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♠️ aro & ace Bildung und Aktivismus!
📚 „(un)sichtbar gemacht: Perspektiven auf Aromantik und Asexualität“ @edition_assemblage
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💛 Liebe muss nicht romantisch sein: Aromantische Menschen zeigen, wie vielfältig Nähe, Beziehungen und Verbundenheit sein können. Habt ihr schonmal davon gehört?

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#GoodNewsMagazin #GuteNachrichten
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Heute vor vier Jahren habe ich mich auf Instagram geoutet. Zu dem Zeitpunkt wusste ich ca. ein halbes Jahr, dass ich aromantisch und asexuell bin. Ich wünschte es wäre ein leichter Weg dahin gewesen, aber wie soll man sich selbst kennen, wenn man die richtigen Begriffe gar nicht kennt? Ich kann mich nicht daran erinnern, dass in Sexualkunde unterschiedliche sexuelle und romantische Identitäten erklärt wurden. Wobei ich sagen muss, dass es mich in der fünften Klasse auch noch nicht interessiert hat. Aber als junge Erwachsene, mitten in der Ausbildung, stellte ich meine Gefühle und mein Empfinden immer wieder in Frage. Am Anfang kam ich immer zum Schluss, dass ich mir meine Queerness nur einbilde, sie Wunschdenken ist, denn das mir bekannte traf nicht auf mich zu. Und auch in der Definition von Asexualität, die ich online fand, sah ich mich nicht. Ganz zu schweigen von den Online-Tests. Ich weiß nicht mehr, wie ich auf die Aromantik gestoßen bin. Ich weiß nur (und ja, das Buch habe ich schon öfter empfohlen), dass mir „[un]sichtbar gemacht“ von @ace_arovolution so sehr geholfen hat! Es gibt eben nicht nur eine Art aromantisch oder asexuell zu sein. Wie es auch nicht nur eine Art gibt, trans* oder nichtbinär zu sein. Unsere queeren Identitäten sind ein Spektrum. In „Loveless“ von Alice Oseman habe ich mich zum ersten Mal in einem Charakter gesehen gefühlt. Ich habe erkannt, dass mein Empfinden nicht kaputt ist und es auch anderen so geht wie mir. 
Hätte ich eher gewusst, dass ich aro/ace bin, hätte mein Leben anders verlaufen können? Hätte ich Freundschaften nicht verloren? Ich weiß es nicht. Vom Hinterfragen, zur Recherche, bis hin zur Erkenntnis war es ein Prozess. Ich weiß nicht, ob ich in meiner Jugend offen dafür gewesen wäre. Aber ich möchte nicht der Vergangenheit hinterher trauern. Ich bin so glücklich und erleichtert zu wissen, wo ich im Leben stehe. Ich quäle mich nicht länger mit Datings und genieße die Freundschaften, die ich mache. Ich würde mir aber wünschen, dass Jugendliche lernen, dass romantische und sexuelle Identitäten vielfältig sind. Dass sie früher die Worte haben, die sie am besten beschreiben, um zu wissen, dass sie so genau richtig sind.
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