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Werbung | „Wir schenken uns dieses Jahr nichts.“ Ein Satz, der bei mir zuverlässig das Gegenteil auslöst. Ich nicke höflich und schenke einen Adventskalender. Warum sollte man jemanden nur an Heiligabend glücklich machen, wenn man ihm 25 Tage lang einen Grund geben kann, morgens weniger feindselig auf den Dezember zu schauen?

Ich liebe das Auspacken, das Rascheln, die völlig unangemessene Vorfreude auf einen Dezembermorgen. Dieser Kalender von @vomfass_deutschland hat schon beim Anheben klargemacht: Der ist richtig schwer. Man stellt ihn auf, steckt Häuser und Bäume dorthin, wo man sie haben möchte, und plötzlich steht ein Winterdorf in der Wohnung. Meine Stadtplanung: viel Platz für Genuss, keine Parkplatzsuche.

Das Schöne ist, was hinter den Türchen steckt. Öle, Balsam-Essige, Gewürze, kleine Köstlichkeiten, Liköre und Spirituosen. Dinge, die man im Advent tatsächlich benutzt. Die in ein Dressing wandern oder dem Weihnachtsmenü genau den kleinen Dreh geben, der aus „ganz lecker“ ein „Was hast du da reingetan?“ macht. Einige Türchen passen sogar zusammen. Dieser Kalender hat einen Plan, was ich von mir im Dezember selten behaupten kann.

Für euch habe ich natürlich schon ein paar Türchen geöffnet. Das nenne ich berufliche Sorgfalt. Das Olivenöl mit Thai-Basilikum ist bereits in einem Dressing gelandet. Die Bio-Schokolade Vanilla Chai schmeckt, als hätten sich Zimt, Vanille und ein sehr guter Nachmittag verabredet. Dazu habe ich das Oxymel Ayurveda mit Honig, Ingwer, Kurkuma und Kardamom entdeckt und den Granatapfel-Balsam-Essig, bei dem ich sofort an Feldsalat fürs Weihnachtsessen denken musste.

Mehr verrate ich nicht. Ein Adventskalender soll überraschen und nicht als Inventarliste in meiner Caption enden. Nur so viel: Nach Heiligabend ist hier noch nicht Schluss. Am ersten Weihnachtsfeiertag wartet sogar noch ein 25. Türchen. Was drin ist, bleibt eine Überraschung.

Den limitierten Kalender bekommt ihr für 99,95 € bei vomFASS. Er enthält Alkohol und ist ab 18 erhältlich. Welcher Typ seid ihr: Türchen streng nach Datum oder „Ich schaue nur ganz kurz“?

#vomFASS #JetztIstDieZeit #TasteYourEveryday #Adventskalender #patrickrosenthal by @patrick_rosenthal
378
14 days ago
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VERLOSUNG/werbung

Heute bleiben die Teller leer. Und das ist bei mir ungefähr so wahrscheinlich wie ein Familienessen, bei dem niemand ungefragt seine Meinung zur politischen Weltlage oder zum Privatleben anderer Menschen abgibt.

Aber heute geht es nicht ums Essen. Heute geht es darum, worauf es liegt.

Ich habe neues Geschirr. Und ich bin verliebt. Was in meinem Fall bedeutet, dass ich seit Tagen Teller durch die Wohnung trage, sie ins Licht halte, wieder abstelle und anschließend an einem anderen Fenster überprüfe, ob sie dort vielleicht noch schöner aussehen. Andere Menschen sammeln Briefmarken. Ich bekomme Herzklopfen bei einer gelungenen Glasur.

Das Geschirr heißt FEELING BRONZE von Médard de Noblat, erhältlich bei @amefa_de.

Ein Teller ist die stille Einladung, noch ein bisschen zu bleiben. Er erlebt Versöhnungen, schlechte Witze, große Geständnisse und diese herrlich überflüssigen Diskussionen darüber, ob Rosinen in einen Kuchen gehören. Und manchmal trägt er einfach nur ein Käsebrot. 

