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Dokumentation & Einordnung
öffentlicher Debatten, Dokumente
und Entscheidungen
rund um die Mathildenhöhe Darmstadt.
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Kerstin Lau (Uffbasse) und Justin Krampe (Volt) fordern einen Nachtbürgermeister für Darmstadt. Sie greifen auf, was die Popkultur-Szene schon länger meldet: erschwerter Zugang zur Verwaltung, unklare Zuständigkeiten und zu wenig Wertschätzung.

Wie nötig das ist, zeigt die Main Hall: am Osthang abgebaut, am neuen Standort bis heute nicht wiederaufgebaut. Pop- und Subkultur brauchen mehr Gewicht bei Entscheidungen über ihre Räume und ihre Zukunft.

Eine feste Ansprechperson kann ihren Anliegen in Verwaltung und Politik Gehör verschaffen. Damit sie bereits eine Rolle spielen, wenn über Räume, Geld und Stadtentwicklung entschieden wird.

Quelle:
Finn Holitzka, „Clubkultur: Bekommt Darmstadt bald einen Nachtbürgermeister?“, Darmstädter Echo, 15.10.2026. Titelbild: Screenshot des Artikels, Foto: Sascha Lotz.

#MathildeDiskurs #Darmstadt #Popkultur #Subkultur #Osthang Nachtbürgermeister taken in Mathildenhöhe by @mathildenhoehe.diskurs
15
2 days ago
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Wie viel Gegenwart verträgt das Welterbe?

Wer über den Osthang spricht, sollte auch fragen, welche Kultur dort künftig Platz bekommt. Ein schönes Entree reicht dafür nicht. Die Mathildenhöhe braucht Räume, in denen Menschen selbst Kultur machen können, auch jenseits des vertrauten Geschmacks.

Die Künstlerkolonie brach mit gestalterischen Konventionen und stieß damit auf Kritik. Heute wird dieser Aufbruch bewundert. Den Mut von damals zu feiern, verpflichtet dazu, dem Neuen von heute eine Chance zu geben.

Quellen: Darmstädter Echo, 10.10.2026: Leserbrief „Qualitätsanspruch“ von Martin Müller zum Artikel „Neue Ideen für den Osthang“.

Wissenschaftsstadt Darmstadt, Nikolaus Heiss u. a.: Rahmen-Konzeption Mathildenhöhe, 2009, S. 56. Zur zeitgenössischen Kritik an den Seitenfronten und der Nordseite des Ernst-Ludwig-Hauses.

UNESCO World Heritage Centre: „Mathildenhöhe Darmstadt“, Erklärung zum außergewöhnlichen universellen Wert, insbesondere Kriterien (ii) und (iv).

#Mathildenhöhe #Darmstadt #Osthang #Welterbe taken in Mathildenhöhe by @mathildenhoehe.diskurs
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7 days ago
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Ein Neustart für die Mathildenhöhe. Neue Strukturen, eine Agentur, ein Vermittlungskonzept. Wie die Stadtgesellschaft mitreden soll, erfahren wir im Echo-Artikel vom 8. Oktober nicht.

Dabei werden bereits jetzt Aufgaben und Zuständigkeiten festgelegt. Wer erst später beteiligt wird, darf womöglich noch Wünsche äußern. Worüber überhaupt entschieden werden kann, haben dann längst andere bestimmt.

Beteiligung muss beginnen, solange die Antworten offen sind. Sonst bleibt vom Neustart die alte Einladung: Kommt vorbei, wir erklären euch, was wir beschlossen haben.

Quelle: Janka Holitzka, „Baustopp Mathildenhöhe: Das passiert nun hinter den Kulissen“, Darmstädter Echo, 08.10.2026.

#Mathildenhöhe #Darmstadt #MathildeDiskurs #Bürgerbeteiligung taken in Mathildenhöhe by @mathildenhoehe.diskurs
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8 days ago
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Erst politisch entscheiden, wohin das Geld fließen soll. Dann so tun, als ließe die Förderung keine andere Wahl.

Laut Rathaus war es ein Vorschlag der damaligen Stadtregierung unter OB Partsch, die Bundesförderung überwiegend ins Informationszentrum zu stecken. Dabei galt sie von Anfang an der Entwicklung der Mathildenhöhe als Ganzes.

Ob nun heute eine andere Verwendung genehmigt wird, ist noch offen.

Fest steht: Die damalige Entscheidung für ein Informationszentrum muss politisch begründet und verantwortet werden. Gerade von Hildegard Förster-Heldmann (Grüne), als ein der zentralen Befürworter*innen. Der Verweis auf einen drohenden Geldverlust ersetzt eine Begründung nicht.

Quelle:

Darmstädter Echo, 08.10.2026, „Baustopp Mathildenhöhe: Hinter den Kulissen in Darmstadt, Wiesbaden, Berlin“.

#Mathildenhöhe #Darmstadt #MathildeDiskurs #Stadtpolitik taken in Mathildenhöhe by @mathildenhoehe.diskurs
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9 days ago
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Das Leservoting des Darmstädter Echos ist keine repräsentative Abstimmung. Aber es zeigt, wie viele Ideen für eine kulturell lebendige Mathildenhöhe längst vorhanden sind.

