Posted On: September 15th 2025, 07:00 am
🚢 Albert Herold: Warnowwerft. Sechs Original dreifarbige Holzschnitte von der Warnow-Werft Warnemünde.
Albert Herold, Dresdner Künstler, ausgebildet Anfang der 1920er Jahre an der Kunstgewerbeakademie, war bis 1945 Kunsterzieher.
1956 schafft er diese Mappe mit 6 farbigen Holzschnitten über den Alltag der Warnowwerft in Warnemünde.
Die Werft war damals das größte Schiffbauunternehmen der DDR. Gegründet Ende der 1940er Jahre, um die sowjetische Fischereiflotte zu modernisieren und die durch den Krieg schwer angeschlagene sowjetische Handelsflotte wieder aufzubauen.
Im Januar 1956 lief hier der erste 10.000-Tonnen-Frachter aus DDR Produktion vom Stapel. Sein Name: Frieden. Der Stapellauf war ein Großereignis in der DDR und wurde propagandistisch stark ausgeschlachtet. Denn er galt als Symbol für die Leistungsfähigkeit des Sozialismus.
Warum gab es solche Mappenwerke? Sie waren in der Regel Auftragskunst. Und sollten zeigen: Fortschritt, Stolz und den sozialistischen Aufbruch.
Diese Mappen wurden als Geschenke genutzt, zur Repräsentation – und als Dokument der Zeitgeschichte.
Darstellungen von der Herstellung bis zum Stapellauf eines Schiffes. 40 x 30 cm, 6 Tafeln, 3 farbig in Klappmappe 43 x 33 cm, Pergament, eingearbeiteter Schuber für die Tafeln, eingebundenes Titelblatt mit Goldprägung, Gestaltung der Mappe: Adolf Schumacher, Rostock.
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