Dazu habe ich das Besteck AUSTIN in Kupfer von Amefa kombiniert. Dieser warme Kupferton sieht neben der Glasur aus, als hätten sich zwei Menschen mit ausgesprochen gutem Geschmack zufällig beim Abendessen kennengelernt.

Und was mache ich, wenn ich etwas besonders schön finde? Ich möchte, dass jemand von euch dieselbe Freude daran hat. Deshalb darf ich gemeinsam mit @amefa_de ein komplettes 24-teiliges Geschirrset FEELING BRONZE an euch verlosen.

Das Set besteht aus:

6 Speisetellern
6 Salattellern
6 Desserttellern
6 Suppentellern
So könnt ihr teilnehmen:

·  Liked diesen Beitrag und verratet mir in den Kommentaren: Mit wem würdet ihr gerne mal oder mal wieder am Tisch sitzen. 
·  Liked und kommentiert meinen letzten Beitrag (Cookit- ein Ragu, das nach Sonntag riecht)
·  Folgt mir und @amefa_de

Diese Verlosung steht in keiner Verbindung zu Meta und wird in keiner Weise von Meta gesponsert, unterstützt oder organisiert. 

Patrickrosenthal.de/teilnahmebedingungen

#PatrickRosenthal #Amefa #verlosung by @patrick_rosenthal
16
an hour ago
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Anzeige | Es gibt Gerichte, die man nicht kocht, sondern geschehen lässt. Ein Ragù gehört dazu. Es braucht Zeit, ein bisschen Rotwein und jemanden, der es nicht aus
den Augen lässt.
Diesmal hat der Cookit von Bosch diesen Job übernommen. Er hat das Gemüse zu
Soffritto zerkleinert, das Fleisch bei 200 Grad angebraten und danach anderthalb
Stunden geschmort und gerührt, während ich mit einem Kaffee danebensaß und so getan habe, als hätte ich viel zu tun.
Das Rezept für sechs Personen findest du in den Slides. Speicher es dir für den nächsten grauen Sonntag.
Wenn du den Cookit selbst ausprobieren möchtest: Mit meinem Code PatrickCookit50 sparst du 50 Euro auf jedes Set, auch auf das Basic-Set. Den Link findest du in meiner Bio.
@boschhomedach #BOSCH #Cookit #CookitvonBosch #patrickrosenthal by @patrick_rosenthal
33
a day ago
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Germknödel-Kekse

Kein Germ. Kein Knödel. Aber verdammt viel Glück dazwischen.

Ich habe einen Germknödel gebacken, der weder Germ enthält noch ein Knödel ist. Bevor jetzt die österreichische Lebensmittelpolizei anrückt und mir wegen grober Täuschung die Backerlaubnis entzieht, möchte ich zu meiner Verteidigung sagen: Mohnkekse mit Pflaumenmusfüllung klang einfach eher nach einem Gebäck, das bei einer Seniorenweihnachtsfeier neben entkoffeiniertem Kaffee auf seinen letzten großen Auftritt wartet.

Dabei haben diese kleinen Dinger einen ziemlich unanständigen Charakter: eine dicke Schicht tiefdunkles Pflaumenmus. So viel, dass es beim ersten Bissen beinahe herausquillt. 

Und plötzlich sitzt man gedanklich in einer Berghütte. Draußen fällt Schnee, drinnen beschlagen die Fenster, und eine freundliche Frau stellt einem einen Germknödel hin, der die Ausmaße eines Sofakissens hat.

Damals war Glück erstaunlich unkompliziert. Man brauchte keine Achtsamkeits-App, kein Dankbarkeitstagebuch und keinen Menschen, der einem für 189 Euro erklärte, wie man wieder zu sich selbst findet.

Ein warmer Teller hat gereicht.

Sie schmecken nach einer Zeit, in der Nachmittage noch endlos waren. In der jemand in der Küche stand, während man selbst nichts weiter tun musste, als darauf zu warten, dass etwas fertig wurde. Dieses wunderbare Gefühl, dass sich jemand kümmert.

