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WARUM MAN ISRAEL NICHT HASSEN DARF

„Warum man Israel nicht hassen muss, um zu den Guten zu gehören“ ist ein ziemlich polemischer Titel für ein erstaunlich wenig polemisches Buch. Und vielleicht liegt darin bereits eines der Probleme dieses von Lisa Geffken und Nikolas Lelle herausgegebenen Bandes. Denn ausgerechnet diejenigen, denen seine Texte vermutlich am meisten zu sagen hätten, dürften sich von diesem Titel kaum eingeladen fühlen, ihre Perspektive auf Israel zu hinterfragen. Dabei ist genau das die erklärte Absicht dieses Buches: einen Perspektivwechsel zu ermöglichen.

Wohin dieser führen soll, wird von Beginn an transparent gemacht. Bereits die Einleitung diagnostiziert, dass sich Antisemitismus im Gewand des Antizionismus in Teilen der Linken mittlerweile als eine Art „subkultureller Code“ etabliert habe. Bestimmte Symbole, Sprachregelungen und Positionierungen zu Israel markieren demnach nicht mehr nur politische Überzeugungen, sondern Zugehörigkeit. Ausgerechnet in Milieus also, deren Selbstverständnis sich häufig aus Antirassismus, Antifaschismus und Solidarität mit marginalisierten Gruppen speist, kann die Ablehnung Israels zum Ausweis dafür werden, auf der richtigen Seite zu stehen.

Natürlich ist diese Diagnose nicht neu. Wer sich in den vergangenen Jahren intensiver mit Antisemitismus und den Auseinandersetzungen innerhalb der politischen Linken beschäftigt hat, wird in diesem Buch verhältnismäßig wenig vollkommen Überraschendes lesen. Auch mir war vieles bekannt. Trotzdem halte ich gerade den einleitenden Beitrag für ausgesprochen gelungen, weil er die Problemlage prägnant bündelt und damit einen idealen Auftakt für die folgenden Texte bietet.

Deren Stärke besteht weniger darin, immer neue Argumente aufzubieten, als unterschiedliche Wege zu einem anderen Blick auf Israel nachzuzeichnen. Der Band versammelt autobiografische, historische, politische und pädagogische Zugänge. Mehrere Autor*innen erzählen von eigenen Entwicklungen, Irritationen und Brüchen. Dass dabei von vornherein feststeht, worauf das Buch hinauswill, empfinde ich überhaupt nicht als Schwäche. 

WEITER IN DEN KOMMENTAREN
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„Menschen riskieren das, obwohl sie wissen, dass sie auf der Straße erschossen werden können. Und selbst wenn sie den Tag überleben, drohen ihnen Verhaftungen, Folter, sexualisierte Gewalt, Schauprozesse, Todesurteile oder jahrelange Haft. Dass Menschen dieses Risiko eingehen, zeigt, wie verzweifelt sie sind und wie sie mit diesem Regime abgeschlossen haben“, sagt Mariam Claren (@free.nahid), Special Representative & Head of Iran Programs bei HÁWAR.help im Interview mit @ninve_ermagan von @faz. Wie die deutsche Politik auf die brutale Niederschlagung der Proteste in Iran reagieren kann und mehr lest ihr im Artikel. Wir danken für den Beitrag!
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Die Lage in Iran spitzt sich weiter zu: Mehr als 19 durch Repressionskräfte des Regimes getötete Protestierende sind bereits zu beklagen. Mehr als 900 sollen verhaftet worden sein. Es ist zu befürchten, dass sie in der Gewahrsam auch gefoltert werden: Es kursieren Videos mit „Geständnissen“, die Justiz und Polizei veröffentlichen, um die Protestbewegung einzuschüchtern und die Proteste als von Außen gesteuert erscheinen zu lassen. Das Staatsoberhaupt Ali Khamenei hat angekündigt, weiter am harten Vorgehen festzuhalten. Derweil droht die U.S.-Regierung mit Militärschlägen, sollte das Regime weiter Protestierende umbringen. Meine Einschätzungen zu den Protesten bei @zdfheute. Danke an @ninve_ermagan für das Interview!
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🌟 Im Juni hat mich das @medium.magazin als eines der „Top 30 bis 30”-Nachwuchstalente des Landes ausgezeichnet. Letztes Wochenende fand die Preisverleihung in München statt, die von einer Konferenz begleitet wurde.

Ich bedanke mich nochmals für die Auszeichnung, die Unterstützung und vor allem das Interesse an meiner Arbeit. Wir lesen uns! 📰

📸 @andreasvarnhorn
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Ein wichtiger Beitrag von @ninve_ermagan ist in der NZZ erschienen. 👍🏻

Es geht um die Geschichte von drei Ex-Musliminnen. Eine davon ist die Geschichte von Zeinab Herz, die Stellvertreterin des Zentralrats der Ex-Muslime. 

Danke an Victoria Jung für die gelungenen Fotos.
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BREAKING 
the new Syria ruled by a fundamentalist Islamic regime, Christian groups have four options.
• Convert
• Pay the Jizja special tax for Christians
• Leave the country
• Death
George Isho from Homs refused to convert, refused to leave the country and refused to pay the Islamist extra tax Jizja, so he was murdered outside his home.
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