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Auf dem Heimweg entdecke ich auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine Filiale des legendären Billig-Kaufhauses Don Quijote, das die Japaner kurz Donki (ドンキ) nennen. 
Weil sich die Gelegenheit so perfekt ergibt und ich natürlich neugierig bin, beschließe ich KURZ reinzuschauen. 😂😅😂
Die ohrenbetäubende Geräuschkulisse ist kaum auszuhalten und ich ärgere mich, dass ich meine Kopfhörer nicht dabei habe. Teilweise dröhnen 3 verschiedene Werbevideos gleichzeitig auf diversen Bildschirmen, ein Werbejingel jagt den nächsten… es ist die absolute Shoppinghölle! Doch sie hat mich voll in ihren Bann gezogen und so stöbere ich mich von Stockwerk zu Stockwerk - ich glaub es waren 5. 
Man bekommt hier wirklich ALLES, Lebensmittel, Kosmetik, Haushaltswaren, Klamotten, Elektronik… und sogar Goldschmuck! 
Für gefärbte Kontaktlinsen, die bei Japanerinnen total beliebt sind, gibt es sogar einen eigenen Counter. 
Der Star der Kette ist das Firmenmaskottchen - ein kleiner blauer Pinguin mit roter Nachtmütze, der für jede ‚Abteilung‘ in anderer Aufmachung auf große Schilder gezeichnet ist (schaut aus wie mit dicken Filzern handgezeichnet!). 
Könnt ihr alle Abteilungen erkennen? 😅Natürlich gibt‘s den Donki-Pinguin auch zum Basteln, Ausmalen, als Plüschtier… und einen eigenen Song hat er natürlich auch - voll der Ohrwurm, oder!?
Ca 1,5 Stunden später taumel ich einem Nervenzusammenbruch nahe wieder aus dem Geschäft und bin froh, durch den normalen Großstadtlärm nachhause gehen und total erschöpft ins Bett plumpsen zu können. 
Was für ein Tag voller Gegensätze!

#donki #donquijote #shopping #höllehöllehölle #einkaufenderanderenart #donpen #graphics #hiroshima #japan #japantraveller #solotraveller #japanlover taken in Hiroshima by @julieislila
6
a year ago
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Die heimlichen Stars von Shukkeien hab ich euch im letzten Reel unterschlagen - die berühmten Koi-Karpfen! 
Am Eingang zum Garten gibt es eine Box, in der Säckchen mit Karpfen-Futter vorbereitet ist. Man schmeißt 100 Yen in die Dose daneben, holt sich ein Sackerl heraus und schon kann‘s losgehen. 
Würde bei uns nie funktionieren dieses System, aber in Japan klappt das mit dem Vertrauensprinzip. 
Im großen Teich gibt es nicht nur die springenden Fische, die sich nicht von mir filmen lassen wollten, sondern auch Schildkröten und eine gewaltige Menge an Koi-Karpfen in allen möglichen Farben. 

Die verschiedenen Farben haben spezielle Bedeutungen - goldene Kois stehen für Wohlstand, schwarze für Überwindung von Schwierigkeiten, und rote für Liebe und Leidenschaft.​​​​​​​​​​​​​​​​ 
Sie werden prinzipiell als Glücksbringer betrachtet und sollen Reichtum ins Haus bringen. 
Seit etwa 1870 wurden Koi in Japan von Adeligen als Statussymbole gehalten und gezüchtet. 
Sie können je nach Körperbau, Zeichnung und Hautqualität Preise bis in den fünfstelligen Eurobereich erzielen. Inzwischen ist die Koizucht auch in Europa sehr beliebt.

Die großen Fische haben eine Lebenserwartung von bis zu 60 Jahren und erreichen ein Gewicht von bis zu 24 kg bei einer Körperlänge von bis zu einem Meter.

