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Fachärztin | Longevity & Sexualmedizin
Prävention • Hormone • Stoffwechsel • Herz
Gender Health Gap • Medical Gaslighting
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Hier geht’s um gesunde Langlebigkeit 🧬
um Medizin, die nicht nur Krankheiten verwaltet,
sondern Lebensqualität erhält.

Ich bin Ärztin für Allgemeinmedizin
mit Schwerpunkten Longevity, Prävention, Hormone, Stress & Sexualmedizin –
ganzheitlich, evidenzbasiert und alltagsnah.

Ich gehe gern spazieren 🚶‍♀️ und laufen 🏃🏼‍♀️ (denken geht dabei am besten),
glaube an kleine und große machbare Veränderungen
und daran, dass Gesundheit mehr ist als gute Laborwerte (aber die finde ich auch wichtig).

Für Frauen, Paare & alle Menschen,
die ihren Körper besser verstehen
und langfristig gut leben wollen – nicht „perfekt“, sondern stimmig.

Schön, dass du hier bist 💗 bleib gern ein wenig 🤍

⸻

#longevity #sexualmedizin #stressmedizin #prävention taken in Bremen, Germany by @doc_marlene_longevity
25
8 months ago
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🚨Inhaltswarnung: Essstörungen, Erbrechen, Abführmittelmissbrauch und Suizidalität.

Heute ist Weltmädchentag. Und ich möchte über etwas sprechen, das viele Mädchen schon sehr früh erleben: dass ihr Körper ständig bewertet wird.

Zu dick. Zu dünn. Nicht schön genug.  Emma ist eine fiktive Patientin. Aber die Erkrankungen und medizinischen Komplikationen, um die es in ihrer Geschichte geht, sind real.

Essstörungen sind schwere psychische Erkrankungen. Sie sind keine Diät, die aus dem Ruder gelaufen ist, und auch keine Frage mangelnder Disziplin.

Es gibt unterschiedliche Formen von Essstörungen. Dazu gehören unter anderem die Anorexia nervosa (Magersucht), die Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht) und die Binge-Eating-Störung.

Bei einer Anorexie stehen unter anderem eine ausgeprägte Einschränkung der Nahrungsaufnahme, ein deutlich zu niedriges Körpergewicht und die Angst vor einer Gewichtszunahme im Vordergrund. Bei der Bulimie treten wiederkehrende Essanfälle und kompensatorische Verhaltensweisen auf, beispielsweise selbst herbeigeführtes Erbrechen.

Es gibt aber auch atypische Formen der Anorexie, bei denen trotz erheblicher Gewichtsabnahme kein Untergewicht vorliegt. Und nicht jeder Mensch, der erbricht oder Abführmittel missbraucht, hat automatisch eine Bulimie.

Welche Essstörung bei Emma vorliegt, lässt sich aus ihrer Geschichte allein nicht feststellen.

Was sich feststellen lässt: Sie ist körperlich schwer gefährdet.

Erbrechen und Abführmittelmissbrauch können zu erheblichen Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten führen. Ein ausgeprägter Kaliummangel kann gefährliche Herzrhythmusstörungen verursachen.

Schwere Mangelernährung kann außerdem Herz, Kreislauf, Knochen, Hormonsystem und weitere Organe beeinträchtigen. Auch die Wiederernährung muss bei schwer mangelernährten Menschen medizinisch begleitet werden, um gefährliche Elektrolytverschiebungen zu vermeiden.

Hinzu kommt die psychische Belastung. Besonders bei Anorexia nervosa ist die Sterblichkeit deutlich erhöht. Neben den körperlichen Komplikationen spielt auch das erhöhte Suizidrisiko eine Rolle.

Und trotzdem werden Essstörungen häufig erst spät erkannt.

Ein Grund dafür ist, dass wir Menschen noc taken in Bremen, Germany by @doc_marlene_longevity
36
3 days ago
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Japp, dieser Beitrag ist vielleicht ein bisschen satirisch.

Ich weiß, unter welchen Bedingungen in unserem Gesundheitssystem gearbeitet wird. Zeitdruck, Personalmangel, überfüllte Wartezimmer, überlastete Notaufnahmen. Ich kenne das nicht nur aus Erzählungen, sondern bin seit über 20 Jahren Teil davon.

