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[Unbezahlte Werbung] Es gibt nichts Schlimmeres, als einen Menschen zu verlieren, den man liebt. Schmerz frisst sich ungebremst mitten hinein ins Herz und hinterlässt dort eine lähmende Leere. Eine Leere namens Trauer. Das Leben, wie man es bisher kannte, existiert nicht mehr – von einem Tag auf den anderen. Zurück bleiben Verzweiflung, Hilflosigkeit, Wut, Ohnmacht.

Und die Worte, um das Gefühl der Trauer auch nur annähernd zu beschreiben, fehlen. 
„Niemand hat mir gesagt, wie das geht mit dem Trauern. Niemand hat mir die Regeln erklärt. Weil es keine Regeln gibt.“ 

Wenn ein Mensch plötzlich und unerwartet aus dem Leben gerissen wird, sitzt der Schmerz noch tiefer. Sebastian Becker ist Ende 20, als sein Vater im Alter von 57 Jahren beim Wandern verunglückt. Mit einem Anruf an einem Samstag verändert sich schlagartig alles. 

Da sind die gemeinsamen Autofahrten als Kind, die er nun schmerzlich vermisst. 
Da sind Gedanken an all die Momente, die sie nicht mehr miteinander erleben dürfen. 
Da sind Erinnerungen an so viele Begegnungen, die es nun aber nie mehr geben wird. 
Da ist Schmerz. 

Und Empörung. Wie kann es jemals wieder Sommer werden? Wie kann sich die Welt einfach so weiterdrehen, wenn das eigene Leben stillsteht? 

Mit einer beeindruckenden Offenheit erzählt Sebastian Becker von seinem Verlust und der Zeit danach. Von seinen Gedanken, seinen Gefühlen, seinem Handeln. Er lässt aber auch vergangene Situationen Revue passieren und reflektiert sie in ihrer Bedeutung für seine Trauer. Er schreibt über diese kaum zu fassende Lage, in die Hinterbliebene hinein katapultiert werden in all ihrer Endgültigkeit und lässt die Lesenden daran teilhaben, wie er sich dieser Herausforderung und Überforderung gestellt hat. 

Gerade darin liegt der unendliche Wert dieses Buches. Es bietet in der direkten Auseinandersetzung mit dem Trauern einer anderen Person großes Potenzial an Identifikation und emotionaler Entlastung. Dadurch, dass jemand so fühlt wie man selbst, das eigene Leiden erleidet und sich diesem Leiden stellt, wandelt sich der Titel des Buches vom anfänglichen Entsetzen schließlich zu einer stillen Zuversicht, dass trotz Trauer ein neuer Sommer kommen wird ⬇
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[Unbezahlte Werbung] Wir schreiben das Jahr 2024. Eine Frau – Martina Hefter -  erhält den Deutschen Buchpreis völlig zurecht für ihren Roman „Hey guten Morgen, wie geht es dir?“ Thematisch kreist er um eine Frau in Care-Arbeit. 

Es kommt zum Eklat. Ein männlicher Autor im Publikum ist echauffiert und stürmt wutentbrannt davon. Mit seiner emotionalen Entgleisung stiehlt er der Preisträgerin die verdiente Aufmerksamkeit und legt nebenbei ganz unmissverständlich offen, wie sehr der gesamtgesellschaftliche Backlash inzwischen auch die Buchbranche erreicht hat. 

Errungenschaften vergangener Jahrzehnte geraten zunehmend ins Wanken, misogyne Haltungen verschärfen sich, toxische Männlichkeit vergiftet ganze politische Systeme und gedeiht bestens im destruktiv regressiven Sammelbecken polarisierender Radikalisierung, in der manosphere. 