Das Gewurdel im Teich ist schön anzuschauen! Wie kleine Staubsauger gehen die Mäuler auf und zu in der Hoffnung etwas Futter zu erwischen. Dass ihnen vor lauter Gier die Augen so hervorquellen, ist weniger schön zum Anschauen. 🤣 Aber es macht trotzdem Spass sie zu füttern und ihnen zuzuschauen. Schon ein bisschen kontemplativ. 

#shukkeien #koi #carp #carppond #blubblub #beautifulcolours #goodluck #happytime #hiroshima #japan #solotraveller #japantraveller #japanlover taken in Shukkeien Garden by @julieislila
11
a year ago
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Am späten Nachmittag zieht es mich zur Abwechslung mal wieder in einen Garten. 
Auf dem Weg dahin, komme ich an einem der höchsten Wolkenkratzer in Hiroshima vorbei und muss mich fast auf die Straße legen, um ihn ganz aufs Foto zu bekommen. 😅

Noch ein paar Minuten weiter und ich schlüpfe durch das Tor zum Garten und mit einem Schlag entkomme ich dem Großstadtlärm. 
Shukkeien (縮景園) ist ein typischer Daimyō-Garten, ein Wandelgarten, der verschiedene japanische Landschaften auf kleinem Raum abbildet.
Seine Geschichte reicht bis ins Jahr 1620 zurück - er wurde kurz nach der Fertigstellung der Burg von Hiroshima angelegt. 
Einen guten Kilometer vom Einschlagsort der Atombombe entfernt, löschte die Detonation auch hier die vielfältige Vegetation aus und vernichtete die reizvoll angelegten Miniaturlandschaften mit einem Schlag. 
Viele Einwohner Hiroshima suchten in der Feuersbrunst nach dem Bombenabwurf am großen Teich des Parks Zuflucht. Da medizinische Hilfe jedoch viel zu spät zu ihnen durch kam, überlebten sie nicht und wurden im Park begraben.  Ein Mahnmal gedenkt den vielen unschuldigen Opfern. 

Ein großer Gingko-Baum überlebte die Katastrophe - der alte Baum wird bis heute liebevoll gehegt und gepflegt. Was mag der schon alles mitgemacht haben?

In den 1950ern wurde der Park neu angelegt und ist heute eine beliebte Oase der Ruhe und des Friedens.
Der Weg führt rund um den idyllischen See in der Mitte des Gartens, jede Wegbiegung eröffnet einen neuen Blickwinkel und enthüllt eine eigene Pflanzenwelt. 
So durchquere ich Täler, gehe über Brücken, erklimme einen Berg und erreich als Höhepunkt einen kleinen Bambuswald.
Da ich den berühmten, großen Bambuswald Arashiyama in Kyoto nicht geschafft habe, freue ich mich umso mehr, dieses kleine Wäldchen nun ganz für mich allein zu haben. 
Als um 18 Uhr zur Schließung des Gartens über Lautsprecher ‚Auld Lang Syne‘ erklingt und die Sonne hinter den angrenzenden Hochhäusern verschwindet, ist die Stimmung fast magisch und ich gehe ganz beseelt in Richtung Bushaltestelle.

#shukkeien #japanesegarden #damyo #carppond #garden #peaceful #gingko #landscapegarden #hiroshima #japan #japantraveller #solotraveller #japanlover taken in Shukkei-en by @julieislila
6
a year ago
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Wie auf dem ersten Bild (Luftaufnahme von googleearth) gut zu sehen ist, liegt Hiroshima im Mündungsgebiet von 5 Flüssen an der Seto-Binnensee. 

Aufgrund dieser engen Verbindung zum Wasser bot die Stadt seit jeher ideale Bedingungen für die Karpfenzucht und wird deswegen auch als Karpfenstadt (鯉の街, Koi no Machi) bezeichnet.

Der Karpfen ist jedoch nicht nur eine lokale, kulinarische Delikatesse, sondern gilt in ganz Japan als Symbol für Ausdauer, Stärke, Entschlossenheit und Glück. 
Alles Eigenschaften, mit denen sich Hiroshima im Zuge des Wiederaufbaus nach 1945 und auch heute noch identifiziert.

