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🦕 Paläontologie und ausgestorbene Arten
🎧 Neue Folge jeden Freitag um 15 Uhr
🎙️ Host Luan Thomas @desertleaper
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✨ Staffel 2 von Paläotalk ist gestartet!

🎉 Heute ist Paläotalk ein Jahr alt geworden ! Und ich möchte jetzt gerne Danke an jeden Einzelnen sagen, der diesen Podcast hört, Teil der Community ist und dazu beiträgt, dass ich die Lust an diesem Projekt nicht verliere. Ich freu mich riesig auf das nächste Jahr Paläotalk mit euch! ❤️

🎙️ Den Link zum Podcast und zur Folge findet ihr in der Bio!
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©Bildcopyright: Joschua Knüppe

#paläotalk #paläontologie #podcast #dinosaurier by @palaeotalk
19
2 months ago
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✨ Neue Folge ✨

🦈 Ein verletzter Ichthyosaurier, Magensteine im Bauchraum und ein Fossil, das eine bislang unbekannte Geschichte über eine der größten Gattungen innerhalb der Fischsaurier erzählt: Der Fund aus der Tongrube Mistelgau bei Bayreuth gibt einen ungewöhnlich detaillierten Einblick in das Leben eines Temnodontosaurus. Das etwa sieben Meter lange Tier hatte deutliche Verletzungen an Kiefer- und Schultergelenk, überlebte diese jedoch offenbar über längere Zeit. Seine stark abgenutzten Zähne und die selten nachgewiesenen Magensteine liefern dabei wichtige Hinweise darauf, wie es mit seinen Verletzungen zurechtkam. Gleichzeitig zeigt der Fund, dass Temnodontosaurus im südwestdeutschen Meeresbecken länger überlebte als bisher angenommen.

🐟 Wie lassen sich Verletzungen an einem 180 Millionen Jahre alten Skelett rekonstruieren? Was verraten Magensteine über die Ernährung eines verletzten Fischsauriers – und warum sind sie bei Ichthyosauriern eine solche Rarität? Gemeinsam mit der Paläontologin Ulrike Albert am Urwelt-Museum Oberfranken und Stefan Eggmaier, Präparator am Museum und Mitautor der Studie, tauchen wir tief in die außergewöhnliche Fossilgeschichte von Mistelgau ein – und in die Welt eines Fischsauriers, dessen Skelett weit mehr preisgibt, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

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©Bildcopyright: Joschua Knüppe

#paläotalk #paläontologie #podcast #dinosaurier #extinctanimals by @palaeotalk
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9 hours ago
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🦖 Erster Megaraptor aus Europa wissenschaftlich beschrieben

🦖 Wie groß Invictibellatrix amberina tatsächlich wurde, lässt sich anhand des bislang gefundenen Schädelfragments nur abschätzen. Die Größe seiner Hirnschädelkapsel ähnelt der des Tyrannosauroids Timurlengia, der vermutlich höchstens vier Meter lang wurde. Forschende halten deshalb vergleichbare Körpermaße für möglich. Damit könnte Invictibellatrix zu den kleinsten bekannten Megaraptoren gehören.

📰 Veröffentlicht wurde die Studie im Fachjournal Royal Society Open Science : https://royalsocietypublishing.org/rsos/article/13/10/260937/483607/A-new-megaraptoran-dinosaur-from-the-Lower

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©Bildcopyright: Sergey Krasovskiy, Pedro Salas, Connor Ashbridge CC BY 4.0

#paläotalk #paläontologie #paläonews #dinosaurier by @palaeotalk
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2 days ago
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🐋 Als rein pflanzenfressende Meeressäuger leben Seekühe heute in Küstengewässern und sogar im Süßwasser tropischer Regionen. Anders als Robben besitzen sie keine funktionsfähigen Gliedmaßen mehr für das Leben an Land, und dennoch sind ihre nächsten heute lebenden Verwandten ausgerechnet die Elefanten!

🎙 Noch mehr Fakten rund um die Tier- und Pflanzenwelt NRW während des Tertiärs gibt es auch in der brandneuen Sonderausstellung „überLeben Walheimat Urmeer“ im Lippischen Landesmuseum Detmold. Einen kleinen Vorgeschmack auf die Ausstellung bekommt ihr außerdem in der neuesten Folge von Paläotalk. Den Link zum Podcast und zur aktuellen Episode findet ihr in der Bio!
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©Bildcopyright: Denise Seimet, Luan Thomas, Indigo Design von Indigo Design, PublicDomainImages von pixabay

#paläotalk #paläontologie #podcast #dinosaurier #extinctanimals by @palaeotalk
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2 days ago
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🍎 Fruchtfressende Anpassungen bei Oviraptorosauria?