Höchste Zeit also, widerspenstig zu lesen!
Charaktere wie Momo bei Michael Ende, Penelope in der Odyssee, Antigone bei Sophokles oder Otfried Preußlers kleine Hexe sind gefragt. Starke Charaktere, die dem Denken der Leistungsgesellschaft widersprechen, utopisch handeln und Gutes wollen. Mutige Charaktere, die gesellschaftliche Normen in Frage stellen und selbstbestimmt leben.

Jasmin Riter erinnert an den positiven Mehrwert von Literatur, auch und gerade im Blick auf ein gesellschaftliches Miteinander. Sie ruft dazu auf, widerspenstigen Texten größere Aufmerksamkeit zu schenken und den politischen Akt des Lesens bewusst und aktiv zu gestalten. Indem etwa feministische, marginalisierte Literatur gekauft, gelesen oder verschenkt wird, lässt sich auf deren  Wahrnehmung und Weiterempfehlung aktiv hinarbeiten. 

Unverblümt analysiert sie den Literaturbetrieb der Gegenwart und nimmt dabei auch Dark Romance als Genre kritisch in den Blick. Romance Heldinnen bezeichnet sie als tradwives der Literatur. Nicht nur damit stößt sie interessante Fragen an und lädt zur Reflexion ein. 

In Zeiten, in denen die Resultate eines feministisch gesellschaftlichen Engagements zwischen 
ermüdend und zermürbend changieren, ist widerspenstiges Lesen ein kleiner großer Schritt, den wir alle gehen können. 📖💪🏼💓

#lesen
#buchbubble
#literaturbegeistert
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I'm in the game, ihr Lieben! 

Nach der grandiosen Blind-Date-Lesung am 02.09. im Waderner Lichtspiele Kino beginnt für mich nun das Longlistlesen. 

Fünf Städte, ihre Lieferanten und Rosen. 📍🚴🏼‍♂️🌹
Tomer Gardi hat geliefert! Aber so was von!

Wir begleiten seine „Riders“ in einzelnen Episoden durch Delhi, Tel Aviv, Buenos Aires, Istanbul und Berlin, erleben dabei hautnah das harte Schicksal der Essenslieferanten, deren Ausgeliefertsein an ein prekarisiertes System und die damit verbundenen menschlichen Abgründe. 

In brillant kraftvoller Sprache schafft er es, jeder Stadt einen ganz individuellen Vibe zu verleihen. Sein expressionistisch anmutender Ton – verkürzte Sätze/ Reihungsstil/ sprachexperimentelle Wortspiele – führt das Anliegen damaliger Autoren gekonnt fort und kreiert eine eigene starke, literarische Ausdruckskunst. 

Dabei verzichtet Gardi auch nicht auf intertextuelle Bezüge und schafft insgesamt stilistisch etwas Außergewöhnliches. 

„Jeden Tag, jede Nacht lacht das Schicksal, und in dieser Nacht lachte es knirschend. Knarzend lachte es mit dem eisigen Schnee unter Pavans Schuhen, während er sein E-Bike durch die Winternacht schob. Wer reitet so spät?“ - S.203
⬇️

… durch Nacht und Wind? Es ist der Essenslieferant mit seinem Sechserpack Sprudel. 🍶

Wer @tomergardi live erlebt, ist noch mehr fasziniert von diesem starken Stil, seiner literarischen Arbeit und seinem sympathischen Auftreten. 

Es war ein besonderes Vergnügen, ihm im Gespräch mit der @buehue1997 🫶🏼 zu lauschen, in stilvoll-nostalgischer Atmosphäre der  @lichtspiele_wadern 🫶🏼 in seinen Roman einzutauchen und im Rahmen der Veranstaltung liebe Menschen @fuchs_liebt_buecher 🤍🫶🏼🤍 zu treffen.

Seid ihr auch schon im Longlistlesefieber? 

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#blinddatelesung
#buchpreis
#longlistlesen
#deutscherbuchpreis
#literaturbegeistert
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Es gibt viele Hürden für die große Liebe: 
Entfernung, Erkrankung, Priorisierung. 
Für Henry und Michelle ist es das Geld. 