Ich spaziere zum Areal von Hiroshima Castle, auch Karpfenburg (rijō) genannt, welches von einem breiten Wassergraben umgeben ist (ursprünglich waren es sogar 3!).
Wie so Vieles wurde auch die mächtige Burg nach 1945 wieder aufgebaut, von anderen Gebäuden sieht man lediglich einige Überreste. 

Im Inneren der Burg ist ein Museum untergebracht, das die Geschichte Hiroshimas zeigt und wenn man die 5 Geschosse über steile Treppen erklommen hat, bietet sich in 39 m Höhe als Belohnung ein toller 360-Grad-Blick über die Stadt. 

Der Gogoku-Schrein, der gleich nebenan liegt, wurde ebenfalls wieder aufgebaut und erfreut sich bei den Einheimischen großer Beliebtheit. 
Hier dreht sich alles um den Karpfen. Ob auf den Votivtafeln, als Orakel in Keramikform, als Glücksbringer aus Papiermaché oder als große Bronze-Statue, die man für Glück tätscheln muss. 

All die Karpfen bringen mir sofort Glück, denn es kommt ordentlich Wind auf und so flattern die großen Koinobori (鯉のぼり), die traditionellen japanischen Karpfenfahnen, am Eingang besonders schön. 

Da die Koinobori zu Ehren des Kindertages nur während der Golden Week aufgehängt werden, habe ich gleich nochmal Glück. 
Sie symbolisieren die Familie, wobei der schwarze Fisch für den Vater steht, der rote für die Mutter und der blaue für die Kinder. 

Ich freu mich über so viel Glück und was soll ich sagen… beim Verlassen des Burggeländes seh ich auch noch eine 3-farbige Glückskatze auf der Mauer. Das nehme ich als gutes Omen für meine weitere Reise!

#hiroshimacastle #gogokushrine #koi #koinobori #luckycat #japan taken in Hiroshima Castle by @julieislila
8
a year ago
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Durch den stimmungsvollen Vorabend behutsam auf das Thema eingestimmt, starte ich den 2. Tag in Hiroshima mit einem Besuch im Friedensmuseum. 

Tief berührt, bedrückt, beschämt, erschüttert und mit Tränen in den Augen gehe ich durch die dunklen Räume, die Triggerwarnung am Eingang hängt dort nicht umsonst. Aber so war es, das Alles ist diesen unschuldigen Menschen in dieser schönen, prosperierenden Stadt genau so passiert und damit muss man sich auseinandersetzen, auch wenn es wirklich weh tut hinzuschauen. Wenn jeder Besucher dadurch kapieren würde, dass es so etwas NIE WIEDER geben darf, wär schon Einiges erreicht. 
Aber die Menschenmassen aus aller Welt fotografieren und filmen auch das grausamste Foto oder Exponat anstatt einfach nur zu fühlen. Und nicht Wenige haben auch noch ihre kleinen Kinder dabei… 🙄

Ich freu mich, wieder ans Tageslicht zu kommen und schlendere nochmal durch den Peace Memorial Park. Nun erkennt man noch besser, dass der Park so angelegt wurde, dass alle wichtigen Mahnmale auf einer Achse liegen. 

Auch wenn die Geschichte von Sadako, dem Mädchen, dem das Childrens Peace Memorial gewidmet ist, sehr traurig ist, stimmen mich die abertausenden bunten, aus Origami-Papier gefalteten Kraniche (japan. sembazuru) in den Schaukästen rund um das Denkmal wieder fröhlich! Kinder aus der ganzen Welt schicken sie als Friedenswunsch nach Hiroshima - mögen all ihre Wünsche in Erfüllung gehen! 

Am Fluss umrunde ich den genbaku dōmu (auch a-bomb dome) und grusel mich bei dem Gedanken daran, dass man sich hier nur etwa 160 m von der Einschlagstelle der Bombe befindet. 
Das Gebäude ist eines der wenigen Häuser, die nicht komplett zerstört wurden und war damals eine Ausstellungshalle der Industrie-und Handelskammer von Hiroshima, gebaut von einem tschechoslowakischen (!) Architekten. 

