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Folge #90: überall, wo ihr Podcasts hört☝️#wölfeschützen #wolfsschutz #artenschutz #Nach Wochen des Bangens kam am vergangenen Dienstag (10.3.26) die erlösende Nachricht: Der Wolf von der Hornisgrinde lebt – der Abschusszeitraum ist abgelaufen. Das baden-württembergische Umweltministerium ließ mitteilen, dass die Abschussverfügung für GW2672m nicht verlängert wird. Doch was bleibt nach diesen bewegten Tagen und Wochen im Schwarzwald?
In dieser Episode des Wolfspodcasts spreche ich mit Alex aus Bühlertal und Max von der Taskforce: Artenschutz über die intensiven Wochen vor Ort: über Hoffen, Handeln, – und über den bemerkenswerten Zusammenhalt, der weit über die Region hinaus gewirkt und international für Schlagzeilen gesorgt hat.
Beleuchtet wird die Rolle der Taskforce: Artenschutz, die im Hintergrund sensibel vermittelnd, aber auch aktiv vor Ort im Einsatz war. Es geht um „zivilen Widerstand“, den Umgang der Behörden mit dem Wolf, die Kritik von außen und die bewegenden Momente hinter den Schlagzeilen. Alex war von Anfang bis Ende mittendrin, Max zweimal auf der Hornisgrinde – beide erzählen offen, was sie erlebt haben und was sie sich für die Zukunft wünschen. 
Und natürlich geht der Blick nach vorn: Was haben diese Ereignisse verändert – im Nordschwarzwald, in den Köpfen der Menschen und in der Wahrnehmung des Wolfs? Welche Lehren für die Zukunft wurden gezogen? Welche Chancen eröffnen sich jetzt, welche Risiken bleiben? Und wie soll es weitergehen – von Vergrämung bis Besenderung?
Eine Folge über Emotionen, Erkenntnisse und ganz viel Verantwortung – und über einen Wolf, der zu einem Symbol wurde.
Ein besonderer Dank geht an die Naturschutzinitiative e.V. (NI), insbesondere Harry und Gabriele Neumann, die Leitung sowie das Team des Nationalparks Schwarzwald, und an Thomas Reister, Franziska Bernardi, Edyta, Amelie, Jutta, Christine und Hendrik, Anja, Simone und Andi.
Ihr Einsatz, ihre Sachkenntnis und ihr Engagement leisten einen wichtigen und wertvollen Beitrag.
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Ein (vorerst) letzter Beitrag zum Hornisgrinde-Wolf

Zum Abschluss möchten wir einfach Danke sagen.
Danke an die vielen Menschen, die sich in den vergangenen Wochen freiwillig gemeldet haben. Menschen, die im Gebiet unterwegs waren, die recherchiert haben, die Spaziergänge organisiert haben, Mahnwachen vorbereitet haben oder im Hintergrund gearbeitet haben. Viele haben Zeit, Energie und Herzblut investiert. Das verdient Respekt.

Wenn sich hunderte Menschen für ein gemeinsames Ziel engagieren, ist es ganz normal, dass nicht immer alles reibungslos läuft. Unterschiedliche Gruppen, unterschiedliche Persönlichkeiten und unterschiedliche Herangehensweisen treffen aufeinander. Das bringt manchmal auch Spannungen mit sich. Trotzdem gilt für uns ganz klar: Wir schätzen die Arbeit aller Beteiligten im Fall des Hornisgrinde-Wolfes.

Was jedoch überhaupt nicht geht, sind Morddrohungen gegen einzelne Akteure. Solche Drohungen, oft auch noch feige und anonym ausgesprochen, sind absolut inakzeptabel und verdienen die schärfste Kritik. Wer so handelt, schadet nicht nur Menschen, sondern auch der gesamten Sache.

Die Taskforce Artenschutz war und ist nur ein Teil dieses großen Engagements. Wir sind aber stolz darauf, ein Teil davon gewesen zu sein. In dieser intensiven anderthalbmonatigen Zeit haben wir viele engagierte Menschen kennengelernt und eine Zusammenarbeit erlebt, die uns sehr beeindruckt hat.

Jetzt wünschen wir uns, dass etwas Ruhe einkehrt. Dass sich die Gemüter abkühlen und dass man sich gemeinsam darüber freuen kann, dass das Ziel erreicht wurde.

Für alles Weitere gibt es weiterhin Ansprechpartner. Wir als Taskforce Artenschutz bleiben im Gespräch mit Akteuren vor Ort, mit dem Nationalpark und anderen Beteiligten. Auch der Wolfspodcast wird weiterhin journalistisch begleiten und ein seriöses Sprachrohr für relevante Entwicklungen sein.

Lasst uns jetzt nach vorne schauen. Lasst uns aus dieser Erfahrung lernen und gemeinsam Strukturen entwickeln, die langfristig tragen. Für den Schutz von Wölfen. Für die Biodiversität im Schwarzwald. Und für eine Zusammenarbeit, die in die Zukunft blickt.
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Abschussverfügung ausgelaufen - (k)ein Grund für Entwarnung?

Die Abschussverfügung für GW2672m läuft heute aus. Nach Prüfung durch das Umweltministerium ist aktuell KEINE Weiterbejagung vorgesehen.

Das ist zunächst eine wichtige Entwicklung. Gleichzeitig bleiben wir aufmerksam und wachsam. Die Erfahrungen aus vielen Regionen in Deutschland zeigen, dass Situationen rund um Wölfe auch nach solchen Entscheidungen sensibel bleiben. Gerade jetzt steigt das Risiko einer illegalen T*ötung. Genau deshalb werden wir die Situation weiterhin sehr genau beobachten.

Wir bleiben weiterhin im Gebiet aktiv!

In den vergangenen Wochen haben wir unglaublich viele engagierte Menschen kennenlernen dürfen. Menschen, die bei Wind, Schnee, Regen und Kälte unterwegs waren. Menschen, die Verantwortung übernommen haben, Präsenz gezeigt haben und sich mit Herz und Verstand für den Schutz dieses Wolfes eingesetzt haben. Einige von ihnen sind inzwischen Teil der Taskforce Artenschutz geworden. Darüber freuen wir uns sehr!

An dieser Stelle gilt unser aufrichtiger Dank allen Beteiligten. Für ihre Einsatzbereitschaft. Für ihre Ausdauer. Für ihr Engagement. Ohne euch wäre diese Aufmerksamkeit und dieser Zusammenhalt nicht möglich gewesen.

Unsere Arbeit im Nordschwarzwald wird sich nun verändern. In den vergangenen Wochen standen öffentlich sichtbare Spaziergänge, Koordination und Transparenz im Vordergrund. Jetzt beginnt ein neuer Abschnitt. Der Fokus liegt stärker auf Beobachtung, Dokumentation und dem Schutz von GW2672m - Schutz vor Jägern, verantwortungslosen Hundehaltern und sensationsgeilen Wolfsliebhaberinnen. 

Wir bleiben präsent. Wir bleiben aufmerksam. Und wir werden weiterhin genau hinschauen.
Der Nordschwarzwald hat gezeigt, was möglich ist, wenn engagierte Menschen zusammenstehen. Dieses Engagement hat Wirkung. Und genau diese Wirkung wird auch weiterhin spürbar sein.
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