Während sie ihren beruflichen Traum längst hat aufgeben müssen und nun als Hotelangestellte gerade so über die Runden kommt, genießt er völlige Sicherheit in wohlhabenden Verhältnissen. Dennoch finden die beiden zueinander und verlieben sich. Dabei sind es Welten, die sie von Anfang an voneinander trennen. Innere Welten, zu denen der jeweils Andere nur schwer einen Zugang findet, umso fester verschlossen, je mehr Unterschiede im Blick auf soziale Herkunft, finanzielle Lage oder vergangene Erfahrungen zutage treten.

Von Anfang an schwebt das Damoklesschwert eines eingeschränkten Blickwinkels über ihnen.
Und doch fühlen sie im Grunde gleich. 

„Die Panik, dass dieses Jahr wieder an ihm vorbeirann, ohne dass er dabei war, weil er nur von Termin zu Termin hetzte, die Augen am Bildschirm, den Kopf voll.“ 

„Ich würde das Leben so gern wieder anpacken. Aber ich schaff's nicht, ich bin zu schwach gerade, lasse irgendwie los und verpasse alles, verpasse Jahreszeiten, Sonnenuntergänge, einfach alles.“

Mit Michelle fühlt sich Henry wild, lebendig, frei. 
Mit Henry kann Michelle das Kopfzerbrechen über alltägliche Kleinkramkosten endlich hinter sich lassen.

„Er brauchte sie, damit es funkelte. Und sie brauchte ihn, um ungestört funkeln zu können.“ 

A match made in heaven könnte man meinen. Allmählich legt sich jedoch ein Schatten über ihre Liebe, den abzuschütteln kaum möglich scheint. 

Beinahe schmerzlich begleiten die Lesenden die feinen Verschiebungen, die leisen Töne der Disharmonie, die diese große Liebe stören. Der Wunsch, die Partnerin zu unterstützen auf der einen – das Ziel der finanziellen Unabhängigkeit auf der anderen Seite – verbunden mit der Angst, sich immer weiter von sich selbst zu entfernen. 

Es sind große Themen, die Ruth-Maria Thomas in ihrem Roman aufgreift. Dass soziale Ungleichheit Sicherheit gefährdet - finanziell, emotional und individuell – spiegelt sich hier in einer ganz besonderen Liebesgeschichte, die zu Herzen geht. 

Authentisch gefühlvoll mit viel Tiefe und einem Ende, das es in sich hat. 

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„Illusionen sind leichter zu ertragen als die Realität.“ 

Zoe ist knallhart, selbstbewusst, erfolgreich. Zumindest wirkt sie so nach außen. 
Als gefeierte Autorin forciert sie ihre Karriere, genießt das Frankfurter Nachtleben mit all seinen bunten Partys, lebt vollkommen unabhängig. 
Romantische Beziehungen finden nur in ihren Romanen Raum. Persönlich lehnt sie jegliche Form von echter Nähe strikt ab. Und sobald ein Mann aufrichtiges Interesse bekundet oder sich gar verliebt, wird er eiskalt abserviert.
„Kein Herz, nur Haut“ - lautet die Devise. 

Doch dann kommt Mael. Überglücklich, endlich jemanden gefunden zu haben, der genau wie sie keinesfalls etwas Festes eingehen möchte, stürzt sich Zoe voller Euphorie in die Unverbindlichkeit und genießt die Zeit mit ihm, bis sich etwas in ihrem Inneren verschiebt. 

Die Begegnung setzt einen Reflexionsprozess in Gang. Warum verletzt sie andere immer und immer wieder? Bricht ihnen das Herz? Wird als kalt und verantwortungslos wahrgenommen, sogar von der eigenen Familie? Warum ist es ihr plötzlich nicht mehr egal, was Mael denkt? 

Sophia Como schafft es, mit Zoe und ihrem sympathischen Freundeskreis dem Thema Bindungsangst ebenso unterhaltsam wie intensiv auf den Grund zu gehen. 