Die Promenade des Friedens setzt die Blickachse fort und ich beschließe ihr zu folgen, um noch mehr von Hiroshima zu erkunden. 

#hiroshimapeacememorial #hiroshimapeacemuseum #childrenspeacemonument #origamikraniche #sadakoandthethousandpapercranes #papercranes #sembazuru #genbakudome #peace #niewieder #hiroshima #japan #japanlover #japantraveller #solotraveller taken in Hiroshima National Peace Memorial Park by @julieislila
12
a year ago
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Auf dem Rückweg von Miyajima nach Hiroshima beschließe ich, noch kurz beim Friedenspark vorbeizuschauen. 
Und was soll ich sagen… eine der besten Entscheidungen überhaupt! 
Die blaue Stunde gilt nicht ohne Grund als magisch und ist so der perfekte Zeitpunkt, um sich andächtig und in aller Stille auf den Besuch des Friedensmuseums am nächsten Tag einzustimmen. 
Was auch immer mich da erwartet, ich weiß jetzt schon, dass es mich sehr mitnehmen wird, mich mit dem grauenvollen Schicksal dieser wunderschönen Stadt und ihrer Bewohner zu beschäftigen. 

Es sind nur wenige Leute in dem herrlichen Areal unterwegs und so lausche ich fast alleine dem wunderbaren Konzert der Frösche, die im Becken rund um die Flamme des Friedens aus vollem Hals quaken - quasi ‚croacking for peace‘! 
Die Flamme brennt seit 1964 ohne Pause und lodert so lange weiter, bis es keine Atomwaffen mehr auf der Welt gibt…
Mit einem ordentlichen Kloss im Hals setze ich mich an den Fluss und wünsch mir einfach nur Eines… FRIEDEN! 🕊️🕊️🕊️

#hiroshima #peacepark #peaceclock #monumentforthechildren #eternalflame #abombdome #cenotaphfortheabombvictims #peacemuseum #gatesofpeace #bluehour #magicalmood #peacefulplace #peace #frogscroakingforpeace #nomorewars #neveragain #japantraveller #solotraveller #japan taken in Hiroshima National Peace Memorial Park by @julieislila
6
a year ago
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Die Insel Miyajima gehört zu den drei „schönsten Landschaften Japans“ (= nihon sankei 日本三景). 
Diese zu nihon sankei erkorenen Gegenden sind so atemberaubend schöne Küstenlandschaften, dass sie die japanische Kunst, insbesondere Poesie und Malerei, über Jahrhunderte hinweg inspiriert haben. 

Der zum Weltkulturerbe gehörende Itsukushima Schrein mit seinem bei Flut wie auf dem Wasser schwebende roten O-torii ist wohl eines der meistfotografierten und bekanntesten Motive Japans. 
 
Bei Ebbe ist das über 16 m hohe Tor frei zugänglich und man kann vom Strand aus hinlaufen und es von Nahem bewundern. Gewaltig, wenn man direkt drunter steht! 
Der Schrein, der einer Gottheit gewidmet ist, die vor Meereskatastrophen und Krieg schützt, wurde angeblich bereits 593 erbaut. 
Die komplette Insel galt als so heilig, dass sie vom  Schrein komplett abgegrenzt wurde, damit niemand ihren heiligen Boden beschmutzen konnte. 
Deswegen auch der Eingang durch das vor der Insel stehende Torii. 
Auch die vielen Gebäude des Schreins sind als Pfahlbauten über dem Wasser errichtet und über Stege miteinander verbunden, was bei Flut besonders reizvoll wirken muss. Auf meinen Fotos fehlt das Wasser, weil Ebbe war. 
Als nachmittags langsam das Wasser zu steigen begann, saß ich schon faul am Strand und beobachtete, wie auch die letzten Touristen dem Ozean weichen mussten und das Torii in der untergehende Sonne zu „schwimmen“ begann. 
Welch gute Idee, den ganzen Tag auf der Insel zu verbringen und so das Torii bei Ebbe und Flut erleben zu können. 
Ws für ein herrlicher Tag! 
さようなら宮島 - sayōnara miyajima - ich hoffe, ich komme mal wieder! 