🍎 Diese Ähnlichkeiten legen nahe, dass der Dinosaurier Fruchtfleisch auf ähnliche Weise verarbeiten konnte. Ob er tatsächlich hauptsächlich Früchte fraß oder auch andere weiche Pflanzenteile zu sich nahm, lässt sich anhand der Fossilien allerdings nicht abschließend klären. Während der Kreidezeit nahmen Vielfalt und Größe fleischiger Früchte jedenfalls zu. Gleichzeitig entwickelten sich verschiedene Dinosauriergruppen weiter. Die Forschenden vermuten deshalb einen Zusammenhang zwischen der Ausbreitung der Blütenpflanzen und der Spezialisierung der Caenagnathiden auf pflanzliche Nahrung. Ein direkter ursächlicher Zusammenhang ist jedoch bislang nicht bewiesen.

📰 Veröffentlicht wurde die Studie im Fachjournal Nature Communications: https://www.nature.com/articles/s41467-026-78343-w

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©Bildcopyright: Connor Ashbridge CC BY 4.0, AustralianCamera von Getty Images, Gregory F. Funston, Thomas W. Dudgeon, D. Jade Simon, Danielle M. Dufault, Clint Boyd, Denver Fowler, Philip J. Currie & David C. Evans CC BY 4.0

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4 days ago
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🐋 Species Spotlight - Maiacetus

Besonders bedeutend ist das fossile Skelett eines Fötus, das als das erste beschriebene Fötusskelett eines Urwals gilt. Der weit entwickelte Fötus lag mit dem Kopf voran im Geburtskanal. Diese Position deutet darauf hin, dass Maiacetus inuus seinen Nachwuchs an Land zur Welt brachte. Bei heutigen Walen erfolgt die Geburt dagegen normalerweise mit dem Schwanz voran, damit das Jungtier unter Wasser nicht ertrinkt, bevor es die Wasseroberfläche erreicht. Die Kopf-voran-Lage entspricht hingegen der typischen Geburtsposition vieler Landsäugetiere. 

Allerdings ist die Interpretation des Fossils nicht unumstritten. Der Paläontologe Hans Thewissen stellte die Deutung infrage und vermutete, dass das kleinere Skelett eine teilweise verdaute Beute darstellen könnte. Außerdem wies er darauf hin, dass der Fötus möglicherweise nicht in seiner ursprünglichen Position erhalten geblieben sei. Die Autoren der ursprünglichen Studie argumentierten dagegen, dass am Schädel des Fötus keine Zahnabdrücke erkennbar seien. Die Deutung als Fötus und die daraus abgeleitete Geburtsposition sind somit wichtige Hinweise, müssen jedoch im Rahmen der wissenschaftlichen Diskussion betrachtet werden.
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©Bildcopyright: Joschua Knüppe

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5 days ago
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🐊 Neues jurassisches Krokodil mit extrem dünnen Zähnen

🐊 Ctenosuchus tenuidens gilt nach Angaben des Forschungsteams als der bislang einzige bekannte Süßwasservertreter der Teleosauroidea aus Gondwana. Diese Gruppe ausgestorbener Krokodil-Verwandter war an das Leben im Wasser angepasst und bewohnte größtenteils marine Lebensräume. Darüber hinaus ist  Ctenosuchus auch der bisher zweite bekannte Vertreter der Teleosauroidea aus dem jurassischen Marokko.

📰 Veröffentlicht wurde die Studie im Fachjournal Journal of Vertebrate Paleontology: https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/02724634.2026.2728670#abstract

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6 days ago
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✨ Neue Folge ✨

🐋 Mit dem Ende der Dinosaurier begann ein neues Kapitel der Erdgeschichte. Neue Lebensräume entstanden, Säugetiere breiteten sich immer weiter aus – und einige ihrer Nachfahren wagten im Laufe der Evolution sogar den Schritt zurück ins Wasser. Genau hier setzt das letzte Kapitel unserer Reise durch die Erdgeschichte Nordrhein-Westfalens an: Die Paläontologische Landesausstellung „überLeben – Walheimat Urmeer“ im Lippischen Landesmuseum Detmold führt uns in eine Zeit, in der dort, wo heute Städte, Wälder und Felder liegen, ein warmes Flachmeer lag. Vom 26. September 2026 bis zum 4. April 2027 können Besucherinnen und Besucher in diese längst vergangene Meereswelt eintauchen.

