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Kersten Artus: Journalistin, Vorsitzende Pro Familia Hamburg, MdHB 2008-2015, Trauerrednerin, Aktivistin Pro Choice, Mitfrau bei Ragazza e.V. 🚩🚩🚩Die Debatte um Prost*tution und Sexarbeit in der Linken ist kein Schwarz-Weiß-Thema. Zwischen Verbotspolitik und Selbstbestimmung geht es um eine grundlegende Frage: Wollen wir Rechte stärken, oder Repression ausweiten?🚩🚩🚩
Das sogenannte Sxxkaufverbot löst weder Armut noch Menschenhandel. Es vermischt sekundär freiwillige Sxxarbeit mit Zwang, reproduziert Stigma und drängt Betroffene weiter in Unsichtbarkeit. 🚩🚩🚩Selbst Organisationen wie Amnesty fordern Entkriminalisierung, weil Verbote Diskriminierung und Gewalt verschärfen.
Emanzipatorische und linke Politik heißt: auf Selbstermächtigung setzen, Betroffene ernst nehmen und soziale Ursachen bekämpfen … nicht symbolisch kriminalisieren.🚩🚩🚩
Und trotzdem halten Abolitionistinnen an Verboten fest. Obwohl alle internationalen Studien auf negative Folgen von Kriminalisierung hinweisen und obwohl Sxxarbeitende selbst seit Jahren mehr Rechte statt mehr Strafrecht fordern.🚩🚩🚩
Hier wird Moral und Ideologie und Rettungsfantasien über Selbstvertretung und Lebensrealitäten und Arbeiter*innenrechte gestellt.
🚩🚩🚩Wir die Linke für Selbstbestimmung wollen Arbeiter*innen und  Betroffene ernst nehmen und soziale Ursachen wie Armut, Rassismus und fehlende Rechte bekämpfen. Keine symbolischen Verbote aussprechen und dabei staatliche Kontrolle zu stärken.
Wir fordern Rechte statt Repression und Solidarität statt Symbolpolitik.🚩🚩🚩
#sexarbeit #abolitionist #menschenrechte #sexarbeitistarbeit #dielinke 
(Dieser Artikel erschien 2018 in Z-Zeitschrift für marxistische Erneuerung. Kersten hat uns erlaubt ihn für unseren Blog erneut zu veröffentlichen, da er nach wie vor aktuell ist)
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🚩🚩🚩„@lle Fre*er sind Tät3r“ – solche Parolen fühlen sich entschlossen an. Aber sie ersetzen Analyse durch Moral und Diskussionen durch Schlagworte.
🚩🚩🚩Wenn aus komplexen Realitäten einfache Feindbilder werden, verlieren am Ende immer die, die ohnehin marginalisiert sind: Sexarbeiter*innen und queere & trans Personen. Unsere Stimmen werden verkürzt, diffamiert oder ganz ausgelassen. Statt über Arbeitsrechte, Migration, Armut und Diskriminierung zu sprechen, wird skandalisiert und symbolisch kriminalisiert. 🚩🚩🚩
Wer Konsens pauschal ausschließt, erklärt unsere Arbeit zur Gewalt, ohne uns zuzuhören.
Wer uns als „Lobby“ oder „Kollaborateur*innen“ diffamiert, betreibt Täter-Opfer-Umkehr.
🚩🚩🚩Solidarität bedeutet nicht, dass wir immer einer Meinung sein müssen.Aber Solidarität bedeutet, dass wir uns akzeptieren, einander nicht entmenschlichen und Seite an Seite stehen. 🚩🚩🚩Dass wir Räume schaffen, in denen niemand Angst haben muss, sich zu zeigen und dass wir aufhören, über Personengruppen zu sprechen, als wären sie ein politisches Problem, statt echte Menschen. 🚩🚩🚩Solidarität heißt Verantwortung zu übernehmen, für uns, für unsere Sprache und für die Menschen um uns herum. Wenn wir das Patriarchat bekämpfen wollen, dann nicht gegeneinander , sondern nur miteinander. Seite an Seite.
🚩Wir brauchen keine Parolen.
🚩Wir brauchen Rechte.
🚩Und wir brauchen euch im Gespräch, nicht im Urteil.
#freiersindtäter #sexarbeitistarbeit #swerf #menschenrechtefüralle #dielinke
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Ein Artikel über den Zusammenhang der Behindertenbewegung und der Hurenbewegung 
🚩🚩🚩In Deutschland wird wieder laut über das sogenannte Nordische Modell diskutiert. Angeblich sollen nur Kundinnen kriminalisiert werden – nicht Sexarbeiterinnen. Faktisch ist es ein Berufsverbot durch die Hintertür.🚩🚩🚩
Sexarbeit ist eine freiwillige sexuelle Dienstleistung gegen Geld. Zwang und Menschenhandel sind bereits heute strafbar – zu Recht. Doch das Nordische Modell würde auch aktive Sexualassistenz kriminalisieren. Menschen mit Behinderung hätten keinen Zugang mehr zu dieser Unterstützung. Einrichtungen und Assistenzpersonen stünden unter Strafandrohung.
🚩🚩🚩Das trifft vor allem diejenigen, die ohnehin marginalisiert sind.
Als Linke stehen wir für Inklusion und Selbstbestimmung.
Das bedeutet Solidarität mit Sexarbeiter*innen im Kampf gegen Kriminalisierung.🚩🚩🚩
Langfristig brauchen wir inklusive sexuelle Dienstleistungen statt Verbote.
Wer unseren Beruf stigmatisiert, stigmatisiert auch uns.
#selbstbestimmtleben #inklusionleben #sexarbeitistarbeit #bordelle #sexworkersrights
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🚩🚩🚩In unserem neuen Blog schreibt Conni Möhring, @connimoe ehemalige Sprecherin für feministische Politik der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, über einen diskreditierenden Lobbybegriff, der von Prostitutionsgegner*innen gezielt genutzt wird, um Aktivist*innen und ihre Verbündeten zu delegitimieren und mundtot zu machen.

Der Beitrag zeigt, wie Sprache als politisches Machtinstrument eingesetzt wird und warum Solidarität, Selbstbestimmung und das Ernstnehmen der Stimmen von Sexarbeiter:innen zentral für eine emanzipatorische feministische Politik sind.

📖 Den kompletten Artikel findest du auf unserer Webseite
(Link in Bio)

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