In Kombination aus Leichtigkeit und Tiefe hält sie dabei nicht nur der Protagonistin den Spiegel vor. Viele Gedanken, Unsicherheiten und Ängste bieten ein breites Identifikationspotenzial und sprechen einem einfach nur aus der Seele. Sich für andere verstellen zu müssen, um zu gefallen. Eine Rolle zu spielen, die andere von einem erwarten. Permanente Vergleiche mit dem, was andere präsentieren. 

Wenn Freiheit zur Illusion wird, ist es nur die Wahrheit, die uns befreien kann. 
Denn letztlich sind es die Lügen, die wir uns selbst erzählen, die den meisten Schmerz verursachen. 

Sei es bei Marie, Zoes bester Freundin, die um jeden Preis ihren Ex zurückhaben möchte. Oder bei Zoe, die sich selbst sabotiert, nur um eine Rolle aufrechtzuerhalten, die nichts mit ihr zu tun hat.

Sich Wahrheiten einzugestehen und wirklich frei, wirklich wach zu werden, war noch nie so unterhaltsam.

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#halbwach
#lesen
#literaturbegeistert
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Wir leben in einer Welt, in der die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion, zwischen Realem und Surrealem zunehmend verschwinden. Aggressives Dominanzverhalten in Verbindung mit Manipulation, Brutalität, Kontrolle und Gewalt beherrscht längst nicht nur den öffentlichen Diskurs, sondern auch Politik und Wirtschaft. Diese destruktive über andere ausgeübte Macht geht oft einher mit der Rückkehr der alten neuen Männer, die die Welt ins Chaos stürzen. 

Gleichgültigkeit, Isolation, Instabilität sind die Folge. Doch unsere Zukunft ist zu kostbar, um sie „machtbesoffenen Bros“ zu überlassen, die getreu dem Motto „Ich hasse, also bin ich.“ leben.
 
Rebekka Reinhard nimmt eine präzise Analyse unseres gegenwärtigen Lebens vor. Schonungslos und unverblümt spricht sie von verringerten Aufmerksamkeitsspannen einer unkonzentrierten Welt, von verschwindendem Commitment, von mangelnder Verbindlichkeit und einem Marketingbullshit-Feminismus, der ein echtes Wir erfolgreich verhindert. 

Social Media kritisiert sie als einen „Käfig voller verblödeter Vernunft“, in dem man gebannt den nächsten Dopaminrausch dank neuer Likes erwartet, der einen gefangen hält im passiven Dornröschenschlaf und zunehmend ein differenziertes Denken unmöglich macht – natürlich gespickt mit „klebrigen Marketinglügen und Brechreiz erzeugenden Männerfantasien“.

Dem „Broman Empire“ muss eine konstruktive Kraft entgegengesetzt werden. 
Um zu verdeutlichen, wie diese aussehen kann, nutzt Reinhard das Narrativ der Marsmädchen und lädt dazu ein, selbst eins zu werden. Befreit von Unechtem und zerstörerischen Abhängigkeiten, selbstsicher, empathisch, stark, setzten sie sich für eine humane Welt ein. 

Angesichts männlicher Egomanie, sexueller Übergriffe und hasserfüllter Manosphäre ist das gar nicht so einfach. Dennoch gelingt es Reinhard in hervorragender Weise, Frauen in verschiedenen Bereichen des Lebens zu bestärken, zum Umdenken und vor allem zum Handeln zu motivieren – auch wenn es anfangs schwer fällt. 

Für mich eines der besten Bücher, um sich selbst, eine Freundin und die Welt aus einem Albtraum zu befreien.

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#zukunft
#lesen
#feminismus
#feminist 
#manosphere
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„Ich spüre, wie die Viewzahlen des Livestreams fallen.“ 

Der Garten von Versailles. Pompös. Königlich. Gigantisch. Wer hier feiern darf, hat es geschafft. 