#miyajima  #otorii #itsukushima #floatingtorii #ebbe #flut #lazydaybythesea #seelebsumelnlassen #niceview #stunningview #justlooking #sittingwaitingwatching #sundown #japanlover #japantraveller #solotraveller #japan taken in Itsukushima Shrine, Miyajima Island, Hiroshima, Japan by @julieislila
12
a year ago
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In der Dämmerung geht es zurück hinunter in die Stadt. 
Kaum sind die Touristenmassen verschwunden, kommt der Charme des alten Higashiyama-Viertels mit seinen schmalen, gepflasterten Gassen richtig zur Geltung. 

Obwohl meine Füsse schon sehr, sehr müde sind, nehm ich nicht den direkten Weg den Berg hinunter, sondern biege rechts ab, um in das Flair des alten Kyoto mit seinen traditionellen Machiya-Holzhäuser und die friedliche Abendstimmung einzutauchen. 
Diese typischen Stadthäuser Kyotos versetzen einen direkt in die Edo-Zeit (1603-1868) zurück. 

Doch nicht nur die Gassen haben es mir angetan. Schon beim Aufstieg zum Tempel hab ich gesehen, dass in nicht allzu großer Entfernung eine Pagode zu sehen ist. Da will ich auch noch hin - schließlich ist es der letzte Abend in Kyoto und auch wenn‘s anders wirkt - erst 19 Uhr. 

Ein paar der netten Geschäfte mit ihren ästhetisch gestalteten Auslagen haben noch geöffnet und ich kaufe ein paar Souvenirs. 
Die Gruppe Japanerinnen mit ihren hübschen Kimonos macht die Szenerie perfekt. 
Ob das echte Geishas sind? 

Die fünfstöckige Yasaka-Pagode (46 m hoch) ist natürlich ein beliebtes Fotomotiv und an den besten Fotospots kommen nun doch noch einige Touristen zusammen, aber die paar Knipser sind gut auszuhalten. 

Die fünf Stockwerke symbolisieren die 5 Elemente Erde, Wasser, Feuer, Wind und Raum, die im japanischen Buddhismus als die Grundbausteine des Universums gelten. 
Schon ziemlich beeindruckend, wenn man bedenkt, dass die Wurzeln dieser Pagode auf das Jahr 592 zurückgehen (die heutige Struktur ist von 1440).

Ich bin froh, diesen Spaziergang noch gemacht zu haben - ein friedlicher Abschluss der 2 Tage in Kyoto. 
Jetzt aber nix wie heim ins Hotel und alle Vier von mir strecken. Morgen geht‘s weiter nach Hiroshima!! 
Ich hoffe, ihr seid mit dabei😉

#ninenzaka #sannenzaka #higashiyama #machiya #kyoto #yasakapagoda #pagode #abendstimmung #dämmerung #traditionalkyoto #japantraveller #japanlover #solotraveller taken in Higashiyama-Ku, Kyoto by @julieislila
9
a year ago
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Nach der ausgiebigen Wanderung auf den heiligen Mount Inami mit seinen tausenden Torii muss ich mich nun etwas beeilen, um noch mehr von Kyoto zu entdecken. 
Mit dem Bus geht‘s weiter zu einem weiteren Highlight - dem Kiyomizu dera.
Eigentlich hab ich keine große Lust mehr auf bergauf, aber da das Wetter inzwischen besser ist, erhoffe ich mir einen schönen Blick über die Stadt. 
Wo es lang geht, ist unschwer zu erkennen… immer den Horden hinterher, die Straße mit Souvenir- und Snackgeschäften den Berg hinauf. Die Gegend gefällt mir, die Menge an Touristen weniger. 
Doch der Aufstieg lohnt sich und der Blick über die Stadt von der Tempelterrasse aus ist wirklich fantastisch. Unterstützt von einer traditionellen japanischen Holzkonstruktion ohne Verwendung von Nägeln schwebt sie 13 Meter über dem Boden. 