Heute stehen wir selbst in der Küche, rühren Pflaumenmus ein, kneten Teig und versuchen, dieses Gefühl irgendwie wieder zusammenzubacken.

Manchmal gelingt es.

Ich habe das Pflaumenmus übrigens extra eingekocht, damit die Schicht zwischen den Keksen schön dick wird. 

Ob diese Kekse wirklich nach Germknödel schmecken? Erstaunlich nah dran.

Ob sie Germknödel heißen dürfen? Vermutlich nicht.

Aber wenn wir anfangen, jedes Gebäck nach seinen tatsächlichen Inhaltsstoffen zu benennen, müssen wir demnächst auch darüber sprechen, warum in Liebesknochen keine Knochen stecken und Kalter Hund niemals beim Tierarzt war.

Und diese Diskussion möchte ich wirklich nicht führen.

Ich habe schließlich Kekse zu essen.

#PatrickRosenthal #kekse by @patrick_rosenthal
43
2 days ago
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Zimt-Swirl Kekse

Ich wollte euch diese Plätzchen eigentlich erst im Advent zeigen. Mit einem gewissen Respekt vor dem Kalender und der gesellschaftlich anerkannten Reihenfolge von Jahreszeiten. Deshalb sind die Fotos auch ein kleines bisschen weihnachtlicher geworden. Ich hatte einen Plan, einen richtigen Veröffentlichungsplan. Mit Datum und allem.

Und dann habe ich einen dieser Kekse gegessen.

Meine Güte.

Diese kleinen Biester schmecken so unfassbar gut, dass ich nach dem ersten Keks kurz überlegt habe, ob man eigentlich verpflichtet ist, Rezepte mit anderen Menschen zu teilen. Schließlich gibt es auch ein Recht auf Privatsphäre. Und das sollte meiner Meinung nach ausdrücklich für besonders gelungenes Gebäck gelten.

Außen zart und mürbe, innen eine buttrige Zimtspirale, die sich benimmt, als hätte sie persönlich die Erfindung des Glücks in Auftrag gegeben. 

Ich habe einen gegessen. Danach habe ich aufgehört zu zählen, weil ich grundsätzlich gegen unnötige Bürokratie bin.

Und jetzt sitze ich hier. Mitte Oktober. Mit Weihnachtsfotos, einem ziemlich leeren Keksteller und der Erkenntnis, dass ich offenbar nicht einmal in der Lage bin, meine eigenen Plätzchen bis Dezember geheim zu halten.

Natürlich wird es wieder Menschen geben, die sich darüber aufregen, dass man im Oktober schon Weihnachtsgebäck veröffentlicht. Menschen, die vermutlich auch im Hochsommer die Polizei rufen würden, wenn jemand heimlich einen Lebkuchen isst.

Denen möchte ich sagen: Es tut mir ausgesprochen leid, dass mein Zimtgebäck eure persönliche Jahreszeitenverwaltung durcheinanderbringt. Vielleicht hilft ein Spaziergang. Oder ein Hobby, bei dem man weniger Zeit hat, sich über fremde Kekse aufzuregen.

Ich jedenfalls werde diese Zimtschnecken Plätzchen jetzt schon backen. Im November noch einmal. Im Dezember sowieso. Und wenn mir im März danach ist, dann eben auch im März.

Denn Zimt ist ein Gewürz und kein befristeter Arbeitsvertrag.

Und ganz unter uns: Wer bei diesen Keksen tatsächlich bis Weihnachten warten kann, hat entweder eine bemerkenswerte Selbstbeherrschung oder noch keinen probiert.

#PatrickRosenthal #kekse by @patrick_rosenthal
47
3 days ago
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Verlosung / werbung 

Gewinne 13 ätherische Öle/Duftöle für deine Duftlampe oder Raumspray. 

