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Kirche für alle ⛪️
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✝️ News und Infos aus der Evangelischen Kirche in Deutschland
💜 Gemeinsam Glauben leben
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Vertraut den neuen Wegen!“ Unter diesem Motto steht das Treffen der EKD-Gesangbuchkommission im Augustinerkloster Erfurt. Ein neues evangelisches Gesangbuch ist ja gerade in der Mache - in enger Abstimmung mit Kirchengemeinden in der gesamten EKD. Neue Lieder finden Aufnahme in das Gesangbuch genauso wie der alte Liederschatz. Dennoch gibt es immer wieder Kritik, teils auch heftige. Am Sonntag (25. Oktober, 19.30 Uhr) sind alle herzlich eingeladen zu einem Gesprächskonzert dazu in der Augustinerkirche Erfurt. Am 27. Oktober gibt es eine Abendandacht (18.30 Uhr) mit Landesbischof Friedrich Kramer.
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EINE NEUE SEHNSUCHT. 🤲🏽

Woher kommen auf einmal all die jungen Leute in der Kirchenbubble, die Interesse am geistlichen Leben, christlicher Tradition oder Liturgie haben?

Irgendwie bin ich eine kleine Anlaufstation für diese Menschen geworden: Ich habe in letzter Zeit viel zugehört, gesprochen und diskutiert - auch über Deutschland hinaus. Und immer höre ich ähnliche Beobachtungen.

Deshalb traue ich mich jetzt mal mit einer These raus:

Seit Jahren haben Progressive und Evangelikale öffentlich Streit miteinander - der Kulturkampf verläuft leider längst auch in der Kirche.

Und viele Menschen haben darauf einfach keine Lust mehr. Sie möchten ihren Glauben leben, ohne ständig für irgendein Lager in den Ring steigen zu müssen.

Da sind z. B. die „Post-Evangelikalen“: 
Ihnen wurde es im evangelikalen Lager zu eng. Aber auf der progressiven Seite konnten sie auch nicht richtig andocken. Vieles durfte dort zwar hinterfragt werden, nur: „Welche Formen und Inhalte tragen unseren Glauben, wenn erstmal alles dekonstruiert ist?“

Und zugleich gibt es auf der anderen Seite Menschen, die sich als „post-progressiv“ beschreiben:
Sie merken, „selbst dort, wo Offenheit draufsteht, kann es ziemlich eng werden.“ Und eine Haltung zu gesellschaftspolitischen Fragen ist für sie noch keine tragfähige Spiritualität.

Beide Gruppen suchen keinen „gedachten“ Glauben, sondern einen gelebten. Sie suchen die Mitte: Jesus Christus. Und sie entdecken das Gebet, den Gottesdienst, das Lesen in der Bibel und die Schönheit der Liturgie für sich völlig neu.

Heißt: Wenn zwei sich streiten, freuen sich die Dritten - die „Traddies“: Ihnen ist wichtig, in Lebensfragen open minded zu sein und zugleich schätzen sie die Tradition. Und ihre Communities wachsen.

Die Sehnsucht ist da: Nach einem gelebten Glauben, der mehr kann als nur Gegenrede. Nach alten Formen, die mit neuem Geist gefüllt werden. Und plötzlich ist die Tradition wieder ziemlich fresh.

Wir in der Kirche müssen uns überlegen, wo diese Menschen bei uns Heimat finden können: Was bieten wir dieser spirituellen Sehnsucht „der Mitte“?

Ihr Lieben, wir arbeiten dran!

#kirche #tradition #glaube #evangelisch #messe
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