Die riesige Tempelanlage ist nach dem Wasserfall benannt, der von den nahen Hügeln herunterkommt – kiyoi mizu (清い水) bedeutet wörtlich ‚reines Wasser‘.
Ich begnüge mich mit dem frei zugänglichen Bereich rund um das große Niomon-Tor, den Glockenturm und die 3-stöckige Pagode und genieße lieber den tollen Blick und das interessante Licht beim Sonnenuntergang. 
Ist der geschnitzte Elefant auf dem Querbalken nicht entzückend? 🥰
Um Punkt 18 Uhr werden auch hier die Pforten geschlossen. Wiedermal als Letzter schieß ich noch ein paar Fotos ohne viele Menschen und dann ist auch schon die Absperrkette und das Closed-Schild vor dem  großen Tor.
#kiyomizudera #buddhisttemple #kyoto #japan  #greatview #cityview #stunning #japanlover #japantraveller #solotraveller #müdefüsse taken in 清水寺 Kiyomizu-dera, Kyoto by @julieislila
13
a year ago
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Neben den orangeroten Torii sind die unzähligen Fuchs-Statuen die Symbole eines jeden Inari Schreins. 

Schon die Farbe der Torii ist ein Hinweis darauf, dass die hier verehrte Gottheit Inari mit Füchsen in Verbindung gebracht wird, was auf eine alte Legende zurückgeht. 
Demnach kam Inari während einer Hungersnot auf einem weißen Fuchs vom Himmel herab. Sie brachte Reiskörner mit, welche in einem Sumpfgebiet ausgesät wurden und wuchsen. Das erklärt auch, warum Inami von da an als Reis-Gottheit verehrt wird.
Bei den Wächterfiguren neben den Torii handelt es sich also um heilige, weiße Füchse (japan. kitsune), die sich durch ihre besondere Farbe von den gewöhnlichen, „weltlichen“ Füchsen unterscheiden und übernatürliche Kräfte haben. 
Meist stehen die Kitsune in Paaren, ein männliches und ein weibliches Tier, und halten ein Symbol Inaris im Mund oder in den Pfoten - Reisgarbe, Wunsch-Edelstein oder Dharma-Schlüssel. 
Auf manchen Darstellungen verdickt sich auch ihre Schwanzspitze zu einem Wunschjuwel.
Als Zeichen des Respekts werden die Fuchsstatuen von den Gläubigen gern mit roten Lätzchen versehen. Dies ist auch bei anderen Statuen üblich, von denen sich Gläubige direkten Beistand erhoffen. 
Die Farbe Rot soll besonders wirksam zur Abwehr böser Dämonen geeignet sein. 

Ein paar andere Tiere sind mir natürlich auch noch untergekommen. Besonders das ‚Fleißige Bienchen‘ am letzten Foto war lustig - natürlich bekommt man im Schrein auch Pakete geliefert! 😉
#fushimiinari #inari #kitsune #kyoto #japan #japanlover #japantraveller #solotraveller taken in Fushimi Inari Shrine, Kyoto, Japan by @julieislila
3
a year ago
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Am 2. Tag in Kyoto gibts leider Nieselregen. 
Ich fahre zu einem der größten kulturellen und religiösen Wahrzeichen Koytos bzw. Japans, dem Fushimi Inari Schrein (711 gegründet), der der beliebtesten Shinto-Gottheit Inari geweiht ist. 
Alles, was mit Wohlstand oder Glück im Allgemeinen zu tun hat, fällt in ihren Bereich (auch Reis und Sake!).
 
