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2 years ago
Nothing matters, 2006
Mdf, high gloss lacquer 
110.5 x 30 x 30 cm
Courtesy of collection Rene Schmitt @rene_schmitt_editions 
Installation view: Kapitaler Glanz / Capital Glamour curated by Vanessa Joan Müller @vjmueller for @kunstverein_duesseldorf 2007

Excerpt from Béton Brut, No 2, 2007:

“Manchmal ist die Verpackung besser als der Inhalt und der schöne Schein überblendet das Sein. Die dänische Künstlerin Pernille Kapper Williams greift in ihren oft an Ready-mades erinnernden Arbeiten Gegenstände und Produkte auf, die selbst das Resultat aufwändiger Inszenierungen sind. 

…Sie nutzt die Faszination für Oberflächen und ein auf Aufmerksamkeit, Verführung und Verkaufssteigerung programmiertes Design, setzt aber auf subtile Distanzierungen. Statt Waren gibt es Verpackungen, statt Produkte nur deren Namen. Der Modus der Präsentation trägt jedoch entscheidend dazu bei, dass das Flair des Exklusiven erhalten bleibt. Die Warenförmigkeit weicht hier einer Ästhetisierung, die um die Mechanismen der nobilitierenden Präsentation weiß. Denn auch die Kunst lebt von diesem Spiel aus Erwartung und Überhöhung.

…Auch sonst bedient sich Williams' Strategien, die wir aus dem Kunstkontext kennen, um eigentlich alltäglichen Objekten die Aura des Einzigartigen zu verleihen. Einen schmalen Sockel aus einem Museum hat sie mit schwarzem Hochglanzlack gestrichen, bis er selbst zum Objekt mit Schauwert wird (Nothing matters [No. 1], 2006). Einerseits autonome Skulptur, erinnert er auch an ein überdimensioniertes Parfümflakon, eine so genannte Fatice.”

By Vanessa Joan Müller published on the occasion of Kapitaler Glanz • Capital Glamour, Kunstverein Düsseldorf, 2007
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Posted On: February 5th 2025, 12:29 pm
Nothing matters, 2006
Mdf, high gloss lacquer
110.5 x 30 x 30 cm
Courtesy of collection Rene Schmitt @rene_schmitt_editions
Installation view: Kapitaler Glanz / Capital Glamour curated by Vanessa Joan Müller @vjmueller for @kunstverein_duesseldorf 2007

Excerpt from Béton Brut, No 2, 2007:

“Manchmal ist die Verpackung besser als der Inhalt und der schöne Schein überblendet das Sein. Die dänische Künstlerin Pernille Kapper Williams greift in ihren oft an Ready-mades erinnernden Arbeiten Gegenstände und Produkte auf, die selbst das Resultat aufwändiger Inszenierungen sind.

…Sie nutzt die Faszination für Oberflächen und ein auf Aufmerksamkeit, Verführung und Verkaufssteigerung programmiertes Design, setzt aber auf subtile Distanzierungen. Statt Waren gibt es Verpackungen, statt Produkte nur deren Namen. Der Modus der Präsentation trägt jedoch entscheidend dazu bei, dass das Flair des Exklusiven erhalten bleibt. Die Warenförmigkeit weicht hier einer Ästhetisierung, die um die Mechanismen der nobilitierenden Präsentation weiß. Denn auch die Kunst lebt von diesem Spiel aus Erwartung und Überhöhung.

…Auch sonst bedient sich Williams' Strategien, die wir aus dem Kunstkontext kennen, um eigentlich alltäglichen Objekten die Aura des Einzigartigen zu verleihen. Einen schmalen Sockel aus einem Museum hat sie mit schwarzem Hochglanzlack gestrichen, bis er selbst zum Objekt mit Schauwert wird (Nothing matters [No. 1], 2006). Einerseits autonome Skulptur, erinnert er auch an ein überdimensioniertes Parfümflakon, eine so genannte Fatice.”

By Vanessa Joan Müller published on the occasion of Kapitaler Glanz • Capital Glamour, Kunstverein Düsseldorf, 2007
Comments (4)
rene_schmitt_editions 2 years ago
_matthiasmeyer 2 years ago

_matthiasmeyer

🔥❤️🔥

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