Ich weiß auch, dass wir nicht immer sofort eine Diagnose finden können. Dass Beschwerden manchmal schwer einzuordnen sind. Und dass psychische Belastungen selbstverständlich körperliche Symptome verursachen oder verstärken können.

Gute Medizin bedeutet aber nun mal nicht, auf alles sofort eine Antwort zu haben. Es gehört auch dazu, Unsicherheit auszuhalten, die eigenen Grenzen zu erkennen und offen zu sagen, wenn man etwas nicht weiß.

Darum geht’s hier.

Es geht darum, wie wir mit Menschen umgehen, wenn wir keine Erklärung für ihre Beschwerden haben.

Ob wir weiter nachdenken, nachfragen, unsere eigenen Einschätzungen hinterfragen. Oder ob wir Beschwerden vorschnell abtun.

Medical Gaslighting bedeutet nicht, dass jede Fehldiagnose automatisch ein Fall von Gaslighting ist. Dafür kann es natürlich auch andere Gründe geben. Und auch nicht, dass jede Ärztin oder jeder Arzt, der eine psychische Ursache vermutet, etwas falsch macht.

Aber Menschen berichten immer wieder davon, dass ihre Beschwerden heruntergespielt, nicht ernst genommen oder ohne ausreichende Abklärung als psychisch eingeordnet werden.

Das müssen wir als medizinisches Fachpersonal ernst nehmen. Auch wenn die Kritik manchmal unangenehm ist. Wir müssen uns auch immer wieder das Machtgefälle in diesen Situationen bewusst machen! Was für uns eine alltägliche Situation ist, ist für Patient:innen oft krasser Ausnahmezustand!

Ich möchte mit diesem Beitrag keine Berufsgruppe an den Pranger stellen. Ich weiß, wie viele engagierte Menschen jeden Tag versuchen, unter schwierigen Bedingungen gute Medizin zu machen.
Aber deshalb sollten wir auch über die Situationen sprechen können, in denen es nicht gut läuft.

Welchen Tipp würdet ihr dieser Liste noch hinzufügen?

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. taken in Bremen, Germany by @doc_marlene_longevity
43
3 days ago
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Unter meinen letzten Beiträgen haben unglaublich viele Menschen ihre persönlichen Erfahrungen mit unserem Gesundheitssystem geteilt. Danke dafür 💖! Danke für eure krasse Offenheit 🫶!

Viele haben erzählt, dass ihre Beschwerden nicht ernst genommen, heruntergespielt oder vorschnell auf die Psyche geschoben wurden.

Wie empfindet ihr das: Erleben Männer und Frauen das eigentlich unterschiedlich?

Wird Männern psychisches Leiden weniger zugestanden, während bei Frauen körperliche Beschwerden schneller als psychisch bedingt eingeordnet werden?

Mich interessieren eure Erfahrungen als Patientinnen und Patienten. Und zwar ausdrücklich auch die positiven!

Habt ihr Ärztinnen oder Ärzte erlebt, die euch wirklich zugehört haben, eure Beschwerden ernst genommen und genauer hingeschaut haben?

Und weil mich nicht nur eure persönlichen Erfahrungen interessieren, möchte ich mir demnächst auch mal genauer anschauen, was die Forschung dazu sagt.
Gibt es tatsächlich geschlechtsspezifische Unterschiede darin, wie körperliche und psychische Beschwerden wahrgenommen und medizinisch behandelt werden?
Ich werde mich mal durch die Studien und Zahlen arbeiten. 

Dieser Beitrag dient dem Austausch und der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. taken in Hamburg, Germany by @doc_marlene_longevity
35
4 days ago
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Depression sieht nicht immer nach Depression aus.

Manchmal sieht sie aus wie jemand, der jeden Morgen aufsteht und trotzdem zur Arbeit geht.
Der gereizt ist. Sich zurückzieht. Nicht mehr schlafen kann. Sich schlechter konzentriert. Und lange selbst denkt: Ich muss mich einfach zusammenreißen.