Mit gewaltiger Intensität zieht es einen mitten hinein in dieses einzigartige Setting des ersten Kapitels. Beat on. Helikopterflüge, teure Hotels, Champagner. Der Ich-Erzähler, ein erfolgreicher Techno-DJ, führt ein Leben voller Luxus. Von den richtig Reichen gebucht, bringen ihn seine Auftritte zu Partylocations, die kaum noch zu überbieten sind. 

Von außen betrachtet, hat er alles. In Wahrheit jedoch feiert er sich regelrecht am Leben vorbei. Schmerzmittel und Drogen führen ihn immer weiter fort von sich selbst und halten ihn stets an der Oberfläche der eigenen Existenz.

 Es ist, als ob das laute Nachtleben die Schreie aus seinem Inneren überdröhnen soll. Da ist die Verlusterfahrung aus der Vergangenheit, die Sehnsucht nach Liebe und der Wunsch, wirklich gesehen zu werden. Emotionen, die ins Leere laufen. 

Der Roman zeichnet ein realistisches Bild hinter der glamourösen Fassade des schönen Scheins. Stilistisch sind es Momentaufnahmen, Gedanken, Gesprächsfetzen – sogar teilweise in einer anderen Sprache, die das Paradoxe inmitten des DJ-Lebens aufdecken. Umjubelt von tausenden von Menschen und doch so einsam. 

Wenn eine große Angst darin besteht, dass die Viewzahlen eines Livestreams geringer werden oder nach künstlicher Härte gesucht wird, um dem Druck der Musikindustrie standhalten zu können, stellt sich die Frage, welchen Preis man bereit ist zu zahlen, von Auftritt zu Auftritt zu existieren. 

Was bleibt übrig, wenn die Party endet?

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#partypeople 
#deutscherpopliteraturpreis
#bookstagram
#lesen 
#literaturbegeistert
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Bittere Enttäuschung, eine brutale Diagnose, ein schmerzender Verlust. Manchmal schlägt das Leben voll zu. 

Verzweiflung macht sich breit, durchdringt alle Lebensbereiche, durchströmt jede Faser unseres Körpers, führt zum totalen Stillstand – zur lähmenden Ohnmacht. 

Wie kann es gelingen, einem Menschen in schwierigen Zeiten beizustehen? Angesichts schrecklicher Schicksalsschläge bleiben wir oft sprachlos zurück. Wie gerne würden wir helfen, wissen aber so recht nicht wie. 

Wenn Worte fehlen, sind es Taten, die am lautesten sprechen. Genau das unterstützt dieses einfühlsame Geschenkbuch. Als liebevolle Geste drückt es das aus, was einem Menschen in einer schweren Zeit Trost und Kraft geben kann. Es findet die richtigen Worte. Sanft. Behutsam. Bestärkend. 

Es versichert den Lesenden, dass der Schenkende immer da ist, Unterstützung, Ablenkung, Zuhören anbietet, um selbst in einer dunklen Phase zu einem Lichtblick zu werden. Es zeigt dem Beschenkten, dass er gesehen und geliebt wird. Dass es jemanden gibt, der sich sorgt und ihm mit Fürsorge und Wertschätzung begegnet. 

„Ich weiß ganz genau, dass ich auf deiner Seite und an deiner Seite bin“

Es ist ein Buch, das Liebe greifbar macht und Trost, der von Herzen kommt, spürbar werden lässt. Dadurch spendet es leidenden Menschen in Ausnahmesituationen das Gefühl, in ihrem Schmerz nicht alleine zu sein, sondern getragen zu werden. 

Zwischen den Buchdeckeln versammelt sich Zuspruch, Halt und Trost in anrührenden Aussagen und zauberhaften Illustrationen, die zeigen, dass das Leben, trotz allem, auch schöne Seiten bereithält. 