Konzerte, Ateliers, Ausstellungen, eine Freilichtbühne und ein Stadtlabor: Viele Menschen wollen das Welterbe nicht nur besichtigen, sondern selbst mitgestalten.

An Ideen und Engagement fehlt es nicht. Doch Beteiligung bedeutet wenig, wenn die grundlegenden Entscheidungen längst anderswo getroffen werden.

Die Stadt beteiligt zwar die Bürger*innen. Mitentscheiden sollen sie aber lieber nicht.

Quelle:

Janka Holitzka, „Das Leservoting: Das wünscht sich Darmstadt fürs Welterbe“, Darmstädter Echo, 25. September 2026. taken in Mathildenhöhe by @mathildenhoehe.diskurs
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20 days ago
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Warum bleibt Mathilde Diskurs pseudonym?

Vielleicht, weil auf belegte Kritik bisweilen keine Gegenargumente folgen, sondern persönliche Beleidigungen. So wie hier durch einen Stadtverordneten der KADA.

Unsere Pseudonymität ist eine bewusste Strategie zur Entpersonalisierung der Debatte. Entscheidend soll sein, ob unsere Aussagen stimmen und unsere Quellen belastbar sind. Nicht, wer sie veröffentlicht.

Wir dokumentieren Vorgänge, nennen Quellen und machen unsere Kritik überprüfbar. Wer widersprechen möchte, kann sich mit den Argumenten auseinandersetzen.

Wer stattdessen nach der Person hinter dem Account fragt und sie beleidigt, widerlegt unsere Pseudonymität nicht. Er liefert die Begründung dafür. by @mathildenhoehe.diskurs
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23 days ago
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Erst war vom gemeinsamen Wiederaufbau die Rede. Jetzt soll der OHA e.V. die Main Hall offenbar „in eigener Regie“ aufbauen – obwohl sie der Stadt gehört und der ehrenamtlich getragene Verein nach eigener Aussage dafür kein Geld hat.

Besonders bitter: In der Auseinandersetzung um den Osthang blieb der OHA öffentlich auffallend still – offenbar im Vertrauen auf den politisch zugesagten Neustart am Kunstdepot. Die Stadt bekam den Osthang konfliktärmer geräumt. Der Verein bekam eine weitgehend unerschlossene Ersatzfläche, einen Haufen Holz und die Aufgabe, zunächst einmal selbst daran zu scheitern.

Wer sich die Zustimmung eines abhängigen Partners mit politischen Zusagen sichert und sich später auf offene Zuständigkeiten beruft, demonstriert vor allem eines: wie wenig ein Versprechen wert ist, sobald es seinen Zweck erfüllt hat.

Quelle:

Darmstädter Echo, Lars Leitsch: „Darmstadt: Warum baut niemand die Osthang-Halle wieder auf?“, 23.09.2026; Magistratsvorlagen 2025/0180 und 2025/0181; Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung vom 17.09.2026. taken in Mathildenhöhe by @mathildenhoehe.diskurs
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24 days ago
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Aus „mit dem OHA“ wird plötzlich „in eigener Regie“ durch den OHA e.V..

Am 24. Juni 2025 beschloss die Darmstädter Stadtverordnetenversammlung den Abbau und die Zwischenlagerung der städtischen Main Hall. Ihr Wiederaufbau am neuen Standort war Teil des Gesamtkonzepts. Wer ihn organisiert, finanziert und verantwortet, blieb jedoch offen.

Heute nutzt Hanno Benz genau diese Lücke und weist den Wiederaufbau zunächst dem OHA e.V. zu. Die Grünen haben beiden Vorlagen zugestimmt. Mehr als ein Jahr später fragen sie nach, ob das wirklich so vereinbart war.

Benz macht aus einer Lücke eine Zuständigkeit. Die Grünen machen aus ihrer damaligen Zustimmung eine lahme Nachfrage.

Und der OHA e.V. soll nun wiederaufbauen, was die Stadt für ihr Prestigeprojekt abbauen ließ.

Quellen:

Stadtverordnetenversammlung Darmstadt, 24.06.2025, TOP 10, Magistratsvorlage 2025/0180: „Neubau Informationszentrum UNESCO-Welterbestätte Mathildenhöhe und Durchführung eines Planungswettbewerbes zur Gestaltung der Freianlagen“

Stadtverordnetenversammlung Darmstadt, 24.06.2025, TOP 11, Magistratsvorlage 2025/0181: „Nutzung der Freiflächen westlich des Kunstdepots durch den Verein Osthang e. V. für das Nachfolgeprojekt Osthang-West“

Stadtverordnetenversammlung Darmstadt, Fragestunde vom 17.09.2026: Frage von Förster-Heldmann, in Vertretung vorgetragen durch Scholz-Willenbockel; Antwort von Oberbürgermeister Hanno Benz

#Kulturpolitik #Mathildenhöhe taken in Mathildenhöhe by @mathildenhoehe.diskurs
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a month ago
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Emoji-Update für die Mathildenhöhe Darmstadt?