Zusammen mit DRAGONSPICE verlose ich vier komplette Duftpakete mit allen 13 ätherischen Ölen und Duftölen, die ihr für meine Komposition für eure Duftlampe benötigt.

SO NEHMT IHR TEIL:

1.  Liked diesen Beitrag.

2.  Verratet mir in den Kommentaren, welches Hotel euch bisher am meisten beeindruckt hat.

3.  ZUSATZLOS: Teile den Beitrag in deiner Story. 

Teilnahmeschluss ist der 24. Oktober 2026 um 23:59 Uhr.

Der Gewinn wurde freundlicherweise von DRAGONSPICE zur Verfügung gestellt.

UND FÜR ALLE, DIE NICHT WARTEN KÖNNEN:

Kommentiert DUFT und ihr bekommt automatisch den Link zu meinem vollständigen Rezept inklusive genauer Dosierung und Einkaufsliste zugeschickt.

Damit könnt ihr sofort loslegen und euch den Duft von Paris nach Hause holen.

Teilt diesen Beitrag auch gerne mit Menschen, deren Wohnzimmer dringend ein bisschen mehr Fünfsternehotel vertragen könnte.

Die Welt ist schließlich schon kompliziert genug.

Wenigstens darf sie verdammt gut riechen.

TEILNAHMEBEDINGUNGEN

Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland. Die Teilnahme ist kostenlos und nicht an einen Kauf gebunden. Das Gewinnspiel endet am 24.10.2026 um 23:59 Uhr.

patrickrosenthal.de/teilnahmebedingungen

Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Instagram und wird weder von Instagram gesponsert noch organisiert oder unterstützt. Veranstalter bin ich, Patrick Rosenthal.

#HotelCostes #patrickrosenthal #verlosung #raumduft by @patrick_rosenthal
375
4 days ago
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Zimtsternkuchen vom Blech

12.Oktober. Andere Menschen sammeln Kastanien, ich verteile Zimtsterne auf Blechkuchen. Jeder verarbeitet den Herbst eben auf seine Weise. Manche gehen zur Therapie, ich heize den Backofen vor.

Nachdem ihr meinen Vanillekipferlkuchen rauf und runter gebacken habt, muss ich natürlich nachlegen. Ich bin schließlich kein Mensch, der seine Mitmenschen nach einem einzigen Buttergebäck wieder in die Freiheit entlässt.

Und bevor jetzt jemand mit dem Kalender wedelt: Zimtsterne sind wie Vanillekipferl. Immer essbar. Wer dafür erst eine Genehmigung vom Dezember braucht, sollte vielleicht grundsätzlich seine Beziehung zu Gebäck überdenken.

Dieser Kuchen ist jedenfalls eine ziemlich unverschämte Angelegenheit. Ein saftiger, zimtiger Mandelteig, darüber eine dicke Schicht Zuckerguss und obendrauf 24 Zimtsterne. Das ist keine Dekoration mehr. Das ist eine feindliche Übernahme durch die Weihnachtsbäckerei.

Besonders gefällt mir die völlige Maßlosigkeit dieses Rezepts. Man backt einen Kuchen, überzieht ihn mit Zucker und legt anschließend noch Kekse darauf. Als hätte jemand beim Backen beschlossen, dass eine gute Idee grundsätzlich eine zweite schlechte Entscheidung verdient.

Und geschmacklich? Saftig, mandelig, zimtig. Oben süß und weich, dazwischen diese kleinen Zimtsterne, die so tun, als wären sie nur zu Besuch. Dabei haben sie längst die Kontrolle übernommen.

Natürlich könnte man bis Dezember warten. Man könnte aber auch anfangen, Weihnachtsgebäck nur noch an Menschen auszugeben, die ihre Steuererklärung bereits erledigt haben.

Ich habe mich für den Kuchen entschieden.

Der Dezember kann sich hinten anstellen.

#PatrickRosenthal #Zimtsterne #kuchen by @patrick_rosenthal
56
5 days ago
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Werbung/ Fortsetzung:  Dabei ist Selbstreflexion keine besonders gemütliche Angelegenheit.

