasselbe gilt von allen nervösen Menschen. ‚Ceres-Apfelsaft‘ ist zugleich Nähr- und Heilmittel.“ 

In der römischen Götterwelt war ‚Ceres‘, Tochter der Ops und des Saturns, zuständig für Ackerbau und Fruchtbarkeit, sowie die Gesetzgebung. Die alten Griechen nannten sie ‚Demeter‘. 

Wie ich darauf komme? Auslöser war auch hier wieder ein Zufallsfund, ein kleines Stückchen buntes Papier, genauer gesagt eine Reklamemarke der Firma Schicht. 🙂 by @granus_64
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3 years ago
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Na, wer hat ihn erkannt?

Der fröhliche Geselle ist Otto Höpfner im Alter von 33 Jahren. Angeblich ist dies das erste Foto, das ihn in seiner Rolle als Fernsehwirt der HR-Unterhaltungssendung 'Zum Blauen Bock' zeigt. Entstanden ist das die Aufnahme 1957 in der Apfelweinwirtschaft 'Dauth Schneider' in Sachsenhausen. Die damalige Wirtin Berta Dauth (die "Dicke Berta") wurde damals gleich mitendeckt und fungierte als echte Wirtin der Sendung, blieb jedoch meist im Hintergrund. 

Otto Höpfner wurde am 6. November 1924 in Mainz geboren. Nach seiner Metzgerlehre und einer kurzen Tätigkeit im Betrieb der Eltern wechselte Höpfner in die Unterhaltungsbranche. Er nahm Gesangs- und Klavierunterricht, trat in der Mainzer Fastnacht auf und gewann 1952 einen Ansagerwettbewerb des Hessischen Rundfunks (HR). Beim Radio präsentierte er ab 1952 den „Frankfurter Wecker“, mit dem er große Popularität erlangte. So wurde er dann 1957 Moderator der volkstümlichen Fernsehshow „Zum Blauen Bock“, einer virtuellen Gaststube, in die er Small-Talk-Gäste einlud. Ende der 1950er Jahre war er als erster Wirt dieser Sendung einer der bekanntesten TV-Stars in Deutschland. Wegen eines Honorar­streits mit dem HR gab er die Sendung 1966 an Heinz Schenk ab, was er später als großen Fehler bezeichnete. Nach einem kurzen Zwischenspiel beim WDR nahm er beim ZDF eine dem Blauen Bock ähnliche Sendung namens „Stelldichein beim Wein“ an. Seine neue Sendung blieb erfolglos und wurde daraufhin nach dreizehn Sendungen abgesetzt. Höpfner entließ man, sodass er seine Fernsehkarriere 1969 beenden musste. Danach arbeitete er als Conférencier bei Modenschauen, trat bei Volksfesten, Kaffeefahrten und Betriebsfeiern auf, machte Kabarett und spielte Theater. 1972 kehrte er noch einmal kurz zum Fernsehen zurück: Er leitete die Mainzer Fernsehfastnachtssitzung Mainz wie es singt und lacht; dieser Versuch, Elemente der zeitgenössischen Unterhaltungskultur in die Fernsehfastnacht einzuführen, stieß aber bei Kritikern und Publikum nur auf Ablehnung. Höpfner verstarb am 31. Januar 2005 in Paris.

Etwas verband Otto Höpfner mit seinem Nachfolger Heinz Schenk: Beide mochten keinen Apfelwein 😳 by @granus_64
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3 years ago
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Wer kennt ihn noch? 

Das Foto habe ich in den Tiefen meiner Sammlung gefunden...🙂 by @granus_64
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3 years ago
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Heute und morgen bin ich im Außeneinsatz. Deshalb gibt es erst am Freitag wieder was Neues 🤓 by @granus_64
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3 years ago
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Noch einmal die Straßenbahn

Die Aufnahme auf dieser Karte konnte ich mit Expertenhilfe und eigener Recherche auf den Zeitraum zischen 1899 und 1905 eingrenzen. Entscheident hierbei war die abgebildete Straßenbahn. 

Vielleicht interessiert es Euch, wieviel Spürsinn es braucht, um hier zu einem Ergebnis zu kommen.  Dann schaut doch mal bei Facebook: https://www.facebook.com/Bembelfan . Der Beitrag ist leider zu umfangreich für Instagram 😕 by @granus_64
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3 years ago
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Auf vielen alten Postkarten aus Frankfurt ist die Straßenbahn zu sehen, auf die man zu Recht stolz war. Seit 1899 rattert sie auf einem statig wachsenden Liniennetz durch die Stadt. Zeit, ihr mal einen kleinen Beitrag zu widmen. 