Weltberühmt ist die Anlage für die orangeroten Torii, die man vom Hauptschrein den heiligen Berg Inariyama hinaufwandern kann. 
Ich frage mich: „Wer hat die da alle hinaufgeschleppt und wie zu den beeindruckenden Tunneln aufgereiht?!“ Unfassbar! 

Die Menschenmassen, die die Tore verstopfen, gehen mir auf die Nerven und so beschließe ich die komplette Wanderung zu machen, in der Hoffnung, dass es oben am Berg nicht mehr ganz so voll ist. 

So stapfe ich Stufe für Stufe dem Gipfel entgegen und versuche trotz der vielen Leute, meine Wanderung zu genießen. Denn eigentlich sollen die Torii die Portale zur heiligen Welt darstellen und sind Teil einer Pilgerreise. In diese Stimmung versuche ich zu kommen. 
Die Farbkombination aus dem üppigem Grün des Waldes und dem leuchtenden Orangerot der Torii  fasziniert mich. 
Von abseits des Weges betrachtet schaut es so aus, als würde sich eine orange Schlange durch die üppige Vegetation des Waldes bergauf schlängeln. 
Auf dem Weg nach oben kommt man an kleineren Schreinen und zahlreichen Steinaltären (Otsuka) vorbei, die üppig mit kleinen roten Torii geschmückt sind, welche man stiften kann. Die großen übrigens auch, ab 400.000 Yen ist man dabei, Wartezeit derzeit 3 Jahre. 

Auf der Spitze des heiligen Berges befindet sich schließlich der Schrein Ichi-no-mine, der das Allerheiligste zeigt, einen Spiegel. 
Den hab ich nicht wahrgenommen und überhaupt ist der Gipfelbereich ein ‚ziemlicher Verhau‘ (wie der Österreicher sagt). Wirkt eher wie ein Lagerplatz für die kleinen Torii… naja. Dafür muss man nicht all die Strapazen auf sich nehmen. 
ABER… es herrscht Ruhe und auf dem Weg bergab kann ich zeitweise Abschnitte der Torii ganz allein auf mich wirken lassen. Voller Magie und mit exotischem Vogelgezwitscher aus dem Dschungel! 

#fushimiinari #torii #kyoto #japan #solotraveller #japanlover taken in Fushimi Inari Shrine, Kyoto, Japan by @julieislila
7
a year ago
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Am Weg zurück in die Innenstadt, steig ich am Fluss Kamo aus und beschließe zu Fuss zum Hotel zu gehen, um noch den berühmten Nishiki Market anzuschauen. 
Der Markt ist in einer historischen Arkade untergebracht, die 400 m lang, aber nur knapp 4 m breit ist. 
Bereits vor 400 Jahren befand sich an dieser Stelle der Fischmarkt von Kyoto, allerdings unter freiem Himmel. 
Es reiht sich ein kleines Geschäft bzw. Lokal ans andere und es ist ein lukullisches Vergnügen, all die kunstvoll dargebotenen Köstlichkeiten anzuschauen. 
Auch hier bin ich wieder spät dran und einige der Läden sperren gerade zu. Spannend zu sehen, mit welcher Akribie geputzt und wie perfekt alles aufgeräumt wird.
Neben den kulinarischen Köstlichkeiten faszinieren mich die Fahnen und Schilder, die im oberen Bereich der Arkade hängen. Graphic Design können sie schon auch, die Japaner! 😍
Puh, das war ganz schön viel Programm für den ersten Tag in Kyoto.😅
Fast hätt ich zum Schluss mein Hotel nicht mehr gefunden, weil auf den letzten Metern der Akku vom Handy leer war. Hundemüde und erschöpft plumpse ich aber schlußendlich doch in mein Bett. 

#nishikimarket #foodmarket #streetfood #seafood #sushi #delicious #solotraveller #japantraveller #japanlover #kyoto #japan #austrianinjapan taken in 錦市場 (Nishiki Market) by @julieislila
7
a year ago
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