Manchmal entdeckt man Dinge, die man lieber nicht gewusst hätte. Aber vielleicht beginnt genau dort etwas Wichtiges. Ich habe auf der Buchmesse etwas über mich gelernt.

Dass ich mutiger bin, als ich manchmal glaube. Dass ich Menschen brauche, obwohl ich mich oft zurückziehe. Und dass die richtigen Menschen einem nicht die Angst nehmen müssen, um einem trotzdem Sicherheit zu geben.

Vielleicht sollten wir uns alle gelegentlich mit derselben Aufmerksamkeit betrachten, die wir so bereitwillig anderen schenken.

Nicht, um uns ständig zu kritisieren, sondern um uns besser kennenzulernen, denn vielleicht besteht die größte Herausforderung unserer Zeit gar nicht darin, sich selbst zu finden.

Sondern darin, sich nicht ständig aus dem Weg zu gehen.

Und deshalb habe ich heute nur eine Frage an euch:

Wenn ihr heute Abend einmal niemanden beurteilen müsstet, niemandem etwas beweisen und nichts mehr erledigen: Würdet ihr euch eigentlich gern mit euch selbst unterhalten?

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag.

Euer Patrick

JETZT ABER ZUR VERLOSUNG: 

Manchmal braucht es nur einen guten Duft, um aus einem gewöhnlichen Moment eine kleine Auszeit zu machen. Gemeinsam mit Stadler Form verlose ich 3 × den Aroma Diffuser Lucy in Schwarz, jeweils inklusive vier Duftölen.

Das steckt in jedem Gewinnpaket:

1 × Aroma Diffuser Lucy in Schwarz 

Je 1 × Duftöl RELAX, REFRESH, RECHARGE und RELIEF 

So nehmt ihr teil:

1.  Folgt @patrick_rosenthal und @stadlerform.

2.  Liked und hinterlasst unter diesem Beitrag einen Kommentar und verratet mir: Welcher Duft beschreibt für euch das Gefühl, endlich zu Hause zu sein?

3.  Zusatzlos: Beitrag in der Story teilen. 

Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland. Das Gewinnspiel beginnt mit Veröffentlichung des Beitrags und endet am 17.10.2026 um 23:59 Uhr. Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Instagram und wird weder von Instagram gesponsert noch organisiert oder unterstützt.

www.patrickrosenthal.de/teilnahmebedingungen

#PatrickRosenthal #Verlosung #StadlerForm by @patrick_rosenthal
286
6 days ago
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Schnelle Ofentortellini „Carbonara“

Gestern war ich auf der Frankfurter Buchmesse. Ein wunderbarer Tag, wirklich. Viele Menschen, interessante Gespräche, eine Bühne, Mikrofone, Bücher und diese besondere Form der gesellschaftlichen Dauerfreundlichkeit, bei der man irgendwann selbst dann noch lächelt, wenn einem innerlich längst die Gesichtsmuskulatur gekündigt hat.

Ich habe geredet, zugehört, Fragen gestellt, Hände geschüttelt und vermutlich öfter „Wie schön!“ gesagt als eine Immobilienmaklerin bei der Besichtigung einer frisch renovierten Doppelhaushälfte. Und ich meine das nicht einmal böse. Es war tatsächlich schön.

Als ich gestern nach Hause kam, wollte ich nur noch drei Dinge: meine Schuhe ausziehen, niemandem mehr erklären müssen, was ich beruflich mache, und etwas essen, das keine Rückfragen stellt. Ich wollte auch niemanden mehr kennenlernen. Nicht einmal mich selbst.

Es gibt Tage, an denen man nach Hause kommt und noch einmal über alles sprechen möchte. Und dann gibt es Tage, an denen man die Wohnungstür schließt und hofft, dass selbst die Zimmerpflanzen heute auf Konversation verzichten. Deshalb gibt es ein Essen, das ungefähr so viel kommunikative Kompetenz verlangt wie ein sehr gut erzogener Golden Retriever. 