Auf dieser Postkarte (vermutlich um 1930) ist rechts die Linie 8 zu erkennen, die damals zwischen der Rat-Beil-Straße und dem ‚Riedhof‘ verkehrte (über Hauptwache, Schauspielhaus und Südbahnhof). Es handelt sich um Fahrzeuge der Baureihe „C“ , die bereits ab 1913 im Dienst waren. Die 12.4 t schweren Triebfahrzeuge ohne fest eingebauten Frontscheinwerfer verfügten über ja 18 Steh- und Sitzplätze und wurden von zwei Elektromotoren á 60 PS (44 Kw) angetrieben. Neben den 30 Triebwagen gab es 250 unmotorisierte Beiwagen, die auch mit Triebwagen anderer Baureihen kombiniert wurden. Charakteristisch waren die vier Fenster des Fahrgastraums. In der Mitte befanden sich zwei breite, vorne und hinten je ein schmales Fenster. Ende 1959 wurden alle Fahrzeuge der Baureihe „C“ ausgemustert, da sie aufgrund fehlender Magnetschienenbremsen nicht mehr im Personenverkehr eingesetzt werden durften. 

Links im Bild ist eine Kombination aus einem Triebwagen der Baureihe „F“, einem F- und einem C-Beiwagen zu sehen. Von der Baureihe „F“ wurde 1925/1926 je 50 Trieb- und Beiwagen beschafft.  Im Vergleich zu den Vorgängerbaureihen fielen die Fahrzeuge deutlich größer und komfortabler aus, was ihnen in der Bevölkerung den Spitznamen „Pullmanwagen“ einbrachte. Während die Aufbauten der „F“-Fahrzeuge üblicherweise aus Holz waren, wurden 10 Triebwagen (Nr. 401 – 410) aus genietetem Stahlblech gefertigt, weshalb sie spöttisch als „Panzerwagen“ bezeichnet wurden. Die Baureihe „F“ wurde erst ab 1972 ausgemustert und durch die Baureihe „P“ ersetzt. 

Übrigens: 1935 erwarb die Stadt Frankfurt vier offene „Sommerwagen“ aus Bad Homburg, die im Ausflugsverkehr auf den Strecken nach Bergen und Schwanheim eingesetzt wurden. Mit der offenen Bimmelbahn zum Ebbelwoi auf dem Wäldchestag - schade eigentlich, dass es sowas schönes heute nicht mehr gibt. 

Vielen Dank an Frank Nagel vom @Verkehrsmuseum Frankfurt am Main, der mir wichtige Hinweise gegeben hat. by @granus_64
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3 years ago
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Die 'Alte Brücke' war und ist die wichtigste Verbindung zwischen der Frankfurter Kernstadt und dem Apfelweinviertel in Alt-Sachsenhausen. 

Erstmals urkundlich erwähnt wird die 'Alte Brücke' im Jahr 1222. Im Laufe ihrer wechselvollen Geschichte wurde sie mindestens 18 mal zerstört und wieder aufgebaut. Auch die Bebauung der Brücke änderte sich stetig. 1306 werden zwei Brückentürme erwähnt, Anfang des 14. Jahrhunderts gab es eine kleine hölzerne Kapelle auf der Brücke und von 1499 bis 1569 das "Rattenhäuschen". Da die Rattenplage in der Stadt überhand genommen hatte, zahlte man den Bürgern für jeden getöteten und beim "Rattenmesser" im "Rattenhäuschen" abgegebenen Nager einen Heller. Es hält sich das Gerücht, dass einige findige Bürger eifrig Ratten züchteten, um so ihr Einkommen aufzubessern.

Nicht zu vergessen die Brückenmühlen. Die erste entstand im Jahr 1411 und war bis zu ihrer Zerstörung durch die Schweden (1635) die größte Mühle der Stadt. Danach entstanden zwei kleinere Mühlen, die immer wieder zerstört und wieder aufgebaut wurden. Zwischen 1856 und 1858 wurde die westliche Brückenmühle durch ein dampfbetriebenes Pumpwerk ersetzt, das bis 1890 die sachsenhäuser Gärtnereien mit Wasser versorgte. Die östliche Mühle fiel 1914 dem Abriss und Neubau der Alten Brücke zum Opfer. 