„Was auch passiert, ich bin für dich da.“ 

In harten Zeiten sind es die Menschen, die mit kleinen Gesten Großes bewirken, die am meisten helfen. Dieses einfühlsame Buch ist eine solche Geste und sowohl für Schenker als auch Beschenkte eine wundervolle Unterstützung. 

Ich wünsche euch allen Menschen, die die Botschaft dieses Buches leben. Die durch Gesten ihre Unterstützung zum Ausdruck bringen und – vielleicht sogar über die Ferne – einfach da sind. 

Vielleicht sind es sogar Menschen, von denen man es am wenigsten erwartet, die euer Herz am meisten beruhigen 🫂❤️‍🩹

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„Wie entgleitet ein Leben?“

Alina ist Journalistin und soll genau zu dieser Frage eine Reportage drehen. Eine Reportage, die gut werden muss. So gut, dass es reicht, um ihren Job zu behalten. 
Bohm ist obdachlos. Seit fünf Jahren lebt der 36-Jährige nun auf der Straße und schnitzt aus Holz kleine Mäuse. Ergänzt durch die Geschichte der Million Dollar Mäuse in Neuseeland werden seine kleinen Kunstwerke zu etwas ganz Besonderem. 

In Bohm findet Alina einen Obdachlosen, den sie sieben Tage lang begleiten möchte. Um ihn zu überzeugen, bietet sie 1000 Euro in bar, doch Bohm lehnt ab. Erst als sein Hund Fox durch einen tragischen Zwischenfall dringend operiert werden muss, stimmt er notgedrungen zu, denn nur so kann er einen Tierarzt bezahlen. 

Zwei Leben, zwei Realitäten treffen aufeinander, die alles voneinander trennt. Alles oder nichts? 

Gekonnt lässt Christian Huber zwei Welten aufeinanderprallen, durch einen endlos tiefen Graben getrennt. Einerseits Ruhm, Ansehen, Routine andererseits Hunger, Ekel, Kälte.
Für Alina gilt die geschickte Inszenierung des ersten Eindrucks als eine Selbstverständlichkeit. In der Unterhaltungsbranche ist sie es gewohnt, Äußerlichkeiten einen maximalen Wert beizumessen. Doch nun bringt der zweite Eindruck sie völlig aus dem Konzept. 

Einzelne Kapitel changieren zwischen der Perspektive von Alina und Bohm, die so ihre Gedanken, ihr Empfinden, ihre Unsicherheiten offenlegen. 

„Er wollte fort. Aber bleiben wollte er auch.“ - S.82

Aus maximaler Distanz entwickelt sich schnell ein maximales Verständnis füreinander, eine Sorge umeinander und ja, sogar weitaus mehr als das. 

Doch darf hier an Liebe überhaupt gedacht werden?

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„Ich habe keinen Spaß an körperlicher Betätigung. Ich gehe sogar so weit und behaupte, ich hasse das Gefühl, wenn der Puls hochgeht.“ - S.28

Die Blicke der anderen. Der eigene unperfekte Körper. Die Angst vor kaltem Wasser. 

Innere und äußere Hürden zu überwinden, fällt beim Schwimmen sehr schwer. Dennoch wagt Jaqueline Scheiber voller Mut, sich einen Raum zu erschließen, der zuvor aktiv vermieden wurde. In ihrem autobiografisch gefärbten Essay nähert sich die Autorin Schritt für Schritt dem Schwimmbad, einem lange nicht mehr besuchten Ort. 

Dabei wird die Rückkehr zum Wasser begleitet von Scham, Unsicherheit und anfänglichen Versagensängsten – Gefühle, die sich im besonderen Schwebezustand beim Schwimmen jedoch bald schon auflösen. Mehr noch, denn das Wasser zeigt auch an Land eine bleibende Wirkung. 