Keine komplizierten Arbeitsschritte. Keine kulinarischen Selbstfindungsseminare. 

Natürlich ist das keine klassische Carbonara. Bevor die italienische Lebensmittelpolizei mit Blaulicht vor meiner Haustür steht, möchte ich das ausdrücklich festhalten.

Eine echte Carbonara braucht weder Sahne noch eine Auflaufform. Aber eine echte Carbonara hat gestern auch nicht stundenlang auf einer Buchmesse gestanden und versucht, dabei geistreich auszusehen.

Wir nennen das Gericht also Carbonara, weil es nach Carbonara schmecken möchte und ich heute nicht die Kraft habe, mit einer Nudel über ihre Identität zu verhandeln.

Und während draußen das Leben weitergeht, Menschen telefonieren, Termine vereinbaren und sich gegenseitig Sprachnachrichten von vier Minuten und siebenunddreißig Sekunden schicken, sitze ich mit meinem Teller da.

Ich esse. Ich schweige.

#PatrickRosenthal #tortellini by @patrick_rosenthal
34
7 days ago
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Aprikosen Streuseltaler

Ich nenne sie Vorweihnachtskekse. Weil irgendjemand schließlich dafür sorgen muss, dass wir nicht völlig unvorbereitet in den Dezember stolpern.

Diese kleinen Dinger sind ein Zwischending aus Streuseltaler und Keks. Quasi eine Gebäckaffäre, bei der sich beide nicht festlegen wollten und am Ende etwas ziemlich Anständiges herausgekommen ist.

Unten ein mürber Boden, darauf Aprikosenkonfitüre mit einem Hauch Orange, ein paar Korinthen und obendrauf so viele Butterstreusel, wie es der gute Geschmack gerade noch erlaubt. Wobei ich beim guten Geschmack bekanntlich recht großzügige Grenzen ziehe.

Und nein, es ist noch kein Weihnachten. Ich weiß das. Mein Kalender funktioniert. Trotzdem sehe ich nicht ein, warum Zimt und Butterstreusel erst im Dezember zusammen ausgehen dürfen. Andere Leute stellen im Oktober schon beleuchtete Rentiere in den Vorgarten. Ich backe wenigstens etwas, das man hinterher essen kann.

Die Taler sind klein genug, um sie offiziell als Keks durchgehen zu lassen, aber groß genug, um sich nach dem dritten Stück nicht mehr mit einer harmlosen Nascherei herausreden zu können.

Besonders gemein ist übrigens, dass sie am nächsten Tag noch besser schmecken. Die Aprikosenkonfitüre zieht ein wenig in den mürben Boden, die Orange macht sich bemerkbar und die Streusel tun so, als hätten sie mit der ganzen Angelegenheit nichts zu tun.

Ich habe ungefähr 40 Stück gebacken. Eine Zahl, die auf dem Papier nach einem respektablen Vorrat aussieht und in meinem Haushalt eher als optimistische Prognose gilt.

Also: Vorweihnachtskekse. Für alle, die noch keine Lust auf Plätzchenbacken haben, aber gegen Butterstreusel mit Aprikose erstaunlich wenig einzuwenden wissen.

#PatrickRosenthal #streuseltaler by @patrick_rosenthal
63
8 days ago
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Spukiger Brownie-Kuchen mit Baiser-Geistern

Ich wollte nur einen Brownie backen. Jetzt ist offenbar die komplette Belegschaft des örtlichen Friedhofs eingezogen.

Aber gut. Es ist bald Halloween und da darf Essen endlich wieder aussehen, als hätte es eine Hintergrundgeschichte und ungelöste familiäre Konflikte.

Und dieser Brownie hat beides.

Unten sitzt ein ziemlich unanständig saftiger Schokoladenbrownie. Viel Schokolade, viel Butter, noch mehr Schokolade und keinerlei Interesse daran, sich als vernünftiger Nachmittagskuchen auszugeben.