Und das war nur ein kleiner Teil der Geschichte der Alten Brücke. Schon spannend, welch geschichtsträchtigen Boden man auf dem Weg zum Ebbelwoi betritt. 🙂 by @granus_64
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3 years ago
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Was stellt ihr am Wochenende an? Vielleicht einen Ausflug in die "Aeppelwoistadt Frankfurt-Sachsenhausen"?

Wie auch immer, viel Spaß und ein schönes Wochenende! 🙂 by @granus_64
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3 years ago
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Mit dieser Postkarte von 1904 geht ein Apfelweinseeliger Gruß nach Seckbach 🙂

Leider konnte ich bislang weder das "Gasthaus zur neuen Anlage", noch den Betreiber "Philipp Goldschmidt" oder seinen Vorgänger "Ferdinand Kühn" in den alten Adressbüchern finden. Die Suche dort ist halt auch sehr mühsam.

Wie immer gilt: Falls jemand jemanden kennt, der sich erinnert... 😉 by @granus_64
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3 years ago
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"Pack die Badehose ei, ´s gibt im Schwimmbad Ebbelwoi, lala la lala la..." (singing) 😅 

Als Kelterer muss man flexibel sein. So wie die Kelterei Heil  in Laubuseschbach. Was war passiert?

In den 1970er Jahren gab es so viele Äpfel, dass die Lagertanks bei Heil nicht ausreichten. Kurzerhand wurden im Baumarkt 3 handelsübliche Swimming-Pools á 60.000 Liter besorgt, auf der Wiese hinter dem Kelterhaus aufgebaut und mit einer lebensmittelechten Plane ausgelegt.

Der Apfelsaft wurde in ‚normalen‘ Tanks vergoren und dann als junger Apfelwein in die Pools gepumpt. Danach kam wieder eine lebensmittelechte Plane als ‚Deckel‘ obendrauf und zusätzlich noch eine schwere Plane zum Schutz vor Beschädigungen. Regen und das Eigengewicht der Planen sorgte dafür, dass sie direkt auf dem Apfelwein auflagen und ihn so vor Schmutz und vor allem Sauerstoff schützten. Ein Kontakt mit der Luft wäre bei der großen Oberfläche sonst zum Problem geworden. Schlimmstenfalls wäre der Apfelwein verdorben. Im Winter bildeten sich dicke Eisplatten, die den Apfelwein zusätzlich schützten. Im Frühjahr wurde dann alles wieder in die freigewordenen Tanks im Keller gepumpt. In der Spitzenzeit waren 6 Pools á 40 - 60.000 Liter im Einsatz.

Martin Heil erinnert sich: „Ich glaube nur einmal wurde eines der Becken im Sommer wirklich mit Wasser gefüllt, für uns Kinder, also meinen Bruder Christof und mich und natürlich die Nachbarskinder. Das war aber wohl viel Arbeit und wurde dann wieder eingestellt. Im Freibad gab es ja auch Wasser, dazu aber noch Eis, einen Tischkicker und Fruchtgummis 😊 was dann ja auch ein Argument von unserer Seite für das „richtige“ Schwimmbad war.“ 

Mit Fertigstellung der neuen Lagertanks (auf dem Foto ist die Baustelle zu sehen) endete dann die Ära der „Apfelwein-Pools von Laubuseschbach“.

Danke an Martin Heil für diese schöne Erinnerung und die beiden einzigen erhaltenen Fotos. by @granus_64
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3 years ago
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Liebe Grüße gehen heute nach Enkheim!

Die Postkarte gewährt uns einen Einblick in die Gaststätte "Frankfurter Hof". Als Besitzer ist "Kath. Forbach Wwe. Erben" angegeben. 

Das Alter der Karte ist leider unbekannt. Da Enkheim zur Gemeinde Bergen gehörte und diese erst 1936 in "Bergen-Enkheim" umbenannt wurde, vermute ich, dass die Karte vor 1936 entstanden ist.

Auf der Rückseite findet sich folgender Spruch:

"De Frankfurter Hof häj irm Enkemer Sand
Unn Schmus häj vun Enkem sein weltweit bekannt!" 

Kennt jemand noch den alten "Frankfurter Hof", die Familie Forbach oder den Fotograf Heinrich Oppermann aus Bergen? Ich bin wie immer für Hinweise sehr dankbar! by @granus_64
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3 years ago
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