Gerade bei Männern können Vorstellungen davon, was ein Mann „aushalten“ oder alleine schaffen sollte, dazu beitragen, dass psychische Beschwerden später ausgesprochen und Hilfe später gesucht wird. 

Und in den Sprechzimmern müssen wir hinhören.

„Ich bin nur gestresst“ kann stimmen. Aber anhaltende Schlafstörungen, Freudlosigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder sozialer Rückzug verdienen genauere Nachfragen und das gerade dann, wenn jemand seinen Alltag kaum noch schafft.

Und wenn der Verdacht besteht, dass jemand nicht mehr leben möchte: fragen. Direkt.

Die Frage nach Suizidgedanken bringt Menschen nicht erst auf die Idee. Die bisherige Forschung zeigt keinen Anstieg von Suizidgedanken oder suizidalem Verhalten durch das Ansprechen. 

Aus meiner persönlichen Erfahrung ist oft genau diese Frage der Moment, in dem jemand zum ersten Mal sagen darf:

„Ja. Mir geht es wirklich nicht gut.“

Und vielleicht braucht es manchmal einen Bruder, eine Freundin, einen Kollegen oder eine Ärztin, die nicht beim ersten „Alles gut“ aufhört nachzufragen 💖.

📌 Wenn du jemanden kennst, der diesen Beitrag gerade brauchen könnte: Schick ihn weiter. Auch wenn du es nur vermutest 💖

Bei akuter Suizidgefahr: 112 oder psychiatrische Notaufnahme.
TelefonSeelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222, kostenlos, anonym und rund um die Uhr erreichbar. 

Die Geschichte von Tim ist fiktiv und dient der medizinischen Aufklärung. Und wie immer: keine individuelle medizinische Beratung. 💖 taken in Bremen, Germany by @doc_marlene_longevity
450
8 days ago
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Es ist wieder Oktoberfestzeit 🍻 🥨. In dieser Geschichte hatte Mia eine Freundin dabei, die nicht lockerließ. Medizinische Hilfe darf aber nicht davon abhängen, ob jemand für dich sprechen kann.

Ich weiß, wie belastend Dienste in einer vollen Notaufnahme sein können. Gerade zu Volksfestzeiten müssen viele stark alkoholisierte Menschen gleichzeitig versorgt werden. Das kostet Zeit, Kraft und Geduld. Wenn Personal fehlt und kaum Zeit für einzelne Menschen bleibt, ist das auch ein Systemproblem. Trotzdem dürfen wichtige Hinweise nicht mit „Das kommt vom Alkohol“ untergehen. Und auch eine Alkoholvergiftung muss ernst genommen werden.

Auch Männer können K.-o.-Tropfen verabreicht bekommen. „Der hat halt zu viel gesoffen“ ist genauso wenig eine ausreichende Erklärung.

Wie häufig Menschen heimlich solche Substanzen bekommen, lässt sich bisher nicht zuverlässig beziffern. Es gibt Laborstudien, aber ein Nachweis allein verrät nicht, ob eine Substanz freiwillig eingenommen oder heimlich verabreicht wurde.

Umgekehrt schließt ein negativer Test K.-o.-Tropfen nicht sicher aus. Manche Substanzen sind nur kurz nachweisbar, und übliche Drogenschnelltests erfassen nicht alles. Deshalb sind frühe Blut- und Urinproben bei Verdacht so wichtig. Wird jemand abgewimmelt, kann wertvolle Zeit verloren gehen. Eine frühzeitige, dokumentierte Abklärung kann auch helfen, mehr Fälle zu erfassen und die Datenlage zu verbessern.

Scham, Erinnerungslücken und die Angst, dass einem nicht geglaubt wird, können es schwer machen, Hilfe zu suchen. Aber Alkohol zu trinken oder mit jemandem mitzugehen ist keine Zustimmung zu sexuellen Handlungen. Die Verantwortung für einen Übergriff trägt die Person, die ihn begeht.

Bei einem möglichen (sexuellen) Übergriff gibt es vielerorts die Möglichkeit einer vertraulichen Spurensicherung – auch ohne sofortige Anzeige. Frag in der Klinik, bei deiner Gyn oder bei einer Fachberatungsstelle danach. Auch wenn der Abend schon länger zurückliegt, kannst du dir natürlich Hilfe holen.