Oben drauf stehen kleine Baiser-Geister und sehen aus, als hätten sie gerade erfahren, wie viel Butter unten drin ist.

Ich mag besonders, dass sie alle ein bisschen anders aussehen. Einer ist erschrocken. Einer wirkt empört. Einer sieht aus, als hätte er seit 1987 einen Streit mit der Nachbarin laufen. Und mindestens zwei wissen Dinge über dich, die du selbst längst verdrängt hast.

Natürlich könnte man zu Halloween auch wieder Würstchen als abgeschnittene Finger dekorieren und Mandeln als Fingernägel hineinstecken. Aber irgendwann müssen wir als Gesellschaft auch weiterkommen.

Deshalb gibt es dieses Jahr Geister.

Aus Zucker und auf Schokolade.

Das ist möglicherweise nicht gesünder, aber ästhetisch haben wir einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht.

Und bevor jemand fragt, ob man die Baiser-Geister auch weglassen kann: Selbstverständlich.

Dann hast du halt einen Brownie.

Herzlichen Glückwunsch.

#PatrickRosenthal #halloween #brownie by @patrick_rosenthal
52
9 days ago
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Der kleine Fuchs – Kürbiskuchen

Es ist Oktober und ich backe einen Kürbiskuchen. Nach meinem Vanillekipferlkuchen ist das für meine Verhältnisse eine beeindruckende Orientierungsleistung.

Ich hole also heute den kleinen Fuchs raus. Bevor hier jemand denkt, ich würde am Wochenende schon die Mülltonnen mit Tannengrün umwickeln. Wobei die braune Tonne mit einer bordeauxroten Schleife durchaus etwas Festliches hätte. 

Als wäre das ein Grund, sie gehen zu lassen, wie sie ist.

Aber zurück zum Oktober. Der kleine Kürbisfuchs gehört seit Jahren zu meinen Lieblingsrezepten. Den habe ich schon gebacken, da durfte ein Kürbiskuchen noch Kürbiskuchen heißen und musste nicht als „Cozy Pumpkin Soul Hug“ mit einem beigen Strickärmel ins Bild gehalten werden.

Da sind Kürbis, Butter, Zimt, Vanille und ein bisschen Ingwer drin. Und das muss so. Ich sage das extra so deutlich, bevor jemand fragt, ob man den Kürbis ersetzen kann. 

Die Dekoration kriege sogar ich hin. Für die Blätter muss man kurz vor die Tür. Ich weiß, das ist ärgerlich. Im Rezept steht nichts von einer sportlichen Belastung. Aber zwei Blätter aufheben ist zumutbar, und anschließend kann man beim Kaffee sagen: „Ich war heute schon draußen.“ Niemand muss erfahren, dass man dabei noch mit einem Fuß auf der Fußmatte stand.

Andere kommen mit Körben voller Kastanien, Hagebutten und kleiner Äste zurück und gestalten daraus eine herbstliche Tischlandschaft. Ich komme mit zwei Blättern zurück und hoffe, dass nichts daran lebt.

Ich möchte einen Kuchen dekorieren und keine Wohngemeinschaft gründen.

Und irgendwer sagt garantiert: „Ach Gott, der ist ja viel zu süß zum Anschneiden!“

Und schon stehe ich mit dem Messer da wie der gestörte Onkel im Märchen. Jetzt hat er ein Gesicht und plötzlich brauchen wir eine Ethikkommission. Soll ich ihm die Augen vorher abnehmen? Sollen wir ihn umdrehen? Möchte jemand mit ihm allein sprechen?

Der kommt auf den Teller. Ihr könnt euch gern vorher verabschieden.

Genießt diese kurze Phase, in der mein Backofen und der Kalender zusammenarbeiten. Ich habe noch Marzipan im Schrank. Und die Mülltonne kann sich ihre Schleife schon mal aussuchen.

#PatrickRosenthal #kürbiskuchen by @patrick_rosenthal
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10 days ago
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