Wir finden: Da wäre für die Mathildenhöhe Darmstadt noch ein bisschen Luft nach oben. 😌
Danke an @heag.mobilo für die schöne Idee! Wir konnten nicht widerstehen und mussten unsere Mathildenhöhe-Version daraus machen.

@echoonline_suedhessen

#MathildenhöheDarmstadt
#UNESCOWelterbe #Jugendstil
#ArtistsColony #Emoji taken in Mathildenhöhe by @mathildenhoehe.diskurs
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a month ago
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Im Artikel der Frankfurter Rundschau vom 13. September 2026 zur Podiumsdiskussion über die Zukunft der Mathildenhöhe steht am Ende ein bemerkenswerter Kontrapunkt.

Aus dem Publikum kommt die Forderung, die Mathildenhöhe auch ohne fertiges Vermittlungskonzept zu „aktivieren“. Die Rundschau erinnert direkt daran, dass genau das am Osthang längst passiert war: Dort gab es bereits Kunst, Subkultur und einen gewachsenen Kulturort.

Hier zeigt sich die Haltung der Entscheider, die zum Osthang Desaster beigetragen hat: Ignoranz gegenüber dem, was längst da war, und die Hybris, gewachsene Kultur erst verdrängen und später per Konzept wieder herstellen zu können.

Lebendigkeit lässt sich nicht einfach wegplanen und anschließend wieder kuratieren. Das lässt sich bei jeder Late Art Veranstaltung des Instituts Mathildenhöhe gut beobachten.

Quelle:

Frankfurter Rundschau, 13.09.2026, „Nach Osthang Desaster: Vage Fragen und Antworten zur Mathildenhöhe“. taken in Mathildenhöhe by @mathildenhoehe.diskurs
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a month ago
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Die Frankfurter Rundschau setzt nach der Podiumsdiskussion zur Zukunft der Mathildenhöhe einen deutlich anderen Akzent als das Echo.

Während man auf dem Podium nach vorn schauen wollte, rückt die Rundschau genau das in den Mittelpunkt, was zu Beginn möglichst ausgeklammert werden sollte: den gerodeten Osthang, die verschwundene Kulturszene und das gestoppte Informationszentrum. 

Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil eingeladen hatte „Wir für Kultur“, mitgegründet von Hildegard Förster-Heldmann, die den bisherigen Kurs auf der Mathildenhöhe und das Informationszentrum über Jahre politisch mitgetragen hat.

Ganz verdrängen ließ sich die jungste Vergangenheit dann doch nicht. Hanno Benz räumte ein, dass Gebäude, Welterbe und bestehende Kultur in der Vergangenheit nicht ausreichend zusammengedacht worden seien. 

Wer über die Zukunft der Mathildenhöhe sprechen will, kommt an der Frage also kaum vorbei, was dort in den vergangenen Jahren verloren gegangen ist, warum das passiert ist und wer dafür politische Verantwortung trägt.

Sonst besteht die Gefahr, dass ausgerechnet diejenigen, die den bisherigen Kurs wesentlich mitgeprägt haben, sich nun selbstverständlich berufen fühlen, auch die Zukunft zu definieren.

Dieser Anspruch zeigt sich bereits in der Veranstaltung selbst. Wer einlädt, wer auf dem Podium sitzt und welche Themen zunächst ausgeklammert werden, ist eben nicht neutral.

Quellen:

Frankfurter Rundschau, 13.09.2026, „Nach Osthang Desaster: Vage Fragen und Antworten zur Mathildenhöhe“ 
Darmstädter Echo, 13.09.2026, „Welche Kunst das Welterbe Mathildenhöhe prägen soll“ taken in Mathildenhöhe by @mathildenhoehe.diskurs
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a month ago
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Beim Podium „Welche Kunst braucht die Mathildenhöhe?“ wurde viel und recht abstrakt über Anspruch, Reichweite, Ressourcen, Risiko und Zukunft gesprochen.

Spannend wurde es aber erst bei einer eigentlich einfachen Frage von Moderatorin Petra Gehring: Wer entwickelt künftig die Programmatik für die Ausstellungshalle?

Laut Bericht herrschte darauf zunächst: Stille.

Bemerkenswert ist, wer dabei nicht als Verantwortlicher genannt wurde: Philipp Gutbrod, Direktor des Instituts Mathildenhöhe. Gerade bei der Frage nach der künstlerischen Programmatik wirft das Fragen auf.

Wenn die Verantwortung dafür nicht einmal selbstverständlich beim Direktor verortet wird, hat die Mathildenhöhe möglicherweise nicht nur ein Programmproblem, sondern auch ein Vertrauensproblem.

Quelle: Darmstädter Echo, Alexandra Welsch, „Welche Kunst das Welterbe Mathildenhöhe prägen soll“, 13.09.2026. taken in Mathildenhöhe by @mathildenhoehe.diskurs
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a month ago
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