Teile den Beitrag mit den Menschen, mit denen du feiern gehst.

Mias Geschichte ist fiktiv. Die Quellen findest du im angepinnten Kommentar.
Keine individuelle medizinische Beratung. by @doc_marlene_longevity
132
10 days ago
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„Ich dachte, ich stelle mich einfach zu sehr an.“

Wenn starke Schmerzen immer wieder als normal abgetan werden, bleibt das nicht ohne Folgen. Irgendwann überlegt man bei jeder Beschwerde, ob man damit wirklich schon wieder in die Praxis gehen soll.

Ninas Geschichte ist fiktiv. Die Erfahrung, mit Endometriose-Beschwerden jahrelang nicht ernst genommen zu werden, teilen aber viele Betroffene.

Regelschmerzen, wegen derer du regelmäßig ausfällst, erbrichst oder kaum aufstehen kannst, gehören abgeklärt. Auch ein unauffälliger Ultraschall schließt Endometriose nicht aus. Bei anhaltenden Beschwerden kann eine spezialisierte Sprechstunde weiterhelfen.

🚨 Starke Bauchschmerzen mit Ohnmacht, kaltem Schweiß oder ausgeprägten Kreislaufproblemen sind ein Notfall: 112. Auch wenn du starke Schmerzen kennst oder bereits Endometriose diagnostiziert wurde!!

Bei Diagnostik und Forschung hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Das wurde auch wirklich Zeit! Trotzdem braucht es im Schnitt noch 10 Jahre bis zur Diagnose schreibt die Leitlinie 2025… Was wirklich krass lange ist!

Was wurde dir gesagt, als du wegen deiner Regelschmerzen Hilfe gesucht hast?

Ich bin Marlene, Fachärztin für Allgemeinmedizin. Hier geht es um Frauengesundheit, Medical Gaslighting und Medizin, die Beschwerden ernst nimmt. Bleib gern hier.

Die Quellen findest du im angepinnten Kommentar.

Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. taken in Bremen, Germany by @doc_marlene_longevity
779
14 days ago
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Bei einem Schlaganfall denken viele an einen hängenden Mundwinkel oder einen gelähmten Arm. Aber auch plötzlich starker Schwindel mit erheblichen Gleichgewichtsstörungen kann ein Warnzeichen sein.

Christinas Geschichte ist fiktiv. Mit ihr möchte ich auf diese Beschwerden aufmerksam machen. Sie können bei einem Schlaganfall im Kleinhirn auftreten – bei Frauen und Männern.

Zur Notrufempfehlung: Hier geht es um plötzlich neu auftretenden Schwindel mit so schweren Gleichgewichtsstörungen, dass jemand ohne Hilfe kaum noch stehen oder gehen kann. Bei dieser Kombination oder anderen plötzlichen Schlaganfallwarnzeichen gilt: 112. Nicht selbst fahren. Auch dann, wenn die Beschwerden wieder verschwinden.

Stellt sich bei der Untersuchung eine andere Ursache heraus, war der Notruf deshalb nicht automatisch unnötig. Betroffene müssen ihre Diagnose nicht kennen, bevor sie Hilfe holen.

Die Studien im Beitrag zeigen außerdem, warum wir über den Gender Health Gap sprechen müssen: Unterschiede bei der Erkennung von Schlaganfällen und eine unzureichende Beteiligung von Frauen an der Forschung!!!!

Mir ist wichtig, dass wir Beschwerden ernst nehmen und unsere ersten Erklärungen hinterfragen – auch als Ärztinnen und Ärzte.

Teile den Beitrag gerne, damit mehr Menschen diese Warnzeichen kennen.

Die Quellen findest du im angepinnten Kommentar.

Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. 💖 taken in Bremen, Germany by @doc_marlene_longevity
403
17 days ago
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„Regelschmerzen sind doch normal.“ „Da muss halt jede Frau durch.“ „Du stellst dich aber ganz besonders an.“

Wie viele Frauen haben solche Sätze wohl schon gehört 😳??

Dass Schmerzen und Beschwerden von Frauen nicht immer ausreichend ernst genommen werden, ist auch in der medizinischen Forschung ein Thema, dazu hab ich mal was rausgesucht.