Neben der Frage, wie es gelingt, Routinen zu festigen und welche Art der Belohnung es dazu bedarf, etwa ein emotionaler Impuls, eine materielle Belohnung oder eine positive Bestärkung durch eine andere Person, geht es nicht nur um eine veränderte Körpererfahrung. Vielmehr erweist sich das Schwimmen als ein politischer Akt. 

Scheiber gelingt es ganz hervorragend, sich schreibend von der Oberfläche zu entfernen und tiefer einzutauchen in die Bereiche Wohlbefinden, Identität, Körperwahrnehmung, Klassismus, Soziologie oder Kultur. So beleuchtet sie etwa gesellschaftskritische Aspekte von SelfCare und modernen Körperoptimierungstendenzen und zieht ein buntes Spektrum an Artikeln und Forschungsergebnissen zu Rate. 

Jeder Tag, an dem ich mich selbst schön fühle, ist ein kleiner Akt der Rebellion. Eine politische Auflehnung gar“ - S.116

Entstanden ist ein authentisch kraftvolles Essay, bei dem die Seiten nur so dahinfließen wie eine entspannte Person im Wasser. 

Einmal eingetaucht, kommt man verändert an die Oberfläche zurück – voller Motivation, die eigene Welt zu erweitern und mit etwas neu anzufangen.
 🌊💪🏼

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Herzlichen Dank an @wolkenlosagentur und @leykamverlag für das Rezensionsexemplar. 

#jaquelinescheiber
#essay
#leykamverlag
#lesenmachtglücklich
#literaturbegeistert
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Es gibt Männer, die sind einfach die totalen LOSER! Und zwar keinesfalls dezidiert im Blick auf ihre Leistungsfähigkeit, sondern vielmehr bezogen auf ihren Moralkodex, auf Empathie und Menschlichkeit.

In einer Partnerschaft handeln sie bewusst böswillig, belügen, betrügen, berauben ihr Gegenüber jeglicher Würde. Beziehungsstatus: Me, myself and I - Vorsicht Psychopath!

Und hey! Hand aufs Herz! Vermutlich wird jede, aber absolut JEDE FRAU einen Mann dem Typus LOSER entsprechend kennen, sei es durch den Freundeskreis, in der Verwandtschaft und Bekanntschaft oder dann doch durch den intensiv erlebten, ganz eigenen Herzschmerz. 💣💥💔

Auf Fuckgirl trifft alles zu! Und sie hat genug davon! 

Wie ein Befreiungsschlag wirkt ihre solide Vernunftehe mit MANN, der ihr Halt, Stabilität und ein gewisses gesellschaftliches Standing verleiht. Keine unangemessenen Fragen auf Familienfeiern. Keine Freizeitaktivitäten im Alleingang. Vor allem aber endlich eine zuverlässige emotionale Stütze in allen Höhen und Tiefen des Lebens. 
Fuckgirl profitiert von allen damit verbundenen Vorteilen, ja mehr noch. Während MANN ihr treu bleibt, darf sie eine offene Beziehung leben und sich in sexueller Hinsicht mit anderen frei ausleben. 

Dieser Rückhalt ist sogar so groß, dass sie sich mit MANN offen über das Erlebte austauschen und sogar später ihren Racheplan gegen DADDY besprechen kann. 

Female Rage in Form von emotionsloser Imitation typischen Loser-Verhaltens als perfekte Persiflage toxischer Männlichkeit ist hier eine wahre Wohltat und wirklich herzerfrischend. 💪🏻✅

Bianca Jankovska @groschenphilosophin vereint in Fuckgirl tiefgründige Überlegungen zu heteronormativen Denkmustern, patriarchalem Systemversagen, weiblicher Solidarität und Sexualität mit einer starken Protagonistin, die angesichts von Schmerz nicht verstummt, sondern ihn laut, hart und kompromisslos selbst heilt. ♀️🩹

Ein Buch, das ich schon viel früher gebraucht hätte und von dem ich am liebsten gleich zehn Exemplare an liebe Freundinnen verschenken würde. 🥳

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#literaturbegeistert
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