🦈 Damals eroberten die ersten Seekühe, Wale und Robben das Wasser. Ihre Vorfahren lebten noch an Land, doch im Laufe der Evolution passten sie sich immer stärker an das Leben im Meer an. Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist der Kervenheimer Wal. Das rund 6,5 Meter lange Fossil wurde bei Kevelaer-Kervenheim am Niederrhein entdeckt und zeugt davon, dass einst auch Wale durch die Gewässer des heutigen Nordrhein-Westfalens schwammen. Doch sie waren längst nicht die einzigen Tiere: Fossile Haizähne belegen die Anwesenheit beeindruckender Räuber, darunter auch Carcharodon hastalis, ein ausgestorbener Großhai.

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©Bildcopyright: Lippisches Landesmusem Detmold

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7 days ago
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🦫 Ältester Nachweis für aquatisches Leben bei Säugetiervorfahren

🦫 Megacauda sungei gehört zu den sogenannten Docodonten, einer ausgestorbenen Gruppe früher Säugetiervorfahren, die vor allem während des Jura verbreitet war. Mit einer Körperlänge von etwa einem halben Meter war die neu beschriebene Art für die damaligen Verhältnisse ungewöhnlich groß. Viele Säugetiervorläufer des Erdmittelalters wogen nur wenige Gramm. Mit rund zwei Kilogramm war Megacauda sungei daher ein regelrechter „Schwergewichtler“ unter seinen Zeitgenossen.

📰 Veröffentlicht wurde die Studie im Fachjournal Nature: https://www.nature.com/articles/s41586-026-11107-0

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©Bildcopyright: University of Chicago: April I. Neander, Li et al.

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9 days ago
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🐘 Die Ordnung der Rüsseltiere, wissenschaftlich Proboscidea genannt, gehört zu den älteren Linien innerhalb der Säugetiere. Ihre Ursprünge reichen bis ins Paläozän zurück. Damals sahen ihre frühen Vertreter allerdings noch längst nicht so aus wie die gewaltigen Elefanten, die wir heute kennen. Zur Familie der Elefanten gehören heute nur noch drei Arten. Der Afrikanische Elefant , der Afrikanische Waldelefant und schließlich der Asiatische Elefant.

🎙 Riesige Elefanten, die durch die Landschaften des Eiszeitalters Eurasiens streiften, und winzige Zwergelefanten, die auf Mittelmeerinseln ein verborgenes Dasein führten. Mit Paläontologin Ursula B. Göhlich vom Naturhistorischen Museum in Wien werfen wir die Woche einen Blick auf die ausgestorbene Rüsseltier-Gattung Palaeoloxodon.  Den Link zum Podcast und zur aktuellen Episode findet ihr in der Bio!
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©Bildcopyright: Simoneemanphotography von Getty Images Pro, Jonathan Chen CC BY-SA 4.0, Joschua Knüppe, Franko Fonseca CC BY-SA 2.0

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10 days ago
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🦇 Der Ursprung der Fledermäuse lag vermutlich in Europa

🦇 Besonders interessant sind die Erkenntnisse zur Echoortung. Die Tiere stoßen hochfrequente Rufe aus und können anhand der zurückkehrenden Schallwellen ihre Umgebung wahrnehmen. Fossile Hinweise deuten darauf hin, dass diese Fähigkeit bereits vor der Aufspaltung der heute lebenden Fledermausgruppen vorhanden war.

📰 Veröffentlicht wurde die Studie im Fachjournal Nature: https://www.nature.com/articles/s41586-026-11007-3

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10 days ago
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🐘 Species Spotlight - Palaeoloxodon

Oben zu sehen ist Palaeoloxodon naumanni, auch Naumanns Elefant genannt – benannt nach dem deutschen Geologen Heinrich Edmund Naumann, der die Art im 19. Jahrhundert erstmals beschrieb. Er lebte während des Pleistozäns auf den japanischen Inseln.

Die größten Arten, wie der Europäische Waldelefant (Palaeoloxodon antiquus), erreichten eine Schulterhöhe von bis zu 4,20 Metern und wogen schätzungsweise 11 bis 15 Tonnen. Bei Palaeoloxodon namadicus wurden sogar bis zu 4,50 Meter Schulterhöhe vermutet. Auf einigen Mittelmeerinseln hingegen entwickelten sich aus diesen riesigen Elefanten winzige Zwergelefanten. Der kleinste bekannte Vertreter, Palaeoloxodon falconeri, wurde nur etwa 1 Meter groß und wog gerade einmal 170 Kilogramm.
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©Bildcopyright: Kohei Futaka CC BY 4.0

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11 days ago
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