Dahinter stecken unter anderem alte Rollenbilder, Geschlechterstereotype und medizinische Wissenslücken. Gerade Menstruationsbeschwerden werden noch immer häufig als etwas betrachtet, das Frauen eben aushalten müssen.

Und eben das kann echt krasse Folgen haben: Beschwerden werden heruntergespielt, Untersuchungen verzögert und Erkrankungen wie Endometriose oft richtig spät erkannt - Spoiler: im Schnitt 10 Jahre bis zur Diagnose…

Welche dieser Aussagen habt ihr schon gehört? Welche kennt ihr noch! Und welche machen euch am meisten wütend? 

Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle medizinische Beratung 😉.
Quellen im angepinnten Kommentar wie immer 💖. taken in Bremen, Germany by @doc_marlene_longevity
17
12 days ago
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Heute, am 29. September, ist Tag der Endometriose. Die aktuelle S2k-Leitlinie nennt rund zehn Jahre zwischen den ersten Beschwerden und der Diagnose. Krass, oder?? Wir haben 2026…

Die 10,4 Jahre im Beitrag stammen aus einer Studie mit 171 Patientinnen aus Deutschland und Österreich, veröffentlicht 2012. Gemeint ist der Median: Bei der Hälfte dauerte es kürzer, bei der anderen Hälfte länger.

In dieser Studie berichteten außerdem 74 Prozent von mindestens einer vorherigen Fehldiagnose!!

Mich macht das als Ärztin wütend. Wie oft haben Betroffene in dieser Zeit gehört, ihre Schmerzen seien normal? Wie oft haben sie irgendwann selbst daran gezweifelt, ob sie sich „nur anstellen“?

Wie lange hat es bei dir gedauert, bis deine Beschwerden eine Erklärung hatten? Wenn du magst, erzähl es in den Kommentaren. 💜

Quelle: Hudelist et al., 2012; S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Endometriose“, 2025, AWMF 015/045.

Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. taken in Bremen, Germany by @doc_marlene_longevity
33
14 days ago
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PMDS ist eine schwere Form prämenstrueller Beschwerden mit ausgeprägten psychischen Symptomen.

Die Beschwerden treten in der zweiten Zyklushälfte auf, bessern sich mit Beginn der Menstruation und sind nach der Periode kaum oder gar nicht vorhanden. Typisch sind starke Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, depressive Stimmung oder Hoffnungslosigkeit, Angst und innere Anspannung. Auch Suizidgedanken können auftreten.

Für die Diagnose reicht es deshalb nicht, sich rückblickend an ein paar besonders schlechte Tage zu erinnern. Die Beschwerden sollten täglich über mindestens zwei Zyklen dokumentiert werden. So lässt sich erkennen, ob dieses typische Muster tatsächlich besteht.

Und auch wichtig: Nicht jede starke Beschwerde vor der Periode ist PMDS. Auch PMS kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und muss nicht einfach ausgehalten werden. Für PMS und PMDS gibt es Behandlungsmöglichkeiten. Wenn du jeden Monat unter deinen Beschwerden leidest, sprich darüber und hol dir Unterstützung.

Wenn du gerade Suizidgedanken hast, hol dir bitte direkt Hilfe: über 112, 116117, eine Notaufnahme oder die TelefonSeelsorge unter 0800 1110111.

Die Studien und Quellen zum Beitrag findet ihr im angepinnten Kommentar.

Dieser Beitrag dient der Aufklärung und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. taken in Bremen, Germany by @doc_marlene_longevity
178
24 days ago
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Manche Sätze sind gut gemeint.
Manche nicht mal das 😬😵‍💫…

Manche haben wir einfach schon viel zu oft gehört!!!

Krankheit muss nicht sichtbar sein.
Schmerzen brauchen keinen auffälligen Befund, um real zu sein.
Und nicht für alles, was schwer ist, braucht es sofort einen guten Grund, einen positiven Gedanken oder einen Ratschlag.

Welchen Satz würdest du noch ergänzen?

#Gesundheit #Frauengesundheit #ChronischKrank #UnsichtbareKrankheit #Schmerzen taken in Bremen, Germany by @doc_marlene_longevity
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a month ago
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